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Sick AG erreicht prognostizierte Ziele für 2019

Solides Wachstum bei hohen Investitionen
Sick AG erreicht prognostizierte Ziele für 2019

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Vorstandsvorsitzender Dr. Robert Bauer
Bild: Sick
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Die Sick AG in Waldkirch konnte ihr Wachstum in einem herausfordernden Marktumfeld weiter fortsetzen. Der Sensorhersteller erhöhte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2019 um sieben auf 1,750 Milliarden Euro (2018: 1,636 Milliarden Euro). Das Wachstum lag somit deutlich über der Entwicklung der Sensorikbranche, die vom AMA Verband für Sensorik und Messtechnik mit -1 % für 2019 angegeben wurde.

Inhaltsverzeichnis

1. Marktunterschiede bei Nachfrage von Sensorik und Applikationslösungen
2. Profitabel als Basis für unruhige Zeiten
3. Umsatztreibende Innovationen
4. Hoher Auftragseingang im ersten Quartal 2020

Das Umsatzwachstum trug, neben anderen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, zu einer Erhöhung des EBIT um 13,1 Prozent auf 132,9 Millionen Euro bei, das mit einem Anteil von 7,6 Prozent des Umsatzes unverändert hoch blieb. Sick konnte seine für das Geschäftsjahr 2019 prognostizierten Ziele somit erfüllen, wenngleich sich das Unternehmen mit einer Abkühlung der Weltkonjunktur, der Vertiefung globaler Handelsstreitigkeiten sowie einer schwierigen Marktsituation in der Fabrikautomation allgemein und der Automobilbranche im Speziellen konfrontiert sah. Gleichwohl hielt Sick an seiner Innovationsstrategie fest und hat mit 11,5 Prozent erneut einen hohen Anteil des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert.

„Viele Industrien stehen vor einem tiefgreifenden Strukturwandel und die Dynamik der Digitalisierung nimmt weiter zu. Sick hält an den hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung fest, um neue Technologien zusammen mit unserem traditionellen Automationsgeschäft weiter voranzubringen. Nur so können wir gemeinsam mit unseren Kunden die Chancen digitaler Technologien nutzen, um agiler auf die sich schnell ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren“, kommentierte Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, die Bilanzzahlen 2019 anlässlich der Veröffentlichung.

Ein Großteil der 2018 gegründeten Start-up Initiativen hat bereits Marktreife erlangt und trug mit Lösungen, etwa im Bereich KI-unterstützter Kamerasensorik oder fahrerloser Transportsysteme in der Intralogistik, zum Umsatz bei.

Marktunterschiede bei Nachfrage von Sensorik und Applikationslösungen

Auftragseingang und Umsatz zeigten sich in den einzelnen Geschäftsbereichen und Regionen sehr heterogen und spiegelten die dynamischen konjunkturellen Entwicklungen wider. Während in der Fabrikautomation die Nachfrage weltweit sank, konnte Sick hingegen in der Logistik- und in der Prozessautomation Marktanteile hinzugewinnen. Durch diese breite Branchenaufstellung konnten Stagnationen in einzelnen Segmenten ausgeglichen werden. Neben der Präsenz in den etablierten Märkten trugen auch die Vertriebsaktivitäten in den Wachstumsregionen dieser Welt dazu bei, den Umsatz weiter zu erhöhen.

Im Heimatmarkt Deutschland lag der Umsatz mit einer Veränderung von -0,6 Prozent geringfügig unter dem Vorjahr. Die Investitionszurückhaltung der deutschen Unternehmen sorgte vor allem im Automobilbereich für Umsatzeinbußen. Deutlich stabiler verlief das Geschäftsjahr in der Vertriebsregion Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Trotz Verlangsamung der Konjunktur konnte Sick dort ein Umsatzplus von 7,9 Prozent erreichen.

Insbesondere sorgten die Geschäfte in Italien, Österreich, Schweden und Norwegen sowie Großbritannien für positive Impulse. Mit 7,6 Proezent lag das Umsatzwachstum in Nord-, Mittel- und Südamerika (Americas) auf einem ähnlichen Niveau. Sick konnte in Nordamerika eine weiter gestiegene Nachfrage in der Intra- und Transportlogistik sowie in der Öl- und Gasindustrie verzeichnen.

Die weltweit stärkste Wachstumsregion war unverändert Asien-Pazifik, wo die Entwicklung dynamisch ausfiel. Mit einem Zuwachs von 11,3 Prozent blieb das Umsatzplus auch 2019 zweistellig, vor allem in China und Japan konnte das Geschäftsvolumen wieder gesteigert werden. Die Währungseffekte hatten im Geschäftsjahr 2019 einen leicht positiven Einfluss auf die Entwicklung des Konzernumsatzes.

Profitabel als Basis für unruhige Zeiten

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 von 117,5 Millionen Euro auf 132,9 Millionen Euro. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch eine Beruhigung der Beschaffungsmärkte und dem damit verbundenen Rückgang außerordentlicher Aufwendungen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Zusammen mit dem erfreulichen Umsatzwachstum kann Sick 2019 eine erneut hohe Profitabilität verzeichnen.

Für ein nachhaltiges Wachstum in einem volatilen Marktumfeld sind anhaltend hohe Aufwendungen und Investitionen erforderlich. Die hohe Profitabilität des Sick-Konzerns ermöglicht auch zukünftig die notwendigen Investitionen in die Sicherung der Marktposition und Innovationsführerschaft. Darüber hinaus bietet sie dem Unternehmen Stabilität in der aktuellen Corona-Pandemie, deren wirtschaftliche Auswirkungen für das Geschäftsjahr 2020 noch nicht abschätzbar sind.

Umsatztreibende Innovationen

Wie auch in den vergangenen Jahren tätigte Sick im Geschäftsjahr 2019 hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Insgesamt wendete das Unternehmen 202,0 Millionen Euro (2018: 192,5 Millionen Euro) – 11,5 Prozent des Umsatzes – in F&E-Aktivitäten auf. Im Bestandsgeschäft erweiterte Sick sein Produktportfolio, um sich durch eine stärkere Angebotsdiversifizierung noch besser für Schwankungen einzelner Märkte zu rüsten.

Schwerpunkte der Produktentwicklung lagen in der Vernetzungsfähigkeit der Sensorik im Kontext von Industrie 4.0 sowie der Datensouveränität. Mit der Integration von Applikationswissen in der Software einzelner Produkte und den Möglichkeiten leistungsfähigerer Prozessoren und Speichertechnologien entwickelt sich Sick-Sensorik immer stärker hin zur Sensorintelligenz. Zudem zeigten auch die Start-up-Initiativen eine hohe Dynamik und konnten Kundenprojekte gewinnen und Umsätze erzielen. So wird etwa mittels Deep Learning-Algorithmen eine Anwendung mit Kamerasensoren auf einem neuronalen Netz fortlaufend trainiert und so bei der Paketerkennung in der Logistik eingesetzt.

Hoher Auftragseingang im ersten Quartal 2020

Schon vor Beginn der Ausbreitung des Coronavirus waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd. In den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 2020 konnte Sick weiterhin einen erfreulichen Umsatz und Auftragseingang verzeichnen. Das Unternehmen beobachtet mit großer Sorge die Ausbreitung des Coronavirus sowie die Shutdowns in vielen Ländern und hat frühzeitig Maßnahmen umgesetzt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das Unternehmen zu schützen und lieferfähig zu bleiben.

Die weltweiten Bemühungen zur Verlangsamung der Virusinfektion stellen eine nie dagewesene Herausforderung für die Weltgemeinschaft dar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass Auftragslage und Geschäftsentwicklung in 2020 maßgeblich von der medizinischen und wirtschaftlichen Krise negativ beeinflusst werden.

Doch auch in der derzeitigen Krisensituation ist die Nachfrage nach Automatisierungslösungen, zum Beispiel in der Logistik, hoch. Sick kann mit seinem innovativen Produkt- und Leistungsportfolio Unternehmen nach der Krise dabei unterstützen, weiterhin für Geschäftsprozesse geltende Einschränkungen zu überwinden. Mit seiner soliden Finanzlage ist der Sick-Konzern aussichtsreich positioniert, um diese herausfordernde Phase zu bewältigen. (ge)


Kontakt:

Sick AG
Erwin-Sick-Str. 1
79183 Waldkirch
Tel.: +49 7681 202-0
E-Mail: info@sick.de
Website: www.sick.de

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