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Fünf Trends-Digitalisierung werden die Industrie im Jahr 2020 prägen

Fünf Trends werden die Industrie im Jahr 2020 prägen
Hannes Niederhauser, CEO S&T AG, zur Digitalisierung

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Hannes Niederhauser, CEO bei Kontron: „Digitalisierung und Innovationen sorgen weiterhin für Wachstum“ Bild: Kontron
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Hannes Niederhauser, CEO der Kontron AG und Vorstandsvorsitzender der S&T-Gruppe, erachtet fünf Technologie-Trends als prägend für die Industrie im Jahr 2020. Dazu gehören Edge Computing, echtzeitfähige Netzwerke einschließlich 5G, neue Standards für Embedded Plattformen, Cyber Security und künstliche Intelligenz.

Inhaltsverzeichnis

1. Edge-Computing auf der Basis von Embedded-Lösungen
2. Nachfrage nach Edge-Computern wächst
3. Datenkommunikation auch über 5G
4. OPC UA und TSN

Niederhauser ist überzeugt, dass der anhaltende Trend zur Digitalisierung in Unternehmen und die weiterhin rasanten Innovationszyklen in der IT Wachstumsgaranten sind, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld fordernder werden sollte.

Edge-Computing auf der Basis von Embedded-Lösungen

„Edge Computing bleibt unumgänglich für die Umsetzung der Digitalen Transformation in der Industrie auf Basis von Embedded- und IoT-Lösungen. Mehr und mehr Konzepte aus dem Cloud- und Data-Center-Bereich, etwa Virtualisierung, modulare Software in Containern und Software Defined Networking, aber auch künstliche Intelligenz wandern in den Bereich der traditionellen Embedded Systeme hinein und machen die Anwendungen flexibler, skalierbarer und besser administrierbar. Dementsprechend steigen die Anforderungen an die Edge-Computing-Plattformen permanent, und es werden neue Standards und Produkte erforderlich, um diesen Ansprüchen zu genügen“; erläutert der CEO bei Kontron.

Nachfrage nach Edge-Computern wächst

Hannes Niederhauser weiter: „Die Nachfrage nach leistungsfähigen Edge-Computern für unterschiedliche Branchen mit verschiedensten Anforderungen triggert moderne Edge-Plattformen, die für High-Performance-Edge-Computing und als Embedded-Edge-Server eingesetzt werden können. Mit der Erweiterung des etablierten COM-Express-Standards für Computer-on-Modules (COM) um die Spezifikation des COM-HPC-Standards werden neue Lösungen mit höherer Prozessorleistung, größeren Speicherkapazitäten und erhöhten Bandbreiten für die Datenübertragung möglich. Im November 2019 wurde das Pinout dieses High-Performance-COM-Standards durch das PICMG-Standardisierungsgremium verabschiedet und die Ratifizierung der Version 1.0 wird für die erste Hälfte 2020 erwartet.“

Niederhauser sieht noch weitere Entwicklungen: „Der ungebrochene Trend zur Vernetzung und Digitalisierung führt dazu, dass weiterhin eine hohe Nachfrage nach Modulen besteht, mit denen sich Dinge, Maschinen, Sensoren und Aktoren einfach einbinden lassen. Deshalb wurden auch für gelötete System-on-Modules (SOM), die in kostensensitiven Low-End/High-Volume-Anwendungen zum Einsatz kommen, Standardisierungsmaßnahmen eingeleitet. Für Mitte 2020 wird eine erste Spezifikation durch das SGET-Standardisierungsgremium erwartet. Wir planen dann ebenfalls erste Produkte basierend auf diesem Standard.“

Datenkommunikation auch über 5G

„Eine wichtige Grundlage für Edge Computing in unseren Kernmärkten sind echtzeitfähige Netzwerk Infrastrukturen, die dem Architektur-Konzept kräftigen Schwung verleihen. So ist im Wireless-Mobilfunkbereich das Trendthema natürlich 5G und im Wired-Bereich die standardbasierte Echtzeitkommunikation via TSN und OPC UA. Mit seinen kurzen Latenzzeiten und damit Echtzeitfähigkeit ist 5G eine ideale Ergänzung zum drahtgebundenen TSN Standard – und beide sehe ich als Basistechnologien nicht nur für Industrie 4.0, sondern z.B. auch in den Bereichen Transportation, Automotive und Medical“, kommentiert Niederhauser: „Im Mobilfunkbereich wird durch Virtual-Radio-Access-Network-Konzepte (vRAN) und Projekte wie OpenRAN im TIP (Telecom Infra Project) der Weg zu rein Software-definierten, zentralisierten General-Purpose-Netzwerk-Plattformen geebnet. Die dadurch mögliche, rein Software-getriebene Entwicklung sorgt für schnellere Innovationszyklen und maximale Flexibilität bei der Implementierung.“

Die neuen Edge Server der Communications Division von Kontron werden zunehmend auch in diesem Umfeld eingesetzt und helfen, geringste Latenzen, etwa für IoT-Devices im Maschinenumfeld, zu erreichen und die Verbindung zum Kernnetz zu entlasten sowie die Datensicherheit zu erhöhen, indem die Daten näher am Unternehmen verarbeitet werden.

OPC UA und TSN

Der Kontron-CEO sieht die drahtgebundenen Kommunikation im Wandel: „Die standardbasierte Echtzeitkommunikation via TSN und OPC UA entwickelt sich weiter. 2020 wird das Jahr der TSN-Anwendungsstandards. Ich erwarte, dass die sich in Arbeit befindlichen Anwendungsprofile für vertikale Märkte, wie etwa Industrial Automation (IEC/IEEE 60802 TSN Profile for Industrial Automation) oder Automotive In-Vehicle Communication (802.1DG), entscheidend vorangebracht werden. Auch das Thema TSN-Netzwerkkonfiguration kann in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden, so dass einer schnellen Integration in der Industrie nichts mehr im Wege stehen sollte. Im Zusammenhang mit standardbasierter Echtzeitkommunikation in der Automatisierungstechnik wird OPC UA als herstellerunabhängiges Machine-to-Machine-Protokoll immer wichtiger.“

„2020 wird die Nachfrage nach Hardware und Software-Lösungen für die hohen Anforderungen von KI-Anwendungen mit speziell dafür entwickelten Prozessoren steigen“, erwartet Niederhauser: „Die Übernahme von Habana Labs durch Intel zeigt, dass die Entwicklung sehr schnell voranschreitet und massive Investitionen rechtfertigt. Die Nachfrage erwarte ich zunächst vor allem aus dem Bereich Vision, der intelligenten Mustererkennung mit Video/Image Processing, sowie der autonomen Bewegung von Robotern und Fahrzeugen. Kontron wird sein bestehendes Portfolio an Hard- und Software mit Lösungen von Intel® und anderen Partnern entsprechend erweitern und erste Systeme stehen als proof of concept zur Verfügung.“

Mit SUSiEtec, dem IoT Software Framework von Kontron, sowie den vielfältigen Industrielösungen, von denen das Unternehmen Dank der letzten Akquisition – der Firma AIS Automation Dresden GmbH, nun Kontron AIS – inzwischen viele neue im Portfolio haben, adressiert Kontron den wachsenden Markt für Industrie-4.0- und KI-Lösungen. Gleichzeitig zu den steigenden Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Mobilität von Lösungen und Systemen steigt auch die Nachfrage nach mehr Sicherheit. Das gilt für IT-Systeme, aber auch für mit der IT verbundene Maschinen, Sensoren und Aktoren aus dem Produktionsumfeld. Ein Angebot, das Kontron seit Jahren pflegt, wird damit zum Trend: „Wir bieten Funktionen wie Secure und Measured Boot, Remote Attestation und das Ausrollen verschlüsselter Software mit Hardware-basierter Unterstützung duch Trusted Platform Module an“, erläutert Hannes Niederhauser. Sein Resümee: „Alles in allem gilt für 2020: Digitalisierung und Innovationen sorgen weiterhin für Wachstum, auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten.“ ge

Kontakt
Kontron S&T AG
Lise-Meitner-Straße 3-5
86156 Augsburg
Tel.: +49 821 4086-0
Website: www.kontron.de

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