Für 2017 ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet

Kontron und S&T wollen Synergien nutzen

„Wir stehen vor enormen Herausforderungen“, sagte Hannes Niederhauser Bild: Kontron
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Die Kontron AG hat ihre Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2016 präsentiert. Diese liegen im Rahmen der revidierten Erwartungen vom Oktober 2016 jedoch deutlich unter der ursprünglichen Geschäftsjahresprognose vom Beginn des Jahres 2016. Die Umsatzerlöse fielen im Geschäftsjahr 2016 um 17,7 % auf 385,1 Mio. EUR (Vorjahr: 467,7 Mio. EUR). Der Rückgang vollzog sich im Jahresverlauf in allen drei Geschäftsbereichen. Der Bereich Industrial verzeichnete einen Rückgang von 15,6 % auf 198,4 Mio. EUR (Vorjahr: 234,7 Mio. EUR). Der Geschäftsbereich Avionics/Transportation/Defense erwirtschaftete 96,6 Mio. EUR (Vorjahr: 127,2 Mio. EUR) und lag damit um 24,3 % unter Vorjahr. Auch der Geschäftsbereich Communication blieb mit 90,1 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres (105,8 Mio. EUR). Der Auftragseingang lag mit 361,5 Mio. EUR 7,7 % unter dem Vorjahr (2015: 391,8 Mio. EUR).

Die Bruttomarge fiel aufgrund von Belastungen von rund 30 Mio. EUR durch Abwertungen auf Lagerbestände und aktivierte Entwicklungsprojekte um 11,5 % zum Vorjahr auf 14,6 % (Vorjahr: 26,1 %). Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Aufwendungen aus dem im zweiten Halbjahr 2016 initiierten Restrukturierungsprogramm belasteten zudem das Ergebnis und führten zu einem EBIT in Höhe von -141,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) bzw. einem bereinigten EBIT in Höhe von -58,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR). Einmaleffekte aus Veräußerungstransaktionen führten zu Liquiditätszuflüssen und letztendlich zu einem positiven operativen Cashflow in Höhe von 60,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,2 Mio. EUR).
„Wir stehen vor enormen Herausforderungen“, sagte Hannes Niederhauser, Vorstandsvorsitzender der Kontron bei der Veröffentlichung der Zahlen. „Das Geschäftsjahr 2016 war ein schwieriges Jahr für Kontron. Jetzt gilt es mit viel Fleiß, Kostenbewusstsein und innovativer Technologie das Ruder herum zu reißen. Hierzu streben wir als wesentlichen Schritt unter anderem die Verschmelzung der beiden Unternehmen S&T Deutschland Holding AG und Kontron AG an, für die wir in unserer diesjährigen Hauptversammlung unsere Aktionäre um Zustimmung bitten werden.“
Seit November 2016 ist die S&T Gruppe mit einem Anteil von ca. 29,9 % der Stimmrechte und des Grundkapitals größter Aktionär der Kontron AG. Im Februar 2017 wurde bekannt gegeben, dass der Vorstand der Kontron AG und der Vorstand der S&T Deutschland Holding AG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der S&T AG, eine Absichtserklärung unterzeichnet haben, die eine Verschmelzung der Kontron AG auf die S&T Deutschland Holding AG vorsieht.
Die beiden Unternehmen Kontron und S&T verfügen über ein komplementäres Portfolio aus Hardware, Software und Services und ergänzen sich zudem über die Märkte, auf denen sie tätig sind. Von einer zukünftigen Partnerschaft oder Verschmelzung mit der S&T sind daher eine Reihe positiver Effekte und Synergien, etwa die gemeinsame Nutzung des Know-hows im Bereich Forschung und Entwicklung bis hin zur Entwicklung neuer innovativer Produkte, Lösungen und Services zu erwarten.
Für 2017 wird aufgrund der rückläufigen Entwicklung des Auftragseingangs ein ähnlicher Umsatz wie im Geschäftsjahr 2016 erwartet. Die Bruttomarge soll aufgrund der Partnerschaften mit Ennoconn und S&T wieder über 25 % steigen. Der Vorstand geht aufgrund des aktuellen Restrukturierungsprogrammes von jährlichen Kosteneinsparungen von über 15 Mio. EUR aus, die bereits ab dem zweiten Quartal 2017 wirksam werden sollen. Auf Basis der Kostensenkungen und der höheren Bruttomarge wird für 2017 ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.
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