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„Trend zur Digitalisierung betrifft viele Branchen und Messen“

Interview zur Automatica 2016 mit Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München
„Trend zur Digitalisierung betrifft viele Branchen und Messen“

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Wie die Megatrends Mensch-Roboter-Kollaboration und Digitalisierung auf der Automatica 2016 erlebbar sind, erläutert Falk Senger, Geschäftsführer Messe München. Das Thema Digitalisierung adressiert dabei insbesondere die neue Messe IT2Industry, die im Rahmen der Automatica stattfindet.

Interview: Armin Barnitzke ist Stellvertretender Chefredakteur der Automationspraxis, die wie die elektro AUTOMATION in der Konradin Mediengruppe erscheint

elektro AUTOMATION: Was werden aus Ihrer Sicht die Highlights der Automatica 2016?
Senger: Die Mensch-Roboter-Kollaboration, die professionelle Servicerobotik und die Digitalisierung in der Industrie. Daraus entstehen neue Anwendungsbereiche, die die Automatica und ihre Besucher in eine neue Dimension der Robotik und Automation führen werden.
elektro AUTOMATION: Wie gehen Sie konkret das Thema der Digitalisierung an?
Senger: Die Software spielt in der Industrie eine immer größere Rolle. Um maximal erfolgreich zu sein, müssen hier der Maschinenbau und die Softwareindustrie zusammenwachsen. Die neue Messe IT2Industry, die im Rahmen der Automatica stattfindet, widmet sich daher diesem Thema.
elektro AUTOMATION: Was passiert im Rahmen dieser neuen IT2Industry?
Senger: Die Besucher erwarten hier rund 50 Aussteller, ein spezielles Seminarforum für IT-Themen sowie ein Kongress der OPC Foundation. Letztere ist mit ihrem offenen Ansatz eine der maßgeblichen Institutionen mit dem Ziel, eine herstellerunabhängige Maschinenkommunikation zu ermöglichen.
elektro AUTOMATION: Ist die IT2Industry denn ein reines Automatica-Thema?
Senger: Die IT2Industry spiegelt generell die Digitalisierung der Produktion wider. Der Trend zur Digitalisierung betrifft viele Branchen und somit auch mehrere Veranstaltungen der Messe München. Die IT2Industry findet parallel zu den Technologiemessen productronica, electronica und Automatica statt. Die ersten zwei Veranstaltungen zeigen, dass nur ein Teil der Aussteller, abhängig vom Thema der Gastgeber-Messe, wechselt. Tendenziell kehren bekannte Aussteller gerne wieder zurück. Mit der IT2Industry, als Messe in der Messe, können wir also unsere IT Kompetenz mehrfach nutzen und die Softwareindustrie über eine einheitliche Marke an uns binden.
elektro AUTOMATION: Ist die IT2Industry also quasi das Industrie-4.0-Zentrum auf der Automatica?
Senger: Thematisch ist die IT2Industry mit dem eigenen Seminarprogramm sicher das Industrie-4.0-Zentrum. Dort werden die Softwareanbieter im Fokus stehen. Aber die Industrie 4.0 ist eines der Mega-Themen der kommenden Automatica und wird daher überall auf der Messe, den Ausstellerständen und auf unseren Sonderschauen und Industrie-4.0-Demonstratoren zu spüren sein.
elektro AUTOMATION: Ein weiterer Megatrend ist ja die Mensch-Roboter-Kollaboration? Steht der Kollege Roboter, der lange ein Forschungsthema war, jetzt endlich vor dem Praxisdurchbruch?
Senger: Die Mensch-Roboter-Kollaboration war bereits bei der letzten Automatica ein Thema. Es gibt mittlerweile erfolgreiche Praxisbeispiele. Dieses Jahr finden Anwender aus den verschiedensten Produktionsbereichen ein breiteres Angebot. Diese Entwicklung bringt neue technologische Möglichkeiten mit sich. So sind die Bildverarbeitung und Sensorik essenzielle Enabler für eine sichere Mensch-Roboter-Interaktion.
elektro AUTOMATION: Apropos Aussteller: Die Automatica ist ja als weltgrößte Robotikmesse bei den Roboterherstellern gesetzt: Wie stark sind die Themen/Branchen Assembly Solutions und Vision auf der Messe vertreten?
Senger: Die Automatica ist eine Automatisierungsmesse. Der Großteil der Aussteller kommt aus dem Bereich Integrated Assembly Solutions. Das gilt auch für die Ausstellungsfläche. Der Erfolg der Messe liegt darin, dass wir ein ganzheitliches Angebot an Automatisierung bieten. Dazu gehören weitere Schlüsseltechnologien. Neben den Schwerpunkten Integrated Assembly Solutions, Industrierobotik, professionelle Servicerobotik und industrielle Bildverarbeitung zeigt die Automatica viele Innovationen aus weiteren neun Bereichen: Positioniersysteme, Antriebstechnik, Sensorik, Steuerungstechnik, Sicherheitstechnik, Versorgungstechnik, Software, Dienstleistung und Dienstleister sowie Forschung und Technologie.
elektro AUTOMATION: Und wie kommen Sie mit der Internationalisierung der Messe voran?
Senger: Die Globalisierung und der gestiegene Wettbewerbsdruck zwingen produzierende Unternehmen, in Automatisierung zu investieren. Das kommt der Automatica zugute. Besonders erfreulich ist die Auslandsbeteiligung mit einem Plus von aktuell 33 Prozent bei der gebuchten Fläche. Es besteht großes Interesse aus China. Hier erwarten wir einige Delegationen auf der Messe.
elektro AUTOMATION: Was sind die Highlights im Rahmenprogramm?
Senger: Das International Symposium on Robotics beginnt dieses Jahr parallel zur Messe am 21. Juni. Zum ersten Mal präsentiert die OPC Foundation als Partner der IT2Industry den OPC Day Europe 2016 auf der Automatica. Die Service Robotik Demo Show zeigt Robotik zum Anfassen. Nicht zuletzt widmet sich das Automatica Forum den wichtigsten Branchenthemen.
elektro AUTOMATION: Welche Synergien ergeben sich durch die parallel stattfindenden Messen Intersolar Europe und ees Europe?
Senger: Solar Panels stehen unter einem enormen Kostendruck. Die Produktion von elektrischen Massenspeichern ist eine junge Branche. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist das Produktions-Know-how, das die Automatica Aussteller bieten.
elektro AUTOMATION: Herr Senger, wir wünschen eine erfolgreiche Veranstaltung.

Kontakt

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Messe München GmbH
München
Tel. +49 89 949-20720
www.messe-muenchen.de

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