Startseite » Wireless »

Flexible Datenübertragung im IoT

Funkbasierte Basistechnologie für innovative Automatisierungslösungen
Flexible Datenübertragung im IoT

Durchgängige Datenkommunikation von den Automatisierungssystemen im Feld (Operational Techno-logy, OT) bis in die industriellen IT-Systeme (IT) ist zwingende Voraussetzung für die Realisierung innovativer Automatisierungssysteme wie Industrie 4.0 sowie für das industrielle Internet der Dinge (IIoT). Wireless Access Points, beispielsweise von HMS, können dabei das Bindeglied zwischen den drahtgebundenen Anlagenkomponenten im Realtime-Netzwerk und den mobilen Bediengeräten darstellen.

Der Autor: Michael Volz ist Geschäftsführer der HMS Industrial Networks GmbH in Karlsruhe

Im Vergleich zu den kabelbasierten Feldbus- und Industrial-Ethernet-Netzwerken ist der Anteil der Wireless-Netzwerke in der Industrie heute noch gering, denn die Wireless-Lösungen werden meist nur als Punkt-zu-Punkt-Kabelersatz in Anwendungen mit rotierenden oder beweglichen Teilen eingesetzt. Doch die modernen funkbasierten Netzwerke können weit mehr. Wireless Access Points stellen das Bindeglied zwischen den drahtgebundenen Anlagenkomponenten im Realtime-Netzwerk und den mobilen Bediengeräten (Tablets und Smartphones) sowie smarten Sensoren und Aktuatoren moderner Automatisierungssysteme her.
Für die kabellose Datenübertragung in der Industrie kommt heute meist WLAN im 2,4- oder 5-GHz-Band oder Bluetooth zum Einsatz. Über Funk-Gateways, wie die Wireless-Bridge-Lösungen von HMS, lässt sich so eine verschleißfreie und performante Datenübertragung auch in Anwendungen mit besonderen Anforderungen wie Portalkränen, fahrerlosen Transportsystemen, Abfüll- und Verpackungsanlagen oder Kläranlagen realisieren. Teure mechanische Schleifringe und Schleppketten werden durch kostengünstige Funk-Gateways ersetzt. Die Datenübertragung bei der Anwendung als Kabelersatz erfolgt in diesen Anwendungen meist in Form einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Wichtig sind die Auswahl der richtigen Funktechnologie und der nötige Sachverstand bei der Installation und Antennenausrichtung. Auch die Anforderungen an das Echtzeitverhalten und die Menge der zu übertragenden Daten müssen auf die Möglichkeiten der Wireless-Lösung zugeschnitten werden. Die frühere Skepsis der Industrie gegenüber Drahtlos-Lösungen ist mittlerweile der Erkenntnis gewichen, dass auch wireless Daten sicher, zuverlässig und robust übertragen können. So haben die Bluetooth-Funk-Gateways von HMS sich sogar für die Übertragung von sicheren Daten über Profisafe bewährt.
WLAN oder Bluetooth?
Als Faustregel lässt sich festhalten: Bluetooth (IEEE 802.15.1) ist die richtige Wahl, wenn Robustheit und Stabilität der Verbindung die wesentlichen Kriterien sind. WLAN (IEEE 802.11) ist die richtige Wahl, wenn es auf einen hohen Datendurchsatz ankommt. Die Funk-Gateways von HMS unterstützen beide Technologien. Anwender können so die für den jeweiligen Anwendungsfall unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen vor Ort die am besten geeignete Funktechnologie einsetzen.
Im Umfeld von Industrie 4.0 und dem IIoT entstehen neue Maschinen- und Bedienkonzepte, bei denen die Wireless-Technologien die Grundlage für den drahtlosen Zugang in das Automatisierungssystem und zu den verdrahteten Komponenten im industriellen Netzwerk darstellen. In diesen Anwendungen übernehmen die Funk-Gateways die Funktion eines WLAN- oder Bluetooth Access Points und bieten so die Möglichkeit, mehrere Funkteilnehmer gleichzeitig in das Netzwerk einzubinden. HMS Industrial Networks sieht drei aktuelle Trends:
Das Schlagwort Bring Your Own Device (BYOD) beschreibt den Trend, bei dem moderne Smart Devices wie Tablets, Smartphones etc. genutzt werden, um über ihren integrierten Internetbrowser oder spezielle Apps Maschinen zu parametrieren, zu bedienen und Diagnosedaten abzufragen. Moderne Tablets und Smartphones bringen standardmäßig Wireless-Technologie mit und bieten Visualisierungsmöglichkeiten wie klassische HMIs. Typische Abfragen wie der aktuelle Betriebszustand der Maschine, Produktionsstückzahlen oder Diagnosedaten werden beim BYOD-Konzept nicht über teure, fest installierte HMIs erledigt, sondern über das Smart Device. Dies führt bei verketteten Systemen wie beispielsweise Druck- und Verpackungsmaschinen zu einer Kostenreduktion. Wo bisher für jede Einzelmaschine des verketteten Systems ein teures, fest installiertes HMI notwendig war, kann der Techniker über sein Tablet oder Smartphone direkt auf jede Einzelmaschine zugreifen. Der Trend wird verstärkt durch die neuen auf Windows 8 und 10 basierenden Tablets, auf denen auch Windows-basierte HMI-Standardanwendungen wie Win-CC oder Labview, die die Anwender vom stationären Windows-basierten HMI gewohnt sind, auf dem Tablet laufen.
Das Schlagwort Machine Health charakterisiert den Trend, bei dem kleinste Sensoren und Aktoren – in Anlehnung an tragbare Smart Devices für uns Menschen auch als sogenannte Wearables zusätz-liche Daten sammeln. Diese meist batteriebetrieben Sensoren nutzen die Bluetooth-4.0-Technologie, oftmals als Bluetooth Low Energy oder Bluetooth Smart bezeichnet. Die so gewonnenen Sensordaten erlauben dem Betreiber eine bessere Beurteilung des dynamischen Verhaltens und des Materialverschleißes der Maschine und helfen so, Stillstandszeiten zu reduzieren und die Zuverlässigkeit der Anlage zu erhöhen. Die batteriebetriebenen Sensoren können an jeder beliebigen Stelle – auch schwer zugänglichen Stellen – der Maschine montiert werden und messen Druck, Verschleiß, Vibration, Temperatur etc. und eröffnen neue Möglichkeiten für die Diagnose und vorausschauende Wartung. Die Übertragung der gesammelten Maschinendaten an das Automatisierungssystem ist bei diesen Kleinstgeräten aufgrund ihrer Position an der Maschine oder ihrer Größe nur wireless möglich. Mit der steigenden Vernetzung der Geräte wird die IT-Sicherheit zum Schlüsselfaktor. Mit dem Öffnen eines ehemals geschlossenen Systems für Smart Devices wächst die Gefahr unberechtigter Zugriffe. Einhergehend mit dem Einsatz der Wireless-Netzwerke und der Anbindung der Systeme an die industriellen Clouds kommen den Themen Cyber Security und Safety wachsende Bedeutung zu. Unternehmen müssen diese Risiken identifizieren, bewerten und geeignete Maßnahmen ergreifen.
Wireless Lösungen für die Praxis
HMS Industrial Networks ist seit vielen Jahren im Umfeld der industriellen Kommunikation tätig und hat ein breites Lösungsangebot für kabelgebundene Kommunikationslösungen für Feldbusse und Industrial Ethernet. Da Wireless-Lösungen mehr und mehr gefragt sind, hat das Unternehmen das Produktportfolio entsprechend erweitert. Neben den Wireless-Bridges, die oft als Kabelersatz per Bluetooth oder WLAN eingesetzt werden und häufig auch Schleifringe oder Schleppketten ersetzen, bietet HMS jetzt außerdem Lösungen für Wireless Access Points für Bluetooth und WLAN an. Diese Lösungen können im oder am Schaltschrank montiert werden. Je nach Ausführung verbindet die Wireless Bridge Ethernet-, serielle oder CAN-Netzwerke mit WLAN oder Bluetooth. Neu im Portfolio ist der Anybus Wireless Bolt, der an beliebiger Stelle direkt an der Maschine montiert werden kann. Der Wireless Bolt unterstützt 2,4- GHz/5-GHz-WLAN, Bluetooth und Bluetooth Low Energy. ge

Kontakt

info

HMS Industrial Networks GmbH
Karlsruhe
Tel. +49 721 989777-000
Video

So war das mit den Messen vor dem Auftauchen des Coronavirus: Blicken Sie mit uns zurück auf die SPS in Nürnberg...

Aktuelle Ausgabe
Titelbild elektro AUTOMATION 5
Ausgabe
5.2021
LESEN
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Automation Award
Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de