Industrie 4.0 Trumpf setzt digitale Transformation aktiv um - wirautomatisierer

Industrie 4.0

Trumpf setzt digitale Transformation aktiv um

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Die digitale Transformation fordert Anpassungen in den Unternehmen. Wie sich dieser Prozess aktiv gestalten lässt, zeigt exemplarisch das Beispiel des Maschinenbauers Trumpf. Neben der fachbereichsübergreifenden Vernetzung der Wertschöpfungskette bei Trumpf selbst bietet das Unternehmen mit Truconnect und Axoom digitale Angebote auch für die Anwender.

Von der „Veränderungsmacht der digitalen Transformation“ berichtete Mathias Kammüller, Geschäftsführer der Trumpf GmbH + Co. KG in Ditzingen und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen anlässlich der Hausmesse Intech Anfang April 2017. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den digitalen Wandel auf allen Ebenen – extern wie intern – voranzutreiben.“ Will heißen: Trumpf geht weit über die Optimierung der Produktionsprozesse hinaus und baut unter anderem eine agile Entwicklungsorganisation auch für die Software-Entwicklung auf – in der Maschinen- und Laserentwicklung wird bereits mit agilen Methoden gearbeitet. „Wir stellen zunehmend Data Scientists und Cloudspezialisten ein“, so Kammüller weiter, der zusätzlich künftig zusätzlich die Funktion des Chief Digital Officers (CDO) übernimmt. Gefragt nach der Motivation, verweist der Trump-Chef auf die ersten Erfahrungen mit dem Teleservice, der sich nach und nach entwickelt und gezeigt habe, was Digitalisierung leisten könne. „So sind wir in die Thematik hineingewachsen, obwohl ich selbst Industrie 4.0 vor fünf Jahren noch für ein ‚Buzzword‘ hielt.“

Als CDO will Kammüller nun die digitale Transformation im Unternehmen weiter voranbringen. Dabei hat der Maschinenbauer Trumpf bereits zahlreiche Schritte unternommen und das Angebot geht inzwischen weit über das eines reinen Werkzeugmaschinenlieferanten hinaus. „Auf drei Säulen stützt sich der digitale Wandel bei uns“, erläutert der CDO. Diese drei Säulen sind:
  • Modulare Vernetzungslösungen für die Kunden unter dem Namen Truconnect: Damit kann etwa ein Produktionsleiter jederzeit Echtzeitinformationen zur Produktivität der Maschinen per Tablet einsehen, während der Maschinenbediener sie per Mobile Control App fernsteuert und der Intralogistiker Teile im Lager mobil umbucht. Basis von Truconnect ist die Datenschnittstelle Central Link, die Informationen zur Verfügung stellt und sowohl an lokale ERP-Systeme als auch an cloudbasierte Lösungen übermitteln kann. Wichtig dabei ist: Central Link funktioniert technologieübergreifend an verschiedenen Maschinentypen und ermöglicht es, Angebote zur Darstellung von Auslastung, Zustand oder Wartungsbedarf der Maschinen beziehungsweise Lasern einfach anzubinden.
  • Angebote für die gesamte Fertigungswelt unter dem Namen Axoom: Dabei handelt es sich um eine digitale, browserbasierte Geschäftsplattform für die horizontale und vertikale Vernetzung, die sich an fertigende Unternehmen richtet – mit oder ohne Maschinen von Trumpf. Zukünftig werden speziell auch Themen des Internets der Dinge (Internet of Things – IoT) mit dem Produktbereich Axoom IoT für Maschinenhersteller adressiert. Die Plattform ist so konzipiert, dass sie Systeme verbindet – sowohl Maschinen als auch Arbeitsplätze – und die gesamte Wertschöpfungskette umfasst, von der Auftrags- und Ressourcenverwaltung bis hin zum Reporting.
  • Als dritte Säule schließlich kommt die digitale Transformation der Trumpf-eigenen Wertschöpfung hinzu. Dabei wollen die Ditzinger fachbereichsübergreifend vorgehen und den kompletten Order-to-Cash-Prozess optimieren. „Wir wollen die digitale Transformation innerhalb von fünf Jahren unternehmensweit umsetzen“, betont Kammüller. Ein Jahr sei vergangen und die Optimierungspotenziale seien noch höher als anfangs gedacht. „Wir rechnen mit Produktivitätssteigerungen von weit mehr als 30 Prozent und einer Halbierung der Durchlaufzeiten.“
Mit Blick auf das Thema ‚Predictive Maintenance‘ konnte sich Trumpf übrigens Ende Februar 2017 das zweite Mal über den Daimler Supplier Award in der Kategorie Partnerschaft freuen. Im Fokus steht dabei die kontinuierliche Überwachung der Laser in der Produktion der aktuellen Mercedes-Benz-E-Klasse.
Photonik als Gamechanger
„Wir haben uns sehr über diese Auszeichnung gefreut“, erläuterte Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik. Er hob insbesondere die Bedeutung der Photonik und des Lasers als ‚Gamechanger‘ für die digitale Transformation hervor. „Photonik ist ein Türöffner für die Digitalisierung.“ Ein Beispiel seien Kamerasysteme. „Die Kollaboration mit der Umwelt wird zu einer Schlüsselkompetenz im Internet of Things – so werden sich Roboter nur sicher und frei in Fabriken bewegen können, wenn sie über Augen verfügen und über intelligente Algorithmen, die sie die Umwelt interpretieren lassen.“ co
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