Sichere Betriebsartenwahl für AS-Interface ist ein Muss

Bihl+Wiedemann integriert zertifizierten Baustein in Safety Monitor

Sichere Betriebsartenwahl bis PL e mit AS-Interface

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Dass in Zukunft höhere Sicherheitsauflagen für die Betriebsartenwahl – zum Beispiel im Servicefall oder im Einrichtbetrieb – gelten werden, steht außer Frage. Aber Bihl+Wiedemann hält auch dafür eine komfortable Lösung bereit: Ein neuentwickelter zertifizierter Baustein im Safety Monitor des Mannheimer Unternehmens erlaubt die sichere Betriebsartenwahl bis Performance Level e ganz einfach mit ASi über Standard-HMIs – und macht es dem Anwender so einfach, auch in Zeiten verschärfter Normen von den vielfältigen Systemvorteilen von AS-Interface zu profitieren.

Thomas Rönitzsch, verantwortlich für die Unternehmenskommunikationbei der Bihl+Wiedemann GmbH in Mannheim

Inhaltsverzeichnis

1. Einfachheit ist oberstes Gebot
2. Maximum an Flexibilität und Effizienz
3. Das Konzept macht das Leben leichter
4. Baustein in allen neuen Geräten

 

Die Diskussion hält die Welt der Automation schon eine ganze Weile in Atem, und sie wird nicht leiser, sondern lauter. Inzwischen gibt es sogar schon einige Normen, die genau das vorschreiben, was Thema des Disputs ist: eine sicherheitstechnische Bewertung der Betriebsartenwahl. Der Grund für die in manchen Bereichen schon umgesetzte und in anderen noch geplante Verschärfung der regulatorischen Auflagen liegt auf der Hand: Beim Umschalten in bestimmte Sonderbetriebsarten werden diverse sicherheitstechnische Komponenten und Funktionen wie etwa Schutztüren, Zustimmschalter oder reduzierte Geschwindigkeiten automatisiert abgeschaltet. Damit steigt naturgemäß nicht nur das Risiko der Beschädigung der Maschine, sondern vor allem auch die Verletzungsgefahr für den Bediener.

Einfachheit ist oberstes Gebot

Zu den häufigsten Anlässen für die Wahl einer Sonderbetriebsart gehört zum Beispiel die Einrichtung einer Maschine nach einem Werkzeugwechsel. Auch die Inbetriebnahme kann man erheblich erleichtern, wenn für unterschiedliche Anlagenteile dedizierte Betriebsarten gewählt werden können. Und bei Service- und Reinigungsarbeiten in großen Anlagen lässt sich wertvolle Produktionszeit sparen, wenn nur jeweils die Segmente, an denen tatsächlich gearbeitet wird, im Wartungsbetrieb laufen, während alle anderen Sektionen im Automatikbetrieb bleiben.

Bei der sicheren Betriebsartenwahl kommt es also darauf an, dass für jeden Anwendungsfall die richtigen Schutzfunktionen zur Verfügung gestellt werden. Unbeabsichtigtes Umschalten oder zeitgleiches Aktivieren mehrerer Betriebsarten gilt es dabei logischerweise zu verhindern. Bei der Konfiguration der einzelnen Betriebsarten sollte in jedem Fall Einfachheit oberste Gebot sein, das beginnt schon bei der Schnittstelle zum Umstellen. Ein wichtiges Ziel der sicheren Betriebsartenwahl ist es, die Anreize zur eigenmächtigen Manipulation von Schutzeinrichtungen durch das Maschinenpersonal zu minimieren. Und dafür bieten sich die größten Chancen, wenn man die Bedienung für den Anwender über ein HMI so komfortabel wie möglich gestaltet – mit flexibler Sprache, verständlichen Zeichen und klarer Anordnung der jeweiligen Elemente.

Maximum an Flexibilität und Effizienz

Die Ingenieure von Bihl+Wiedemann haben eine Lösung entwickelt, die aus Sicht des Anwenders genau wie aus der des Programmierers ein Maximum an Flexibilität und Effizienz bietet, indem sie die komplette Intelligenz der sicheren Betriebsartenwahl in einem einzigen zertifizierten Baustein für den AS-Interface Safety at Work Sicherheitsmonitor vereint. Mit diesem einen Baustein lassen sich insgesamt sechs Instanzen für unterschiedliche Anlagenteile mit jeweils fünf verschiedenen Betriebsarten frei konfigurieren und damit nahezu alle möglichen Anwendungsfälle abdecken.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Fachbereich Holz und Metall, definiert zum Beispiel folgende fünf Modes of safe operation (MSO): den manuellen Betrieb mit offenen Türen und manuell gesteuerter Bewegung, den Automatikbetrieb mit voll aktiver Sicherheitstechnik, den Einrichtbetrieb mit reduzierter Geschwindigkeit sowie Zustimmtaster und Not-Halt, die Automatik mit manuellem Eingriff bei voller Geschwindigkeit und schließlich den Servicebetrieb, dessen Charakteristik letztlich der Hersteller festlegt.

Das Konzept macht das Leben leichter

Die universelle, standardisierte Cross-Plattform-Schnittstelle OPC UA garantiert dem Programmierer bei dieser Lösung eine äußerst einfache Integration und Diagnose der sicheren Betriebsartenwahl. Mithilfe des von Bihl+Wiedemann implementierten Bausteins kann ein eigentlich nicht-sicheres Gerät wie etwa ein Standard-HMI für die sichere Betriebsartenwahl genügen. Dank der auf einem solchen Display realisierbaren anschaulichen grafischen Darstellung wird der Vorgang zu einer vollkommen einfach und intuitiv zu bedienenden Funktion der Maschine. Auch im Bereich der Absicherung präsentiert sich das Konzept flexibel. Der Zugang zur sicheren Betriebsartenwahl kann auf zwei unterschiedlichen Wegen geregelt werden: entweder durch einen zweikanaligen, sicheren Eingang oder durch ein elektronisches Schlüsselsystem in Verbindung mit einem speziellen Verfahren. Während Variante 1 typischerweise mit einem sicheren Schlüsselschalter realisiert wird, übernimmt bei Variante 2 ein auf Transponder-Technologie basierendes System wie beispielsweise das EKS FSA von Euchner, das aus einer Lese-Station und einem oder mehreren Schlüsseln mit programmierbarem Speicher besteht, die Zugangskontrolle. Dazu sind zwei fest definierte Signale nötig: einerseits ein nicht-sicheres Signal „Chip steckt“ und zeitgleich ein gültiges Codewort, das aus dem Schlüssel ausgelesen wird und die Berechtigung zur Betriebsartenwahl erteilt.

Insgesamt gibt es fünf gültige Codewörter, mit welchen auf einfache Art und Weise unterschiedliche Berechtigungsstufen realisiert werden können. So lässt sich der Baustein etwa dahingehend konfigurieren, dass zum Beispiel ein Instandhalter mit seinem elektronischen Schlüssel andere Betriebsarten auswählen kann als der eigentliche Werker. Darüber hinaus bietet ein solches System auch die Möglichkeit, weitere Informationen und Daten wie Prozessparameter auf dem Schlüssel zu speichern und an die Steuerung zu übermitteln.

Baustein in allen neuen Geräten

Im ASi Safety Gateway mit integriertem Sicherheitsmonitor für Profisafe über Profinet von Bihl+Wiedemann (BWU3823) ist der innovative Baustein für die sichere Betriebsartenwahl bereits integriert. Das Gateway mit zwei AS-i-Mastern, dem offenen Kommunikationsprotokoll OPC UA, Webserver und weiteren Features bietet derzeit sicherlich die leistungsfähigste Plattform für die Zukunft im Sortiment der Mannheimer. Ab sofort wird der Baustein in allen neuen Geräten berücksichtigt – auch in Varianten, die nicht dem High-End-Bereich zuzuordnen sind. Denn die sichere Betriebsartenwahl sieht Bihl+Wiedemann gerade in Zeiten sich verschärfender Sicherheitsnormen für AS-Interface nicht als Nice-to-have, sondern als ein Must-have. ge

Weitere Informationen über das BWU3823

http://hier.pro/lAg7b

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