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Schaltpläne im Schaltschrankbau via Eplan eView cloudbasiert abstimmen

Eplan eView im Schaltschrankbau bei IWS
Cloudpower im Schaltschrankbau

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Um Engineeringdaten im Schaltschrankbau standortübergreifend und cloudbasiert zu nutzen, setzt IWS auf Eplan eView. Mit der Cloud-Anwendung ist es dem Dienstleister im Schaltschrankbau möglich geworden, seine Bearbeitungsstände digital sowie sicher und transparent zu teilen und zu kommentieren, was sowohl innerhalb des Unternehmens als auch in der Zusammenarbeit mit Kunden viele Vorteile bietet.

Nico Schröder, Korrespondent digital AUTOMATION, Augsburg

Qualitativ hochwertige Daten im Engineering und digitale Durchgängigkeit sind auch im Schaltanlagenbau wichtige Erfolgskriterien. Welche Vorteile digitale Prozesse bieten, um den Schaltschrankbau möglichst kollaborativ zu gestalten und Informationen weitestgehend digital zu verwalten, zeigt die Engineeringsoftware Eplan eView. Mit ihr lassen sich in Eplan erstellte Schaltpläne cloudbasiert abstimmen – und zwar mit Kollegen, aber auch unternehmensübergreifend mit Kunden und Dienstleistern. Daten, die in der Plattform erzeugt und angereichert worden sind, werden Benutzern – vom Engineering über die Fertigung und Montage bis hin zu Service und Instandhaltung – per Cloud bereitgestellt. So können die Projektdaten standortunabhängig per Browser gesichtet und Änderungen kommentiert werden.

Als Schaltanlagen- und Steuerungsbauer nutzt unter anderem IWS diese Cloudfunktionalität. Das Familienunternehmen mit etwa 70 MitarbeiterInnen und Sitz in Ichenhausen plant, konstruiert und fertigt Schaltschränke. Der Schwerpunkt dabei liegt auf dem Sonderschaltschrankbau.

Cloudbasiertes Arbeiten im Schaltschrankbau

Gerade im Verlauf der konstruktiven Dienstleistungen wie der Elektrokonstruktion, aber auch in der Fertigung von Schaltschränken, werden für IWS die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit spürbar, die eView bereithält. Stefan Glogger, Konstruktionsleitung und Vertrieb bei IWS, sagt zur Cloudtechnologie: „Als Dienstleister sind wir froh, wenn sich mehr Engineering in die Cloud verlagert, weil wir so konsequenter digital und flexibler arbeiten können. Und von den Vorteilen dieser digitalen Arbeitsweise sind vor allem Kunden im Engineeringbereich, die neu über eView mit uns arbeiten, begeistert.“ Cloudbasiert arbeitet IWS beim Austausch von Schaltplänen, Abnahmen, Freigaben und Kommentierungen durch Kunden, um keine Papiere oder PDF-Pläne mehr hin- und hersenden sowie abgleichen zu müssen.

Transparente und eindeutige Bearbeitungsstände

Stattdessen arbeiten auch die Kunden über einen Link direkt in eView und kommentieren cloudbasiert. So werden Kommentare für IWS unmittelbar sichtbar und lassen sich direkt bearbeiten. Fragen lassen sich flexibler und schneller klären. „Bearbeitungsstände sind transparent und eindeutig – der Abgleich ist immer da“, erklärt Glogger und meint: „Wir wollen das weiter vorantreiben, sodass sich die digitale Arbeitsweise ohne Papier oder PDFs auch bis in die Fertigung etabliert.“

Vorteile des cloudgestützten Arbeitens liegen für Thomas Michels, Senior Director Cloud Business Software bei Eplan, auf der Hand: „Häufig sind es Engineering-Dienstleister, die beispielsweise im Auftrag eines Maschinenbauers die Schaltschränke planen. Über die Projektlaufzeit gibt es immer wieder Reviews, Abstimmungen mit den Kunden und Statusberichte. All diese Zwischenstände können in der jeweils neuesten Version auf ePulse bereitgestellt werden. So haben alle Beteiligten über eView stets Zugriff auf den aktuellen und einheitlichen Stand.“ Übrigens: Alle Cloud-Anwendungen von Eplan sind unter ePulse zusammengefasst.

Als einzelnes Werkzeug steht eView allen Projektbeteiligten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Verfügung, sobald sich diese in der ePulse-Cloud-Umgebung, die auf Microsoft Azure basiert, registriert haben. Die zentrale technische Voraussetzung ist die Verwendung einer aktuellen Version der Eplan-Plattform. Ab Version 2.8 kann eView genutzt werden. Seit Anfang dieses Jahres steht Anwendern die aktuelle Version 2.9 zum Download bereit.

Vor allem die sogenannte Greenlining- und Redliningfunktion des Engineeringwerkzeugs, mit der ein strukturierter Informationsfluss zwischen den Beteiligten aufgebaut wird und bei dem KonstrukteurInnen zugleich die Hoheit über ihre Schaltpläne und Projekte behalten, schätzt IWS als Dienstleister.

Kernfunktion, um zu kommentieren

„Im Greenlining sieht allein der Bearbeiter den Kommentar. Im Redlining sieht auch der Konstrukteur den Kommentar, da eine Meldung in Eplan sichtbar wird. Der Konstrukteur kann direkt auf die Schaltplanseite springen, wo der Kommentar hinterlassen worden ist, kann Änderungen vornehmen und den Status entsprechend anpassen. Ein Elektriker wiederum kann die Änderungen und Anpassungen nachvollziehen“, erklärt Glogger.

Review-Prozesse – digital und zuverlässig

Transparente Datensicherheit innerhalb der Cloudanwendungen will Eplan mit seinem Trust Center gewährleisten, das industriellen Ansprüchen auf den Ebenen Plattformüberwachung, Gefahrenanalyse und Störungsmanagement genügen soll. So werden die Systeme und Infrastrukturen laut Eplan dauerhaft von einem professionellen Team überwacht, das potenzielle Bedrohungen proaktiv aufspürt: Entsprechend führt ein Security-Operations-Team regelmäßig sogenannte Penetrationstests durch, um die Sicherheit der eigenen Systeme sowie Infrastrukturen zu analysieren und mögliche Schwachstellen frühzeitig erkennen zu können. Regelmäßig und automatisiert wird auch ein Patch-Management durchgeführt, um eine sofortige Reaktion auf Patch-Updates zu ermöglichen, sodass die Risiken eines Datenverlustes minimiert sind. Im Falle einer Störung werden die Nutzer per Health Dashboard in Echtzeit auf dem Laufenden gehalten. Darüber hinaus setzt ePulse auf den gezielten Wissensaustausch mit Branchenpartnern und Nutzern, um seine Systeme und Services ständig zu optimieren.

Digitalisierung bringt Schnelligkeit am Markt

Für Alexandra Spring, als Geschäftsführerin von IWS, entspricht die digitale, cloudbasierte und zugleich sichere Arbeitsweise mit einem Engineeringwerkzeug wie Eplan eView dem Weg und Ziel, von der Elektrokonstruktion bis zur Inbetriebnahme des fertigen Schaltschrankes möglichst effizient und papierlos zu arbeiten. Sie sagt: „Die Anforderungen unserer Kunden sind Schnelligkeit, Qualität und Partnerschaftlichkeit – zudem kurze Dienstwege und die Möglichkeit, Änderungswünsche flexibel und kurzfristig bis zur Auslieferung des fertigen Schaltschranks umzusetzen.“

Details zur Cloud-Registrierung
und eView-Nutzung auf Youtube unter:
hier.pro/BQU4X

Kontakte:

Eplan Software & Service GmbH & Co. KG
An der alten Ziegelei 2
40789 Monheim am Rhein
Tel.: +49 (0)2173 3964–0
Fax: +49 (0)2173 3964–25
E-Mail: info@eplan.de
www.epulse.com
www.eplan.de
www.friedhelm-loh-group.com

IWS GmbH
Nordendstraße 20
89335 Ichenhausen
Tel.: +49 (0)8223/96640–0
Telefax : +49(0)8223/96640–29
E-Mail: info@iws-gmbh.net
www.iws-gmbh.net


Zum Anwender

Als Dienstleister im Schaltanlagen- und Steuerungsbau plant und fertigt IWS im Jahr bis zu 1200 Schaltschränke, wobei der Schwerpunkt auf Sonderschaltschränken liegt. Etwa fünf Prozent werden selbst konstruiert. Kunden profitieren bei Bedarf von einer Zertifizierung nach UL508A sowie einer UL698 Ex-Zulassung. Des Weiteren fertigt IWS bei Bedarf im eigenen Reinraum nach DIN EN ISO 14644 sowie ISO Klasse 6 und bietet auch Kabelkonfektionen an.

Softwaregestützter Schaltschrankbau

Von einzelnen Kunden kommen in der Regel ein fertiger Schaltplan, der in über der Hälfte der Fälle mit Eplan erstellt worden ist, sowie eine fertige Stückliste.
Der Schaltschrankbau beginnt mit Eplan Electric P8 als E-CAD-Tool sowie anhand des Pflichtenheftes. Die E-Pläne sind nach Funktionen strukturiert. Die Elektrokonstruktion erstellt einen allpoligen Stromlaufplan, bei dem sich möglichst alles, was zur Funktion gehört, auf einer Schaltplanseite befindet: Zum Antrieb oder Aktor/Sensor, zu dem zusätzliche Teile der Steuerung wie Ein- und Ausgänge dazugehören, werden funktionale Codes angelegt, die sich später einfacher kopieren lassen. In der späteren Wartung wird es damit einfacher, mögliche Fehler zu finden, da wenige übersichtliche Seiten verwendet werden können, die alle Informationen enthalten.

Zu den funktionalen Aspekten, unter denen Schaltpläne besser konfiguriert werden können, erläutert IWS-Konstruktionsleiter Stefan Glogger: „Diese Arbeitsweise forciert auch Eplan, da sich die Funktionen gut strukturieren und in Makro-Projekten verwalten lassen, Fehler sollen sich zentral ausbessern lassen, Kopien aus älteren Planständen soll es nicht geben. Inbetriebnehmer kommen mit weniger Schaltplanseiten aus und verwenden nur die Funktion, an der sie arbeiten, was die Inbetriebnahme und Fehlersuche vereinfacht.“

Wenn der Schaltplan fertig erstellt und vom Kunden abgenommen ist, nutzt IWS den Beschriftungsexport und gängige Beschriftungssysteme wie von Phoenix Contact, Weidmüller oder Wago, um bestmöglich auf Kundenanforderungen reagieren zu können. Aktuell plant IWS, sich künftig den Weg über die Text-Files zu sparen und direkt eine Clip-Project-Datei zu schreiben, die der Beschrifter nur noch einlesen und drucken müsste.

Planungstiefe, Genauigkeit und Schnelligkeit

3D-Aufbauzeichungen erstellt IWS in Eplan Pro Panel und exportiert Bohrbilddateien, um das Bearbeitungszentrum zu programmieren, das die mechanischen Schaltschrankkomponenten vollautomatisch bearbeitet. Glogger schätzt die Software für die „Planung in die Tiefe und die Genauigkeit sowie Schnelligkeit“. Voraussetzung sei, dass alle notwendigen Daten in der Datenbank enthalten sind, so Glogger: „Wir unterstützen Kunden auch bei der Einführung von Pro Panel. Die Hauptarbeit ist es, ihre Datenbank auf Vordermann zu bringen und die Daten, die sie brauchen, anzulegen: Bohrbilder und Anschlussbilder beispielsweise, um Drähte zu routen und im digitalen Zwilling gleich verlegen zu können sowie Drahtsätze auszugeben.“

In 3D geroutete Daten können über ein Plugin beispielsweise in die CAD-Kabel-Software importiert werden. „Das ergibt mindestens 20 % Zeitersparnis bei der Verdrahtung, der richtigen Bündelung und beim Einsatz des geeigneten Klemmenmaterials“, sagt Glogger.

Als künftigen Montagetrend – gerade vor dem Hintergrund des Facharbeitermangels – sieht Glogger die Möglichkeit, verstärkt mit Hilfskräften mit Tablet und Verdrahtungslisten zu arbeiten, wobei Fachkräfte den Schrank später prüfen und höherqualifizierte Arbeiten erledigen können, wenn beispielsweise „weniger saubere Routinginformationen vorliegen“. „Weitergedacht, und wo Eplan softwareseitig hingeht, wenn man sich die Datenbank ansieht, ist die Verdrahtung der Montageplatten via Roboter bei Serienaufträgen“, meint Glogger.

www.iws-gmbh.net


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