Rittal stellt Trends 2019 vor

IT-Infrastruktur zukunftssicher ausbauen

Cloud- und Rechenzentrumsindustrie
Mit der Digitalisierung steigt die Nachfrage nach schnell verfügbaren Daten nahe dem Entstehungsort. Dies erfordert zusätzliche Rechenleistung, kurze Latenzzeiten, unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und systemweite Sicherheit. Für diese und weitere Anforderungen entwickelte Rittal die RDCC-basierenden Edge-Rechenzentren Bild: Rittal
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Im Folgenden stellt Rittal fünf Trends rund um die Cloud- und Rechenzentrumsindustrie für das Jahr 2019 vor:

  • Datacenter erhalten mehr KI-basierte Überwachungsfunktionen: Ohne Assistenzsysteme mit künstlicher Intelligenz (KI) werden IT-Experten im Rechenzentrum wohl bald nicht mehr in der Lage sein, große, komplexe IT- Systeme ausfallsicher zu betreiben. Laut IDC sollen bis 2022 bereits 50 % der Komponenten in großen Rechenzentren über integrierte KI-Funktionen verfügen und autonom arbeiten. Um diese Entwicklung zu unterstützen, müssen IT-Administratoren Predictive Analytics und Machine Learning zur Optimierung des IT-Betriebs einsetzen. Diese Werkzeuge liefern beispielsweise vorausschauende Störungsprognosen und unterstützen eine optimierte Lastverteilung, sodass Unternehmen die Hochverfügbarkeit der IT-Umgebung absichern können.
  • Mit Edge-Computing Datenflut in Echtzeit verarbeiten: Für Deutschland wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit dem Start des 5G-Mobilfunknetzes gerechnet. Die Vielzahl der für 5G notwendigen Sendemasten macht den Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur mit Edge-Datacentern notwendig. Darüber hinaus werden sich durch 5G die Datenmengen erhöhen, die Netzbetreiber und andere Unternehmen verarbeiten müssen. Die Analysten von CB Insights gehen davon aus, dass im Jahr 2020 Anwender im Schnitt täglich 1,5 GByte an Daten mit einem Internet-fähigen Gerät erzeugen. Durch einen dezentralen Ausbau der IT-Infrastruktur mit Edge-Rechenzentren lassen sich Daten schon an der Quelle erstverarbeiten. Damit wird eine geringe Latenz in der Datenverarbeitung erreicht, sodass Echtzeitapplikationen für eine Steuerung von Industrierobotern oder autonomen Fahrzeugsystemen möglich werden. Für weitergehende Datenanalysen sind Edge-Rechenzentren mit der Cloud verbunden. Unternehmen sollten daher jetzt prüfen, wie sie ihre IT-Kapazitäten in den kommenden ein bis zwei Jahren flexibel ausbauen können und hierfür auch Edge-Konzepte evaluieren. Der allgemeine Trend zur Standardisierung ist hier auch ein wesentlicher Faktor, um die vom Markt geforderte schnelle Bereitstellungszeit und Skalierbarkeit von Datacenter-Lösungen realisieren zu können.
  • Der Cloud-Markt profitiert von Hyperscale-Rechenzentren: In Deutschland nimmt die Akzeptanz der Cloud weiter zu. Vorreiter dieser Entwicklung ist demnach der Maschinen- und Anlagenbau. Laut Bitkom greift in dieser Branche bereits jedes zweite Unternehmen auf die Cloud zurück. Parallel dazu steigen global die Investitionen in Hyperscale-Rechenzentren, was ein Indiz für die weitere Verbreitung der Cloud als Betriebsmodell ist. Die Marktforscher von Synergy Reach erwarten im Jahr 2020 weltweit über 600 Hyperscale-Rechenzentren. Aktuell liegt die Zahl bei rund 450. Rittal empfiehlt daher IT-Leitern im Jahr 2019 passend zu ihrer Unternehmensstrategie die notwendige Balance zwischen On-Premise Edge bzw. Core-Rechenzentrum sowie Cloud-Ressourcen zu ermitteln, um den Anwendungsbetrieb und die Hochverfügbarkeit bestmöglich zu unterstützen.
  • Optimierte Technologien steigern Energieeffizienz: Die Energieeffizienz gilt nach der Hochverfügbarkeit als das zweitwichtigste Managementthema beim Betrieb von Rechenzentren. Laut dem Borderstep-Institut hat sich zwar die Energieeffizienz neuer Rechenzentren in den letzten zehn Jahren um etwa 60 % verbessert. Gleichzeitig ist jedoch der Energiebedarf weiter angestiegen, da die IT-Kapazitäten ausgebaut wurden. Während die in Deutschland betriebenen Server im Jahr 2017 etwa 4,7 Mrd. kWh benötigten, entfielen auf die Infrastruktursysteme wie Kühlung und USV rund 5,3 Mrd. kWh.
  • Standortvorteil der nordischen Länder hilft beim Kostensparen: Die Region Nordics ist für Cloud- und Colocation-Provider zu einem attraktiven Standort geworden. Länder wie Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden bieten regenerative Energiequellen, ein für Rechenzentren günstiges Klima, eine sehr gute Internet-Anbindung sowie eine hohe politische und wirtschaftliche Stabilität. Analysten erwarten für die Region bis zum Jahr 2023 bei Rechenzentren ein jährliches Umsatzwachstum von 8 %. IT-Leiter sollen dementsprechend bei geplanten Cloud-Projekten auch Alternativen in der Region Nordics evaluieren.

„Neben dem Trend zur verstärkten Standardisierung werden wir im Jahr 2019 erleben, dass Unternehmen ihre IT-Infrastruktur verstärkt dezentral ausbauen. Damit werden digitale Initiativen unterstützt, die heute zu einem festen Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensstrategie gehören“, kommentiert Andreas Keiger, Executive Vice President der Global Business Unit IT bei Rittal. ik

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