Konstantin Klein, Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG)

Verschiedene Netzwerke lassen sich zusammenschließen

Netzwerke
Konstantin Klein, Technology Marketing Manager bei der Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) Bild: EPSG
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Bestehende Powerlink-Installationen ließen sich nahtlos in neue OPC-UA-over-TSN-Netzwerke integrieren, sagt Konstantin Klein, Technology Marketing Manager bei der Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG). Bereits auf der SPS IPC Drives 2018 habe die EPSG dies in einer herstellerübergreifenden Live-Demo gezeigt. Möglich werde dies durch die Companion Specification zwischen Powerlink und OPC UA.

elektro AUTOMATION: Auf der SPS IPC Drives 2018 wurde die Verantwortung für die Standardisierung rund um das Thema Time-Sensitive Networking (TSN) in Verbindung mit dem M2M-Kommunikatonsprotokoll OPC UA mehr oder weniger an die OPC-Foundation deligiert. Wie beurteilen Sie diesen Schritt?

Konstantin Klein (Ethernet Powerlink Standardization Group): Wir haben die Vision der OPC Foundation an einer vollständig schnittstellenfreien Kommunikation für die Fabrik der Zukunft immer geteilt und daher frühzeitig eine Companion Specification für Powerlink und OPC UA erarbeitet. Mit OPC UA over TSN lassen sich unterschiedliche Powerlink-Maschinen-Netzwerke zu einem gemeinsamen Echtzeit-Netzwerk zusammenschließen. Gemeinsam erfüllen die offenen Standards Powerlink und OPC UA over TSN alle Anforderungen an das Industrial IoT.

elektro AUTOMATION: Bleibt die aufgrund der Anzahl an Unternehmen bislang treibende ‚Shaper-Gruppe‘ dem Thema verbunden oder löst sie sich auf?

Klein: Die Arbeit der Shapers geht in der OPC Foundation, genauer gesagt in den neu gegründeten Arbeitsgruppen und dem Steering Committee auf. Die EPSG begrüßt, dass die OPC Foundation nun die Dachorganisation für OPC UA over TSN ist.

elektro AUTOMATION: OPC UA over TSN hat sich in den Testbeds als noch leistungsfähiger erwiesen als erwartet. Gleichzeitig hat im November 2018 die OPC Foundation eine Initiative gestartet, OPC UA einschließlich TSN für den Einsatz bis in die Feldebene zu ertüchtigen. Ist damit die Aussage hinfällig, dass sich OPC UA over TSN gut für die Kommunikation und Synchronisierung von Fertigungszellen bis hinauf in die ERP-Ebene eignet, in der Fertigungszelle selbst aber leistungsfähigere Feldbus- beziehungsweise Industrial-Ethernet-Systeme zum Einsatz kommen müssen?

Klein: Die Einführung neuer Technologien hat selten zu einem abrupten Ende der jeweils älteren Technologie geführt. Gerade in einer konservativen Branche wie dem Maschinen- und Anlagenbau passieren Veränderungen nur langsam. Ich bin überzeugt, dass noch viele Jahre lang Maschinen mit Powerlink gebaut werden. Ähnlich haben wir es nach der Einführung der Industrial-Ethernet-Protokolle mit CAN erlebt. Wichtig dabei ist die nahtlose Integration bestehender Powerlink-Installationen in neue OPC-UA-over-TSN-Netzwerke. Bereits auf der SPS IPC Drives 2018 hat die EPSG dies in einer herstellerübergreifenden Live-Demo gezeigt. Möglich wird das durch die Companion Specification zwischen Powerlink und OPC UA. Die Live-Demo besteht aus fünf eigenständigen Powerlink-Netzwerken mit Steuerungen und Antrieben unterschiedlicher Hersteller. Die Powerlink-Netzwerke sind über OPC UA over TSN in sich hochsynchron abgestimmt, da die eingesetzten Steuerungen sowohl mit Powerlink als auch mit OPC UA over TSN kommunizieren.

www.ethernet-powerlink.org


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