Schrittmotorklemmen Antriebstechnik von Beckhoff für die Solarforschung - wirautomatisierer

Schrittmotorklemmen

Antriebstechnik von Beckhoff für die Solarforschung

Anzeige
Das Jülicher DLR-Institut für Solarforschung hat kürzlich den Hochleistungsstrahler Synlight in Betrieb genommen. Diese bisher in der Welt einmalige Anlage besteht aus 149 Strahlern, jeweils mit der Lichtleistung eines Großkino-Projektors. Gemeinsam erzeugen sie eine Lichtintensität, die mindestens dem 10.000-fachen der natürlichen Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche entspricht. Exakt ausgerichtet werden die einzelnen Strahler über drei Embedded-PCs mit 447 Schrittmotorklemmen von Beckhoff.

Stefan Ziegler, Marketing Communications, Beckhoff Automation in Verl

Der Einsatzschwerpunkt von Synlight liegt auf der Entwicklung von Herstellungsverfahren für solare, das heißt per Sonnenenergie hergestellte Treibstoffe. Zudem finden Forscher und Industrieunternehmen aus der solarthermischen Kraftwerksbranche oder der Luft- und Raumfahrt ideale Bedingungen für Komponententests vor. Ein Anwendungsbeispiel ist die effiziente Produktion von Wasserstoff als CO2-neutraler Energieträger. Um hierfür Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten, erhitzt der Sonnensimulator Metall auf 800 °C. Bei der Zugabe von Wasserdampf reagiert das Metall mit dem Sauerstoff und der Wasserstoff wird freigesetzt. Beim weiteren Erhitzen auf circa 1.400 °C wird der Sauerstoff anschließend wieder vom Metall getrennt.

Hohe und exakt ausrichtbare Strahlungsleistung

Den Hochleistungsstrahler zeichnet ein neuartiges modulares Design aus, aufgebaut aus 149 individuell regelbaren Xenon-Kurzbogenlampen mit einem dem Sonnenlicht sehr ähnlichen Lichtspektrum. Diese ermöglichen Strahlungsleistungen von einmal bis zu 300 kW und zweimal bis zu 240 kW, in drei separat nutzbaren Bestrahlungskammern. Dort lässt sich jeweils eine maximale Flussdichte von über 11 MW/m2 erreichen. Damit, so erläutert der für Synlight zuständige Steuerungsspezialist des DLR-Instituts für Solarforschung Dr. Dmitrij Laaber, erreicht die künstliche Sonne etwa die zehnfache Leistung herkömmlicher Laboranlagen. Zwei der drei Bestrahlungskammern wurden speziell für solarchemische Anwendungen konzipiert und bieten direkten Zugang zu Gaswaschanlagen und Neutralisatoren, um die Prozessqualifizierung für die solare Brennstoffproduktion zu ermöglichen. Die Shutter-Größen von 4 m Weite und Höhe sowie Raumhöhen von 5 m bieten die Möglichkeit, auch große Elemente wie z. B. Raumfahrtkomponenten zu bestrahlen. Eine Besonderheit der Lösung ist hierbei die Multi-Fokus-Fähigkeit. Damit kann die Lichtstrahlung auch in Teilen exakt ausgerichtet und ganz nach Bedarf entweder für eine große Applikation oder für mehrere kleine Untersuchungselemente genutzt werden.

Kompakte und einfach vernetzbare Antriebssteuerung

Die innen verspiegelten Lampenschirme haben einen Durchmesser von 1 m und sind auf einer 14 m hohen, 16 m breiten Fläche wabenförmig angeordnet. Für die exakte Ausrichtung und Positionierung der einzelnen Spiegel, passend zum gewünschten Strahlungsfokus, sorgt die PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Dabei ist jeder Strahler einzeln steuerbar, wodurch verschiedenste Anordnungen und Temperaturen im Fokalpunkt möglich sind – sogar bei drei parallel stattfindenden Versuchen. Die hierfür notwendigen zahlreichen Schrittmotoren werden von insgesamt 447 kompakt bauenden, direkt in das modulare I/O-System eingebundenen Schrittmotorklemmen KL2541/KL2531 angesteuert. Diese sind wiederum über 50 Ethernet-TCP/IP-Buskoppler BK9000 mit drei Embedded-PCs CX5130 verbunden.

Die Schrittmotorklemmen KL2541 mit Inkremental-Encoder sind mit 50 V DC, 5 A für den mittleren Leistungsbereich von Schrittmotoren konzipiert. Sie integrieren die für einen großen Spannungs- und Strombereich ausgelegten PWM-Endstufen sowie zwei Eingänge für Endlagenschalter extrem kompakt im Formfaktor einer 24 mm breiten Busklemme. Die nur 12 mm breiten und für 24 V DC, 1,5 A ausgelegten Klemmen KL2531 eignen sich für unterschiedlichste kleine Schrittmotoren.

Vorteil im praktischen Einsatz

Der Vorteil im praktischen Einsatz wird laut Dr. Laaber allein schon aufgrund der großen Anzahl an Antriebssteuerungen schnell klar: „Bei der Umsetzung mit konventionellen Schrittmotorsteuerungen hätten die 447 notwendigen Einzelgeräte immens viel Platz erfordert. Zudem hätten wir jedes Gerät enorm aufwendig, umständlich und fehleranfällig mit einem eigenen Netzwerkkabel anschließen müssen. Die Lösung mit anreihbaren und systemintegrierten Schrittmotorsteuerungen in Form von Busklemmen ist hingegen wesentlich komfortabler und kompakter, zumal die Klemmen über fünf Etagen mit je zehn Klemmenkästen verteilt sind. Weitere Vorteile haben sich dadurch ergeben, dass über die Ethernet-TCP/IP-Buskoppler BK9000 sowohl die Vernetzung als auch die Steuerungsanbindung komfortabel und einfach möglich ist. Ebenfalls profitiert haben wir von Twincat. Denn eine echte Automatisierungsumgebung wie Twincat ist gegenüber einer rein hochsprachenbasierten Lösung, wie sie von den Schrittmotorherstellern in der Regel angeboten wird, viel einfacher zu programmieren.“ jg

Details zur Schrittmotorklemme KL2541 von Beckhoff:http://hier.pro/fcayY

Anzeige

Video aktuell

Industrie 4.0: Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz zeigt, wie Apps beim Sparen von Material und Energie helfen können

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Automation Award

Automation Award 2017
Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives und wählen Sie mit!
Nominierte Produkte

Für Ihren SPS IPC Drives Messebesuch erhalten Sie hier Ihren Gutscheincode zum kostenlosen Eintritt.

Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

Alle Whitepaper

Hier finden Sie alle Whitepaper unserer Industrieseiten

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de