Kennzeichnungslösungen für die Elektrotechnik- und Elektronikbranche Produktpiraten das Handwerk erschweren - wirautomatisierer

Kennzeichnungslösungen für die Elektrotechnik- und Elektronikbranche

Produktpiraten das Handwerk erschweren

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Nahezu jeder Bereich der Elektrotechnik und Elektronik ist davon betroffen: Produktpiraten bauen ungeniert hochwertige Produkte nach und schädigen im schlimmsten Fall mit minderwertigen Artikeln den Ruf des Markeninhabers. Kennzeichnungsspezialist KBA-Metronic bietet Lösungen, die mit codierten Aufdrucken echte Produkte leichter erkennbar machen und die Rückverfolgbarkeit der Originalware gewährleisten.

Kaum ein Hersteller aus der Elektrotechnik- und Elektronikbranche dürfte bislang von Produktpiraten verschont geblieben sein. Den Produkten selbst ist ein Nachbau oder gar die Fälschung kaum anzusehen. Die Qualität von Schaltern, Steckverbindern, Kabelsätzen, Kondensatoren oder elektronischen Bauteilen ist auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen.

Ein Mittel, um nachgebaute und gefälschte Produkte rechtzeitig zu erkennen, sind aussagekräftige Produktkennzeichnungen mit codiertem Herstellungsdatum, der Chargennummer und weiteren Daten. In der Wareneingangsprüfung lassen sich Teile mit solch detaillierten Kennzeichnungen leichter von gefälschten unterscheiden. Ein weiterer Vorteil der Produktkennzeichnung ist die Rückverfolgbarkeit. Im Falle eines Produktionsfehlers können die fehlerhaften Teile anhand ihrer Kennzeichnung identifiziert und aussortiert werden.
Inkjet, Heißpräger und Lasersysteme
„Wie in allen Branchen gibt es auch für Anwendungen in der Elektrotechnik und Elektronik eine Reihe von Kennzeichnungstechnologien, die in bestimmten Aufgabenstellungen ihre spezifischen Stärken haben“, erklärt Oliver Volland, Geschäftsführer der KBA-Metronic, und macht deutlich: „Die bevorzugte Lösung sind Inkjet-Systeme, die gerade bei variierenden Zusammensetzungen von Kunststoffen ein gutes Kennzeichnungsergebnis liefern. Für Anwendungen mit einfacher Kennzeichnung können Heißpräger die Lösung sein. Lasersysteme sind stärker Compound-abhängig als Inkjets und Heißpräger.“
Tintenstrahldrucker kommen etwa mit kleinen Schriften in hoher Lesbarkeit mit dem zumeist geringen Platz für die Kennzeichnung aus. „Mit dem alphaJet pico (CIJ) haben wir einen Tintenstrahldrucker im Sortiment, der ein 5-zeiliges Druckbild in konstanter Qualität auch auf unebenen und strukturierten Oberflächen schreibt“, erläutert Volland. Mit seinem Düsendurchmesser von 42 µm liefere der Drucker gute Druckergebnisse mit kleiner, feiner und klarer Linienstruktur. Dies sei wichtig für die problemlose Erkennung von Codes wie DMC, 2D und DotCode mit handelsüblichen Lesegeräten. Auch bei der Beschriftung extrem dünner Kabel mit Kabelquerschnitten von rund 0,35 mm2 liefere das Gerät ein gutes Druckbild. Mit Schnittstellen wie Ethernet, RS232 und USB lässt sich der Drucker reibungslos in die Linie integrieren und kann mit Kamerasystemen zur Kontrolle der Druckbildqualität zusammenarbeiten. Je nach Markierfeld und Lesbarkeitsprüfung durch den Kunden erzielt das Gerät dabei Druckgeschwindigkeiten bis zu 695 m/min.
Neben dem alphaJet pico bietet KBA-Metronic noch weitere Inkjet-Kennzeichnungssysteme an, sodass für nahezu jede Anforderung eine passgenaue Beschriftungslösung zur Verfügung steht. Im Steckverbinderbereich lassen sich etwa alle Arten von Verbindungs- und Installationsklemmen markieren. Auch Schalter, Tasten, Sicherungen und Platinen werden damit gekennzeichnet.
„Neben dem Drucker ist die Tinte mitentscheidend für die erfolgreiche Umsetzung einer Kennzeichnungsaufgabe“, erläutert der Kennzeichnungsexperte. Zu beachten gelte die Haftung der Tinte auf dem Material, die Struktur der Oberfläche, die Trocknungs- und die Druckgeschwindigkeit. Das Tintensystem des alphaJet kann neben Standardtinten wie MEK, Ethanol-Aceton und Ethanol auch pigmentierte und PVC-Tinten verarbeiten. Für den kontrastreichen Druck hat KBA-Metronic spezielle Pigmenttinten entwickelt. Eine hellblaue Pigmenttinte ist etwa auf dunklem und hellem Untergrund gut erkennbar. Auch weiße Pigmenttinte bietet sich bei dunklen Oberflächen an. Mit UV-lesbaren Tinten lassen sich beispielsweise unauffällige Kennzeichnungen aufbringen, die zusammen mit codierten Informationen als Echtheitsnachweis dienen können. Durch eine integrierte Lösungsmittelrückgewinnung arbeitet das Tintensystem sparsam im Verbrauch.
Die Tinte macht den Unterschied
Für die Kennzeichnung von Kabeln, Schutzschläuchen und Kabelrohren eignen sich neben Inkjet-Druckern auch Heißprägegeräte und Lasersysteme. Heißpräger werden bevorzugt zum Markieren von Kabeln genutzt, weil sie gute Beschriftungsergebnisse auf unterschiedlichen Kunststoffen liefern. Ein Vorteil von Laserkennzeichnungsgeräten besteht darin, dass kein Verbrauchsmaterial wie Tinte anfällt und die Betriebskosten damit im überschaubaren Rahmen bleiben. Sie kennzeichnen Produkte dauerhaft mit gestochen scharfen Texten, Logos und Grafiken, die im Stillstand oder in der Bewegung aufgebracht werden können. Unter der Bezeichnung laserSystem führt KBA-Metronic mehrere Lasertechnologien im Sortiment. Für die Laserkennzeichnung von metallischen Oberflächen eignen sich beispielsweise YAG- und Faserlaser. Ein CO2-Laser kann Kunststoffe kennzeichnen und schneiden.
Neben der Integrationsfähigkeit in die Linie sind Softwarelösungen für die Arbeitsvorbereitung und die Gerätesteuerung entscheidend für den erfolgreichen Einsatz der Kennzeichnungssysteme. KBA-Metronic führt Software für die unterschiedlichsten Kennzeichnungssysteme im Portfolio. Code-M ist ein modulares Paket von Softwarelösungen für Tintenstrahldrucker der alphaJet (CIJ)- und betaJet (TIJ)-Serien. Neben der klassischen Linienüberwachung und dem Handling der Geräte via PC unterstützt code-M auch Datenbankanbindungen, den Einsatz von Windows-Druckertreibern und die Steuerung einer integrierten Kameralösung für die Prüfung der Kennzeichnungsqualität. Mit der Anbindung an ein ERP-System wie SAP fügen sich die Kennzeichnungssysteme nahtlos in die betriebliche Waren- und Produktionswirtschaft ein.
Unter der Reihe code-M sector stehen verschiedene branchenspezifische Lösungen zur Verfügung. Im Elektrotechnikbereich ist ein Softwaremodul für den Kabelmarkt erhältlich. Mit code-M sector kann die Steuerung des Kennzeichnungsgeräts beispielsweise nach dem Bedrucken ein Schneidesignal an die Anlage senden, ohne dass konstruktive Anpassungen am Drucker nötig sind. Die Software unterstützt auch die automatische Meter/Fuß-Markierung.
Für Lasersysteme enthält das Portfolio Programme wie Scanlinux, Marca Lite und Marca Full Graphics. Anhand der in Marca Full Graphics integrierten 3D-Funktion kann der Laser auch auf gewölbten Oberflächen wie Kabelrohren oder Rundsteckverbindern verzerrungsfrei arbeiten. Ein Pilotlaser hilft beim Einrichten, indem er die zukünftigen Druckpositionen auf dem Produkt als Vorschau abbildet.
Bei KBA-Metronic ist man sich darüber einig, dass die Anforderungen an die Kennzeichnungsgeräte hinsichtlich Performance, Vernetzung, Software und flexiblem Einsatz weiter steigen werden. Volland ist überzeugt, dass „neben der Produktpiraterie und Rückverfolgbarkeit besonders der Weg in Richtung Industrie 4.0 die schrittweise Verbesserung bestehender Produkte und die Entwicklung von Innovationen erfordert“. mc

INFO & KONTAKT

KBA-Metronic GmbH,
Veitshöchheim
Tel. +49 931 9085–0
Details zu den Inkjet-Systemen:
http://t1p.de/8mix
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