Individuelle Bildverarbeitungslösungen

Stemmer Imaging mit Tochtergesellschaft und RoboKeeper

RoboKeeper
Der RoboKeeper verfügt über zwei GigE-Kameras, die mit einer automatischen Blendensteuerung sowie Objektiven mit einer videosignalgesteuerten Motorblende ausgestattet sind. Nach der Berechnung der voraussichtlichen Ballposition auf Torebene bringt ein Hochleistungsmotor die Torwart-Figur in die richtige Abwehrposition Bild: 4attention
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Nach dem erfolgreichen Börsengang im Februar treibt die Stemmer Imaging AG ihre ambitionierte Wachstumsstrategie voran. Hierzu gründet der Experte für industrielle Bildverarbeitung eine 100%ige Tochtergesellschaft in Österreich. Am Standort Graz werden damit nun alle Stemmer Imaging Produkte und Dienstleistungen für Kunden beziehbar sein. „Wir haben unsere Expansionsstrategie klar umrissen und freuen uns sehr, das erste Vorhaben nun in die Tat umzusetzen. Dank unserer neuen Tochtergesellschaft sind wir in der Lage, unsere treuen österreichischen Kunden vor Ort effizienter und individueller betreuen zu können und unsere Wettbewerbsfähigkeit nochmals zu verbessern. Gleichzeitig dient uns die eigene Präsenz in Österreich als Basis für weiteres organisches und anorganisches Wachstum“, sagt Christof Zollitsch, Vorstandsvorsitzender von Stemmer Imaging.

Zudem können Interessierte derzeit im Zuge des Rahmenprogramms der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 am Roten Platz in Moskau ihr Glück gegen den RoboKeeper versuchen – ein vom Fraunhofer IML entwickeltes System. Es verfügt über eine von Stemmer Imaging erstellte Bildverarbeitungslösung, an der bereits so mancher Profispieler gescheitert ist: Die selbstgewählten Randbedingungen des 2005 gestarteten Projekts entsprechen dabei nicht ganz denen eines realen Fußballspiels, da der Schütze aus rund 9 statt aus 11 m antritt und das Tor 2 x 4 m misst. Zwei Farb-Flächenkameras vom Typ Prosilica GC655C von Allied Vision mit Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sowie einer Auflösung von 659 x 493 Bildpunkten sind dabei seitlich oberhalb des Tores angebracht und nehmen den Ball, der sich farblich von der Umgebung abheben muss, ins Visier und verfolgen dessen Flugbahn. Sie liefern jeweils bis zu 90 Bilder pro Sekunde, die im Anschluss von einer vom Fraunhofer IML entwickelten Bildverarbeitungssoftware auf einem Dual Core Prozessor-System von Kontron ausgewertet werden. Nach der Auswertung von drei aufeinanderfolgenden Bildern, in denen eine Bewegung des Balls in Richtung Tor erkannt wird, werden die ersten Daten zur Motorsteuerung übermittelt, die für die Bewegung des RoboKeepers verantwortlich ist und den Torhüter korrekt positioniert. Auf Basis dieser Berechnungen und mit Hilfe eines Hochleistungsmotors benötigt der RoboKeeper nur rund 300 ms und somit eine kürzere Zeitspanne als selbst ein hart getretener Ball, um die errechnete Abwehrposition zu erreichen. Er beschleunigt dabei etwa 20 Mal schneller als ein Formel-1-Rennwagen. Damit der Spielspaß dennoch nicht zu kurz kommt, lässt sich das System auf sieben verschiedene Schwierigkeitsstufen einstellen und passt sich so dem Leistungsniveau der Spieler an. Jeder Teilnehmer hat auf diese Weise eine reelle Chance, den RoboKeeper zu bezwingen.

„Die wesentlichen Herausforderungen liegen vor allem darin, dass bei einem Aufbau des Systems im Außenbereich das Sonnenlicht und damit die Beleuchtungsstärke der Szene kurzfristig sowie im Tagesverlauf erheblich variiert“, beschreibt Timm Ulrich, einer der Gründer und Geschäftsführer der Sportmarketingagentur 4attention, einen entscheidenden Faktor. Gelöst wurde dieser Punkt durch Kamerasysteme, die mit einer automatischen Blendensteuerung sowie einer videosignalgesteuerten Motorblende ausgestattet sind. Die eingesetzten Objektive vom Typ CVO GAT23516AC des Unternehmens Goyo Optical sind mit einer Brennweite von 3,5 mm weitwinklig genug, um eine korrekte Ballerkennung vom Abschuss bis zum Tor zu gewährleisten. ik

www.stemmer-imaging.de

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