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Was bringt die Zukunft für TSN und industrielles Ethernet?

CLPA: Informationen sind der Rohstoff der Zukunft
Was bringt die Zukunft für TSN und industrielles Ethernet?

OPC UA TSN CLPA
John Browett, General Manager der CC-Link Partner Association (CLPA) Europe, zum Thema Time-Sensitive Networking (TSN) und zur Zukunft des industriellen Ethernets Bild: CLPA
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Informationen sind inzwischen der wichtigste Rohstoff für die internationale Fertigungsindustrie, meint John Browett, General Manager der CC-Link Partner Association (CLPA) Europe. Große Datenmengen handhaben zu können, sei eine der wichtigen Voraussetzungen. „In diesem Zusammenhang ist in letzter Zeit das Interesse an TSN stark gewachsen.“ Diese Technologie, die von der IEEE 802.1-Arbeitsgruppe ursprünglich für professionelle audiovisuelle Systeme entwickelt wurde, hat das Potenzial, die Einschränkungen herkömmlicher industrieller Ethernet-Netzwerke zu überwinden, die deren Vordringen in Industriebereiche wie Automobilbau und Fertigung bislang entgegenstanden. „Konkret dienen die offenen technischen Standards der Reihe IEEE 802.1 der Etablierung von Determinismus und Konvergenz von IT und OT. Auf diese Weise kann ein einzelnes industrielles Ethernet sowohl zyklische als auch transiente Daten verwalten und gleichzeitig die erfolgreiche Bereitstellung zeitkritischer Daten sicherstellen“, kommentiert John Browett: „Innovative TSN-Netze sind insbesondere darauf ausgelegt, den Datenverkehr effizient zu organisieren und Verzögerungen zu verhindern.“ Die Arbeit an der TSN-Technologie und ihrer Richtlinien ist noch nicht abgeschlossen. Während Standards wie IEEE 802.1Qbv – „Enhancements for Scheduled Traffic“ bereits ratifiziert und publiziert sind, befinden sich andere noch in der Entwicklung oder Überarbeitung, wie die IEEE 802.1AS-Rev – „Timing and Synchronization for Time-Sensitive Applications“.

Auch wenn die Lösung des IEEE universelle Konnektivität und Kompatibilität anstrebt, können bei Unternehmen, die jetzt ihre ersten TSN-Produkte implementieren, unterschiedliche Standards zum Zuge kommen, was faktisch zu Inkompatibilitäten der Geräte führen kann. In dieser frühen Phase tut der Endanwender gut daran, seine TSN-Produkte sorgfältig auszuwählen, z. B. solche, die auf den derzeit anerkannten IEEE-802.1-Standards basieren. Um hierbei zukünftige Probleme zu vermeiden, arbeitet die Arbeitsgruppe IEC/IEEE 60802 derzeit an der Standardisierung von TSN für die Industrieautomatisierung. Laut John Browett hat sich die CLPA entschieden, den anerkannten Standard IEEE 802.1AS, die Grundlage für zeitkritische Kommunikation, und IEEE 802.1Qbv für die aktuzelle CC-Link-IE-TSN-Netzwerktechnologie zu übernehmen.

„Unsere Prognose ist, dass wir im Zuge der Marktentwicklung die Konsolidierung und Einführung von TSN in einer Vielzahl bestehender Anwendungen sowie die zunehmende Nutzung offener Technologien für ein breiteres Lösungsspektrum erleben werden“, prognostiziert John Browett: „Dafür sprechen die Ankündigung auf der SPS/IPC/Drives 2018 zu OPC UA mit TSN bis in die Feldebene und die Unterstützung dieses Plans durch alle relevanten Automatisierungsanbieter, so auch den wichtigen CLPA-Partner Mitsubishi Electric.“ Dies werde jedoch nicht der einzige Trend in der industriellen Kommunikation bleiben. Während TSN die Werkzeuge für die Organisation des Datenverkehrs und die Priorisierung zeitkritischer Informationen bereitstelle, werde die ausreichende Bandbreite weiterhin von entscheidender Bedeutung sein, um die ständig wachsenden Mengen an zyklischen und transienten Daten langfristig zu unterstützen die in selben Netzwerk verwaltet werden können, „wobei die Gigabit-Kapazität, wie sie von CC-Link IE TSN unterstützt wird, immer wichtiger wird.“ ge

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CLPA-Europe

Peter Dabringhaus

Mitsubishi-Electric-Platz 1

40882 Ratingen

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