Hannover Messe 2018

Datensicherheit auf der IAMD

Datensicherheit
Vernetzung und Zusammenarbeit sind bestimmende Themen der IAMD. Hewlett Packard, beispielsweise, verfügt über ein umfassendes Technologie- und Service-Portfolio – von der Cloud über das Rechenzentrum bis hin zur Arbeitsplatzanwendung Bild: Deutsche Messe
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Die neue Leitmesse Integrated Automation, Motion & Drives (IAMD) der Hannover Messe bildet das gesamte Spektrum der industriellen Automation, IT, Antriebs- und Fluidtechnik ab. Vom Maschinenbau über Elektrotechnik und Robotik bis hin zur Prozessautomation. Im Interview mit der elektro AUTOMATION erklärt Arno Reich, Global Director IAMD und Digital Factory, Deutsche Messe, welchen Stellenwert die Datensicherheit auf der diesjährigen IAMD einnehmen wird.

Interview: Michael Corban, Chefredakteur elektro AUTOMATION

elektro AUTOMATION: Herr Reich, wollen Sie uns noch einmal kurz erläutern, welche Gründe für die Zusammenlegung von MDA und Industrial Automation zur IAMD sprachen?

Arno Reich: Industrie 4.0 lässt Branchengrenzen verschwinden und Innovationszyklen werden kürzer. Das sind die Realitäten, auf die sich nicht nur Industrieunternehmen, sondern auch die Hannover Messe einstellt. Bislang waren Unternehmen aus dem Bereich der Antriebs- und Fluidtechnik alle zwei Jahre präsent. Im Zeitalter der Digitalisierung kommen Produkte aber immer schneller zur Marktreife. Dementsprechend wollen die Unternehmen ihre Innovationen häufiger zeigen. Mit der Fusion folgen wir außerdem konsequent der Logik eines Marktes, der immer mehr branchen- und systemübergreifende Lösungen sowie vernetzte Produkte anbietet und nachfragt. Damit stärken wir die Position der Hannover Messe als Weltleitmesse für Industrie 4.0. Von der intelligenten Komponente bis hin zum Datenmanagement in der Cloud bietet sie wie keine andere Veranstaltung den Blick auf die gesamte Lösung und nicht nur auf einzelne Bausteine. Dass wir mit dieser Entscheidung richtig liegen, zeigt unter anderem, dass wir dieses Jahr mit der erwarteten Ausstellungsfläche aus dem bislang zweijährlichen Antriebs- und Fluidbereich deutlich über den Erwartungen liegen.

elektro AUTOMATION: Nutzen Sie die IAMD auch, das Thema der industriellen Kommunikation/Vernetzung – einer der Key-Enabler für das Thema Digitalisierung/IIoT – stärker in den Vordergrund zu rücken? Was ist geplant?

Reich: In der Tat können wir sagen, dass Vernetzung und Zusammenarbeit das bestimmende Thema sowohl der IAMD als auch der gesamten Hannover Messe 2018 sein werden. Deshalb haben wir als Leitthema für dieses Jahr auch „Integrated Industry – Connect & Collaborate“ ausgegeben. Die Vernetzung hebt Industrie 4.0 auf die nächste Stufe und schafft neue Formen des Wirtschaftens sowie der Kommunikation. Das umfasst industrielle IT-Plattformen genauso wie künstliche Intelligenz oder Machine Learning. Wir sehen auch ganz klar, dass der Hauptfokus der führenden Aussteller darauf liegt, die Vernetzung der Disziplinen weiter voranzutreiben. Diese Chance nutzen sie auf der Hannover Messe.

elektro AUTOMATION: Einer der kritischsten Punkte im Rahmen der Industrie 4.0 ist das Thema der Security – also Datensicherheit und -integrität. Die IAMD kann hier sicherlich die Durchgängigkeit vom Antrieb bis ins ERP abbilden – wird diese Möglichkeit genutzt?

Reich: Definitiv ist Security ein zentrales und hochaktuelles Thema. Mit den Datenmengen und der fortschreitenden Digitalisierung nimmt auch die Nachfrage nach Sicherheitslösungen immer mehr zu. Denn die Bedrohungslagen sind real. Angriffe von Cyberkriminellen auf Produktionsanlagen sind keine Seltenheit mehr. Auf diese Themen und Szenarien gehen wir sowohl auf der IAMD als auch in der Digital Factory ein. Da die Grenzen der beiden Fachmessen in diesem Bereich fließend sind, kommunizieren wir in Richtung der Fachbesucher auch vor allem aus Richtung der Themen.

elektro Automation: Wie unterstützen Sie das Thema Security darüber hinaus? Drängt sich die Einbindung der Digital Factory nicht geradezu auf?

Reich: Softwareseitig bilden wir das Thema Sicherheit auf der Digital Factory ab. Wir werden in diesem Jahr erstmals einen neuen Ausstellungsbereich Industrial Security mit Gemeinschaftsstand und Forum in der Halle 6 haben. Das Forum organisieren wir gemeinsam mit dem VDMA. Darüber hinaus wird Industrial Security aber auch in der Anwendung thematisiert, etwa im Forum Automation in Halle 14 oder in der Sonderausstellung Smart Power Transmission and Fluid Power Solutions in Halle 23.

elektro Automation: Gerade im Zusammenhang mit der Industrie-4.0-Diskussion taucht ja zunehmend der Begriff „Produktions-IT“ auf, auch als Berufsbild der Zukunft. Gibt es hier seitens der Messeleitung Ideen, dafür ein Bewusstsein zu schaffen und wie setzen Sie das Thema um?

Reich: Dieser Begriff wird sich mehr und mehr durchsetzen. Entsprechend wird er sich als Berufsbild an verschiedensten Stellen auf der Hannover Messe wiederfinden. Schließlich bleibt die Nachwuchsarbeit auch für uns als Messe ein wichtiges Thema. Viele unserer Unternehmen sind mit eigenen Programmen und Projekten aktiv, was sie wiederum auf ihren Ständen kommunizieren. Mit dem Ausstellungsbereich job and career market in Halle 16, dem Young Engineers Day am Donnerstag der Messe und ermäßigten Eintrittspreisen am Freitag für interessierte Jugendliche, die vor ihrem Schulabschluss stehen, haben wir außerdem verschiedene Formate, mit denen wir gemeinsam mit Unternehmen und Verbänden den jüngeren Generationen zeigen, wo und warum sie in der Industrie gebraucht werden und dass sich ein Engagement hier lohnt.

www.hannovermesse.de

Details zum Ausstellungsbereich Industrial Security: http://hier.pro/6IsE5


„Die Vernetzung hebt Industrie 4.0 auf die nächste Stufe und schafft neue Formen des Wirtschaftens sowie der Kommunikation.“

Arno Reich, Global Director IAMD und Digital Factory, Deutsche Messe
Bild: Deutsche Messe
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