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Vielseitige Kennzeichnungsmöglichkeiten von Schreiner Protech

Feuchtigkeitskontrolle und PLM über RFID- und NFC-Etiketten
Vielseitige Kennzeichnungsmöglichkeiten von Schreiner Protech

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RFID- und NFC-Etiketten werden in verschiedenen Industriebereichen bereits erfolgreich eingesetzt. Sie eignen sich besonders dann, wenn eine schnelle Datenerfassung ohne Sichtkontakt zum Etikett wichtig ist. Im Folgenden wagt Schreiner Protech einen Ausblick, welche Möglichkeiten die RFID-Technologie künftig darüber hinaus bieten wird und zeigt, wie das Product-Lifecycle-Management schon jetzt von NFC profitieren kann.

Frank Linti, RFID-Experte, Schreiner Protech

Feuchte und Nässe stellten vielerorts ein Problem dar. Konventionelle drucktechnische Indikatoren zeigen zwar an, ob irgendwo Feuchtigkeit eingedrungen ist – jedoch erst, wenn das jeweilige Objekt geöffnet wird. Zudem sind meist keine Aussagen über den Zeitpunkt des Schadens und der Intensität möglich. In naher Zukunft sollen deshalb Kombinationen aus RFID-Labels und gedruckter Elektronik eine zuverlässige und differenzierte Messung von Feuchtigkeit und Nässe in Verpackungen, Gehäusen oder sensiblen Bauteilen ermöglichen.
Sensoren im Label fühlen Feuchtigkeit
Diese flexiblen und großen Sensoren sind nicht mit dem bisherigen Stand der Technik einfacher Indikatoren vergleichbar: Mit Hilfe von gedruckten, leitfähigen Strukturen, die mit einer Auswerteelektronik verbunden sind, kann das Eindringen von Nässe differenziert gemessen und dokumentiert werden. Dies ist besonders dann gefragt, wenn zum Beispiel technische Geräte, Industrieanlagen oder Fahrzeuge nicht einfach auseinandergeschraubt werden können. Dadurch erhalten Kunden differenzierte Informationen über die Einsatzbedingungen ihrer Geräte und erfahren, welchen Einfluss Feuchtigkeit auf die Elektronik sowie auf deren Verbrauchsmaterialien und Verschleißteile hat. Dies führt zu höherer Anwendersicherheit, weniger Ausfällen und wertvollen Informationen darüber, wann Ge- und Verbrauchsmaterialien ausgetauscht werden müssen.
Volle Kontrolle bis zur Entsorgung
Meist sind Firmen auf die Kommunikation mit Servicedienstleistern oder Materialpartnern angewiesen, um zuverlässige Informationen zum Markteinsatz ihrer Produkte, zu den Qualitätsdaten oder passenden Verbrauchsmaterialien zu erhalten. Hinzu kommt, dass sie viele Ressourcen in das Marketing stecken müssen, um bei den Endkunden präsent zu sein, nur um dann letztendlich, besonders in der Elektronik-, Maschinenbau- sowie der Fahrzeugindustrie, vor der Herausforderung zu stehen, ihre Produkte bei der Verschrottung wieder zurückzunehmen. Dies bringt erhebliche Kosten mit sich, die sich nur durch ein durchgängiges Recycling-Management der wertvollen Materialressourcen reduzieren lassen. NFC-Label, wie beispielsweise Schreiner Logidata sie entwickelt, bieten hier eine einfache und kostengünstige Lösung. Verheiratet mit dem Produkt begleiten sie die Verwendung eines Geräts und liefern lückenlos Informationen über ihren Einsatz. Dank der modernen, NFC-fähigen Smartphones kann der Hersteller auch auf teure, dezentrale Reader verzichten. Doch wer profitiert wie in welcher Phase?
Eindeutige Identifizierung und Datenweitergabe
In der Produktion wird das Produkt am zentralen Chassis mit dem Label automatisiert von der Rolle bestückt. Dabei wird die Typenschildnummer fix vergeben und mit dem Produkt verheiratet. Die jeweiligen Basisdaten werden in der Datenbank eingebucht und auf Wunsch auf dem Label verschlüsselt und gesichert. Die entsprechenden fertigungsrelevanten Daten können in der Datenbank im dafür vorgesehenen Herstellerbereich abgeglichen oder vorübergehend auf dem Label gespeichert werden, um weitere Produktionsprozesse auszulösen.
Im weiteren Verlauf buchen alle Montageplätze direkt auf dem Label oder lösen durch die hinterlegten Informationen vorgegebene Aktionen aus. Die Daten lassen sich dabei standortübergreifend nutzen. Nach dem bestätigten Durchlauf werden sie mit der Datenbank abgeglichen und vom NFC-Label gelöscht. Das Qualitätsmanagement dokumentiert diese Freigabe sowie die Prüfung der Produkte oder Produktgruppen automatisch in der Datenbank oder auf dem Label.
Der Händler bucht das Produkt dann mittels eines Smartphones ein und bekommt damit ebenfalls Zugang zu einem speziellen Segment auf der zentralen Datenbank, wo er weiterführende Informationen findet. Er oder ein Servicedienstleister kann das Mobiltelefon auch nutzen, um über das NFC-Label Installationsvideos oder Serviceeinstellungen abzufragen und sie direkt vor Ort zu empfangen. Durchgeführte Servicedienstleistungen werden wiederum auf dem Label hinterlegt und direkt mit den Informationen in der Datenbank abgeglichen. Dafür wird der Techniker für seinen Bereich in der Datenbank freigeschaltet und bekommt vom Hersteller eine Service-App als Direktlink.
Kontakt zum Endkunden
Ebenfalls automatisch über das Label eingebucht werden können Retouren. Die darauf gespeicherten Daten werden in Folge entweder nachbearbeitet oder in der Datenbank ausgebucht und das Produkt zur Verschrottung dem Recycling übergeben. Wird das Gerät durch den Fachhandel ausgetauscht, kann dieser die Buchung ebenfalls übernehmen. Der Endkunde, der das Produkt nutzt, kann seinerseits die Originalität sofort per Smartphone überprüfen. Über das NFC-Typenschild ruft er dazu alle benötigten Informationen auf seinem Smartphone ab. Dieser Service ermöglicht es dem Hersteller oder Händler im Gegenzug, den Nutzer direkt mit neuen Inhalten oder Werbung zu Produkt und Produktumfeld zu versorgen. Das eventuell vorhandene Verbrauchsmaterial kann sowohl der Endkunde via Smartphone nachbestellen als auch der Händler disponieren und liefern. Eine schnelle Verfügbarkeit und Originalitätsprüfung lassen sich auf diese Weise gewährleisten. Bei der Bestückung des Materials durch einen Partner des Händlers hat dieser die Möglichkeit, die Materialien über das Label automatisch zu buchen und die Übergabe zu dokumentieren.
Kann das Produkt am Ende seiner Lebensdauer recycelt werden, steigt die Motivation des Recyclingunternehmens zur Buchung, weil es dafür in der Datenbank die zu recycelnden Komponenten angezeigt bekommt – inklusive der damit verbundenen Mengenanteile des Recyclingmaterials. Ist nur noch eine Verschrottung möglich, löst das Ausbuchen des Produkts zwei Aktionen aus: Einerseits erhält der Fachhändler die Information, dass der Endkunde Neubedarf hat und kann entsprechend reagieren. Andererseits liefert es dem Hersteller einen optimalen Nachweis über die im Markt genutzten Bestände und die Neubeschaffungsquoten zu seinem Produkt.
Die so ganzheitlich erfassbaren Daten eines Produkts und die damit verbundenen Zusatzinformationen können somit in jeder Phase des Produktlebenszyklus von enormen Wert sein. Im Vergleich dazu sind die Kosten eines NFC-Labels pro Gerät oder Verbrauchsmaterial sowie der Unterhalt einer webbasierten Datenbank, die verschiedenen Parteien unterschiedliche Bereiche der Daten zur Verfügung stellt, überschaubar. ik
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