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„Kern einer Industrie-4.0-Strategie“

Raimund Schlotmann, Geschäftsführer, Procad
„Kern einer Industrie-4.0-Strategie“

Bild: Procad
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Für Procad ist das Systems Engineering in erster Linie eine Methodenimplementierung – und ein zentraler Punkt einer Industrie-4.0-Strategie. Das PLM-Tool muss diese Prozesse unterstützen und automatisieren.

develop3: Wie definieren Sie den Begriff Systems Engineering und welche Rolle spielt dieser in Ihrer Unternehmensstrategie?

Schlotmann: Auch wenn schon sehr lange über Systems Engineering gesprochen wird, so ist diese disziplinübergreifende Zusammenarbeit leider noch nicht so konkret in die Realität eingedrungen, wie es wünschenswert wäre. Es gibt jedoch keinen Zweifel, dass der systemorientierte Entwurf, losgelöst von der Realisierungsform in Mechanik, Elektrik oder Software, eine enorme Bedeutung in der Zukunft bekommt und auch einen zentralen Punkt einer Industrie-4.0-Strategie darstellt. Aus diesem Grund arbeiten wir bei Procad daran, über unsere PLM-Projekte auf Basis von unserem Produkt Pro.File die Zusammenarbeit der Disziplinen zu erleichtern. Dies geht über die bloße gemeinsame Datenhaltung weit hinaus und sorgt für eine koordinierte Zusammenarbeit aus Sicht des Gesamtsystems.
develop3: PLM-Anbieter neigen natürlich dazu, Systems Engineering vorrangig über entsprechende IT-Tools zu ermöglichen. Entscheidender dürfte in einem ersten Schritt aber die methodische Herangehensweise sein. Ein Beispiel dafür ist etwa die Frage, wie flexibel der Entwicklungsprozess aufgestellt ist – Stichwort: Agile Softwareentwicklung versus? Vorgehen nach V-Modell. Würden Sie diese Aussage unterstreichen und welche Unterstützung können Sie an dieser Stelle anbieten?
Schlotmann: Das sehe ich ganz genauso. Das PLM-Tool muss die Prozesse unterstützen und automatisieren – also ermöglichen. So wie CRM kein Tool ist sondern eine bestimmte Methode zum Customer Relationship Management und Projektmanagement nicht mit einem Tool erledigt ist, sondern in erster Linie eine Methodenimplementierung darstellt, ist auch Systems Engineering in erster Linie eine Methodenimplementierung. Die Herausforderung in diesem Bereich dürfte vermutlich sogar weit größer sein als die PDM/PLM-Tool-Implementierung. Wir unterstützen zusammen mit unseren Beratungspartnern bei Bedarf unsere Kunden bei Fragen rund um die Einführung von Systems Engineering. In den meisten Fällen werden wir jedoch erst in der zweiten Phase nach der Methodenfestlegung hinzugezogen.
develop3: Blickt man konkreter auf die in Frage kommenden IT-Tools, stellt sich schnell die Frage, ob sich alle Aspekte des zu entwerfenden Produkts innerhalb einer umfassenden PLM-Lösung abbilden lassen oder ob eher ein sogenannter föderativer Ansatz sinnvoll ist – sprich das Zulassen mehrerer aufgabenspezifischer Tools (auch verschiedener Hersteller!) und die übergeordnete Zusammenführung in einer Art Verwaltungstool. Welchen der beiden Ansätze bevorzugen Sie?
Schlotmann: PDM und PLM müssen in dem Zusammenhang die integrative Datenhaltung und die übergreifenden Prozesse IT-gestützt ermöglichen. In meinen Augen spricht nichts gegen eine Integration verschiedener Lösungen für andere Teildisziplinen – wie beispielsweise das Systemdesign. Es ist in meinen Augen sowieso unerlässlich, dieses Zusammenspiel zu ermöglichen – genauso wie bereits heute PDM und PLM verschiedene CAD-Systeme aus Mechanik, Elektrotechnik und Elektronik sowie Software-Design, Office-Applikationen, CRM-Lösungen und die ERP-Welt integrieren. co

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