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Open Industry 4.0 Alliance und GAIA-X Foundation sind eng über Personen verknüpft

Über Personen eng verknüpft
Open Industry 4.0 Alliance und GAIA-X Foundation

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Gerd Hoppe: „Die GAIA-X-Initiative wurde gleichermaßen von Politik, Verwaltung und Industrie im Umfeld der Industrie-4.0-Bewegung ins Leben gerufen“ Bild: Beckhoff
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(ge) Mit der Initiative von Deutschland und Frankreich zur internationalen Cloud- und Dateninfrastruktur GAIA-X soll in Brüssel eine sichere, vertrauenswürdige Dateninfrastruktur vorangetrieben und damit auch die digitale Souveränität von Europa gefördert werden. Im Juni 2020 haben nun 22 Unternehmen und Organisationen aus Frankreich und Deutschland – darunter auch die Beckhoff Automation GmbH & Co. KG in Verl – mit der Gründung der GAIA-X Foundation einen weiteren großen Schritt hin zur europäischen digitalen Infrastruktur getan. Die Open Industry 4.0 Alliance zählt inzwischen 60 weltweit agierende Mitglieder. Die Arbeitsprinzipien und Ziele der Organisationen sind sich ähnlich.

Informelle Zusammenarbeit

Der Zusammenhang zwischen beiden Non-Profit-Organisationen ist informeller Art. Viele Mitglieder der Alliance arbeiten gleichzeitig in der Foundation in den entsprechenden, thematisch oder technisch orientierten sowie branchenspezifischen Workgroups mit. Bei der Open Industry 4.0 Alliance kam schon früh der Gedanke auf, dass die Cloud-Angebote der verschiedenen Maschinenbauer und Automatisierungsanbieter für sich allein die tatsächlichen Bedürfnisse eines Kunden nie ganz abdecken können. Zudem fehlen dabei einige Funktionen, die Anlagen-Betreiber benötigen. All das ist von besonderer Bedeutung für die Open Industry 4.0 Alliance als eine Organisation, welche die Umsetzung einer offenen Lösung aus Sicht des Anwenders vorantreibt. Dementsprechend werden die Verbindung zu allen bestehenden Cloud-Angeboten sowie die Einbindung in einen Workflow für die Asset-Verwaltung beim Betreiber als Schlüssel zu einem herstellerübergreifenden, offenen, Anbieter-neutralen Angebot von aufeinander abgestimmten Produkten angesehen.

Cloud-Angebote können die Bedürfnisse eines Kunden nie ganz abdecken

Gerd Hoppe, Corporate Management bei der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, ist Gründungsmitglied bei beiden Organisationen Open Industry 4.0 Alliance und GAIA-X Foundation. Er erklärt den Zusammenhang zwischen den beiden Non-Profit-Organsisationen: „Die GAIA-X-Initiative wurde gleichermaßen von Politik, Verwaltung und Industrie im Umfeld der Industrie-4.0-Bewegung ins Leben gerufen. GAIA-X zielt auf einen über industrielle Anwendungen hinausgehenden Data Space ab, in dem sich Industrie mit Verwaltung, Healthcare, Mobilität, Smart Home, Energie, Landwirtschaft und vielen weiteren Anwenderdomänen treffen. Insbesondere für die Marktbeteiligten in den Investitionsgüterindustrien, die Automatisierungstechnologie als Enabler ihrer Produkte verwenden, ist die Nutzung von Cloud-Technologien unter den genannten Prinzipien sehr wünschenswert. Schließlich formulieren viele Anwender spezielle Anforderungen für die Nutzung der sogenannten Hyperscaler-Clouds. Darüber hinaus wird mancher Nutzer von Cloud-Technologie gegenüber seinem Kundenkreis ebenfalls ein Clouddienst-Anbieter. Insofern ist eine Mitwirkung der entsprechenden Unternehmen – und damit auch der Open Industry 4.0 Alliance – an GAIA-X höchst wünschenswert.“

„Der Grundsatz der Alliance lautet: Datensouveränität für alle Beteiligten mit privaten, geteilten und öffentlichen Daten für jeden Anwender und Anbieter in der Supply Chain bis zum finalen Produkt!“ sagt Nils Herzberg, Sprecher des Vorstands der Open Industry 4.0 Alliance und Global Head Strategic Partnerships for Digital Supply Chain and Industry 4.0 bei SAP. „Dieser Grundsatz lässt sich deutlich einfacher umsetzen, wenn ein offenes, Daten-souveränes, föderales Datenökosystem zur Verfügung steht, über das zahlreiche Allianz-spezifische Aufgaben abgewickelt werden können. Insofern begrüßt und unterstützt die Open Industry 4.0 Alliance die GAIA-X-Initiative und beabsichtigt, ihre Angebote darauf abzustimmen und nach Möglichkeit zu portieren. Wir verstehen uns als die ‚Ärmel-hoch-Allianz‘ und deshalb arbeiten viele von uns unvoreingenommen und neutral daran, dass die Dinge auch wirklich passieren.“

Organisationen denken vom Anwender aus

Schon das Konzept zu GAIA-X entstand ganz im Sinn der Alliance, und zwar mit der Idee, ein Datenökosystem vom Standpunkt eines Datenproduzenten oder Dateneigentümers und -anwenders als Souverän über diese Daten zu denken und einen offenen, einheitlichen Zugang zu einem Data Space zu schaffen. Daraus entwickelte sich der faszinierende Plan, ein europäisches Datenökosystem mit einer Schicht zu implementieren, die von und zwischen all diesen Infrastrukturanbietern und -nutzern in einer Domäne und über Domänengrenzen hinweg Verwendung finden und den Datenaustausch beflügeln soll. Das übergreifende, zwingende Ziel besteht darin, europäische Werte im Sinne eines ehrbaren Kaufmanns zu vermitteln und nicht den Kunden als Produkt zu verstehen – das Zauberwort heißt „Trust“, ergänzt durch eine föderale Verwaltung von Identität und Zugang sowie klar geregelte Prinzipien für die Speicherung, das Teilen und Verwerten von Daten unter der Kontrolle des Dateneigners (Data Sovereignty). Die Mitglieder der Allianz listen über 155 Produkte und Dienstleistungen auf, die von ihnen in den kommenden Jahren gemäß den Interoperabilitäts-Richtlinien der Open Industry 4.0 Alliance umgestaltet werden sollen.

Beckhoff ist Gründungsmitglied der GAIA-X Foundation

Mit der von der internationalen Non-Profit-Organisation GAIA-X Foundation, Brüssel, vorangetriebenen Data-Space-Initiative soll eine sichere, vertrauenswürdige Dateninfrastruktur und damit auch die digitale Souveränität von Europa erreicht werden. Dahinter steht eine vielschichtige Gruppe von europäischen Unternehmen, Institutionen und Verbänden, die auch weiteren potenziellen Mitgliedern offensteht. Ziel sind die Verfeinerung und Erweiterung von Use-Case-Szenarien sowie der Aufbau einer Organisation und erster Demonstratoren in geförderten Projekten.

Im Rahmen der Initiative GAIA-X haben bislang bereits mehr als 170 Teilnehmer und über 150 Organisationen aus Frankreich und Deutschland, aber auch aus Finnland, Italien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und Spanien in zwei umfassenden Themen-Workstreams zusammengearbeitet. Vertreten sind dabei die User-Domänen Energie, Gesundheitswesen, Industrie 4.0/KMU, Mobilität, öffentliche Infrastruktur und Verwaltung sowie Smart Living, Finanzwirtschaft und Landwirtschaft. Nun haben 22 Unternehmen und Organisationen in Frankreich und Deutschland – darunter auch die Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl – mit der Gründung der GAIA-X Foundation einen weiteren großen Schritt hin zu einer europäischen digitalen Infrastruktur getan. Deren Aufbau soll sich mit Adressierung, Datenverfügbarkeit, Interoperabilität, Portabilität, Transparenz und fairer Beteiligung befassen.

Durch die Arbeit in den domänenspezifischen und gemeinsamen Arbeitskreisen entstand die Idee eines gemeinsam nutzbaren Layers aus Basisfunktionalitäten für einen europäischen Data Space. Beckhoff hat in diesem Prozess aktiv mitgearbeitet und sich insbesondere in der Workgroup Industry 4.0/KMU und der Abstimmung aller Domänenpaten mit den Infrastrukturprovidern im Projekt eingebracht. Dazu erläutert Gerd Hoppe, Corporate Management bei Beckhoff: „Viele Prinzipien von GAIA-X decken sich mit unserer Philosophie einer offenen, passgenauen, kontinuierlich ausbaubaren Kommunikations- und Data-Space-Technologie für Anwender.“

Die große Bedeutung der Kundenorientierung bestätigt Gerd Hoppe: „In zahlreichen Gesprächen mit Kunden und Organisationen wurde und wird der Bedarf an einem gemeinsam nutzbaren, europäischen Daten Ökosystem zunehmend deutlich. Entscheidend ist dabei, dass dieses sich von allen Infrastrukturanbietern und -nutzern in einer Anwendungsdomäne und über Domänengrenzen hinweg nutzen lässt. Außerdem sind für eine möglichst schnelle Akzeptanz im Markt individuelle und domänenspezifische Standards zu übernehmen. GAIA-X hat hier großes Potenzial, um mit offenen Kommunikationsstrukturen Inkompatibilitäten zu vermeiden.“ (ge)

Kontakte:
Beckhoff Automation GmbH & Co. KG
Hülshorstweg 20
33415 Verl
Tel: +49 5246 963-0
E-Mail: info@beckhoff.de
www.beckhoff.de

Open Industry 4.0 Alliance
c/o Endress+Hauser Process Solutions AG,
Christoph-Merian-Ring 12
4153 Reinach, CH
E-Mail: info@openindustry4.com
www.openindustry4.com

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