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Predictive Maintenance als wichtiger Baustein von Industrie 4.0

Antriebstechnik legt Basis für vernetzte Prozesse
Predictive Maintenance als wichtiger Baustein von Industrie 4.0

Predictive Maintenance
Übersicht über die Teilmessen der Hannover Messe 2017 Bild: Deutsche Messe
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Die Hannover Messe bietet Automatisierern mit der Industrial Automation jedes Jahr ein Forum, alle zwei Jahre lohnt aber auch ein Abstecher zur Motion, Drive & Automation (MDA). Hier zeigen insbesondere die Spezialisten der elektrischen Antriebstechnik ihre innovativen Produkte und effiziente Systemlösungen. Zudem lässt sich das Angebot der Fluidtechnik erkunden. Interessant auch: Die Grenzen zwischen Maschinenbau und IT verschwinden.

War schon auf der Hannover Messe 2016 zu sehen, dass die Vision der ‚Integrated Industry‘ und damit die Umsetzung von Industrie 4.0 nach und nach Realität wird, sollen 2017 zahlreiche Anwendungsbeispiele den konkreten Nutzen unter dem Motto ‚Integrated Industry – Creating Value‘ aufzeigen. Hinzu kommen Themen wie digitaler Zwilling, Machine Learning sowie kollaborative Roboter (Cobots). „Die Technologien für eine erfolgreiche Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgreift“, so Dr. Jochen Köckler, Vorstands-Mitglied der Deutsche Messe AG. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Entscheider aus Industrie und Energiewirtschaft erkennen, welche direkten und langfristigen Vorteile sie aus der Digitalisierung für ihr Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle und ihre Mitarbeiter ziehen können.“ Integrated Industry geht dabei über die intelligente Fabrik hinaus. Produkte bleiben künftig nach der Auslieferung mit dem Hersteller vernetzt und versorgen ihn permanent mit wertvollen Daten. So können Unternehmen zusätzliche internetbasierte Dienstleistungen entwickeln und auch außerhalb ihrer klassischen Branchengrenzen Märkte erobern. Köckler argumentiert, dass „in der Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle und der Erschließung entsprechender Märkte das größte Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung liegt.“

Ein Schwerpunktthema im Rahmen von Industrie 4.0 ist die vorausschauende Wartung, auch Predictive Maintenance genannt. Sie profitiert von den großen Datenmengen, die bei der Digitalisierung der Produktion anfallen und an verschiedenen Stellen ausgewertet werden. Durch Machine-Learning-Technologien lassen sich diese Daten künftig zentral auswerten und an die Maschine zurückspielen. So erhalten Systeme die Fähigkeit, sich selbstständig zu optimieren.
Verschmelzung von Maschinenbau und IT
Bessere Produktionsplanung, längere Laufzeit der Maschinen und Vermeidung von ungeplanten Stillständen – das sind die drei wichtigsten Gründe für Predictive Maintenance. Damit werden konventionelle Condition-Monitoring-Ansätze um den Blick in die Maschinenzukunft erweitert. Experten erwarten für Predictive Maintenance ein dynamisches Marktumfeld. Dabei eröffnet sich nicht nur für die Automatisierungstechnik ein Milliardenmarkt. Auch große IT-Unternehmen wie SAP, IBM oder Bosch Software Innovations sind derzeit im Markt aktiv, um die wachsende Nachfrage nach Predictive-Maintenace-Lösungen zu befriedigen. Auf der Hannover Messe 2016 zeigte SAP die Live-Demo der neuen SAP-IoT-Lösung Predictive Maintenance & Services (PdMS). Diese Lösung für eine vorausschauende Wartung kann sowohl in der Cloud – basierend auf der Hana Cloud Platform (HCP) – als auch im Unternehmen (on Premise) eingesetzt werden. Generelle Infos zu dem Thema vermittelt auch die Sonderschau Predictive Maintenance in Halle 19 mit angrenzendem Forum. Nach aktuellen Untersuchungen des Beratungsunternehmens Accenture sinken Wartungskosten dadurch um fast 30 %, und ungeplante Stillstände gehen um bis zu 70 % zurück.
Antriebs- und Fluidtechnik als Enabler
Predictive Maintenance steht insbesondere auch im Mittelpunkt der Internationalen Leitmesse der Antriebs- und Fluidtechnik – Motion, Drive & Automation (MDA), die alle zwei Jahre im Rahmen der Hannover Messe stattfindet. Die Bausteine der Hersteller der Antriebs- und Fluidtechnik sind entscheidend, wenn es um die Qualität von Maschinen geht. Mechatronische Bausteine oder CPS-Module (Cyber-Physical Systems) sind wichtige Enabler für effiziente und intelligente Produktionsprozesse. Mit etwa 1200 Ausstellern und mehr als 80.000 Besuchern aus aller Welt zählt die MDA zu den stärksten Leitmessen innerhalb der Hannover Messe, wie Köckler betont. Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer im VDMA sowie verantwortlich für die VDMA-Fachverbände Antriebs- und Fluidtechnik, ergänzt: „Leistungsdichte, Energieeffizienz, Total Cost of Ownership und passgenaue Lösungen zeichnen die Lösungen schon aus, mit Industrie 4.0 kommt hinzu, dass die Antriebs- und Fluidtechnik zur Datenquelle werden – unsere Unternehmen verbinden Big Data mit Big Thinking, Korrelation mit dem Wissen um Kausalität.“ Ganz gezielt habe man daher den Predictive-Maintenance-Kongress entwickelt und die Sonderschau Predictive Maintenance positioniert. mc/bec

Das Forum Industrial Automation

PLUS

Zusammen mit der Deutschen Messe AG veranstaltet die Konradin Mediengruppe, in der auch die elektro AUTOMATION erscheint, das Forum Industrial Automation auch in diesem Jahr. Der Schwerpunkt der Veranstaltung sind digitale, effiziente Produktionslösungen und Robotik. An allen fünf Messetagen können die Besucher sich Vorträge anhören zu den Themen modulare Produktion, Prozessautomatisierung, elektrische Automatisierung, Motion Control, Frequenzumrichter und Motoren, Robotik und mobile Roboter, Messtechnik in der Automatisierung, Pumpen und Antriebslösungen sowie Industrial IT. Jeden Tag gibt es eine Podiumsdiskussion mit wechselnden Themen, etwa modulare Automatisierung (Mittwoch), Cybersicherheit (Freitag) oder am Dienstag: „Wie beeinflussen Interaktion, Vernetzung und Lernfähigkeit die Zukunft der Robotik?“ Der Dienstag steht ohnehin im Zeichen der Robotik: am Nachmittag verleihen die Deutsche Messe, der Industrieanzeiger sowie die Robotation Academy den Robotics Award. Infos zum Programm des Forums erhalten Sie hier:
http://hier.pro/bqHAQ
Hannover Messe: Halle 14, Stand L19

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