Kamera und Software sortieren Medikamente Lagerlösungen für Pharma - wirautomatisierer

Kamera und Software sortieren Medikamente

Lagerlösungen für Pharma

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Etwa sieben Mal täglich werden Apotheken in Deutschland mit Medikamenten beliefert. Deren Einlagerung erfolgt meist manuell: Die Medikamente werden zunächst mit einem Handscanner in das Warenwirtschaftssystem verbucht, dann ins Generalalphabet und in Kühlschränke oder in Tresore einsortiert. Das Lager ist jedoch das Herzstück einer Apotheke, denn nur ein gut sortiertes Lager sorgt für reibungslose Abläufe im Verkauf. Täglich besuchen vier Millionen Menschen in Deutschland eine Apotheke. Damit verbunden ist ein hoher logistischer Aufwand.

Nach Informationen von Datalogic Automation GmbH in Erkenbrechtsweiler

Manuelle Verfahren sind immer fehleranfällig, was in Apotheken die Suche nach dem richtigen Medikament erschweren kann. Dabei geht wertvolle Zeit verloren, die nicht beim Kunden am Verkaufstresen verbracht werden kann. In Zeiten, in denen der Konkurrenzkampf groß ist und immer mehr Apotheken schließen müssen, rückt die Kundenbindung wieder verstärkt in den Fokus.
Auch in Krankenhäusern sehen sich die Mitarbeiter vor ähnlichen Problemstellungen: Hier werden die Medikamente in einer Zentralapotheke gelagert, von der aus zwischen 2000 und 3000 Patienten pro Tag und Krankenhaus mit Medikamenten versorgt werden müssen. Oftmals schließen sich mehrere Krankenhäuser zusammen, um durch die Großkommissionierung Ressourcen zu sparen. Auch hier kann die Versorgung mit Arzneimitteln unterbrochen werden, wenn durch die manuelle Sortierung Fehler auftreten.
Vier Augen sehen mehr als zwei
Die Mach4 Automatisierungstechnik stellt seit mehr als 15 Jahren automatisierte Pharma-Kommissionierautomaten her, die eine fehlerfreie Ein- und Auslagerung und damit eine optimale Lagerwirtschaft ermöglichen. Seit sechs Jahren werden dabei auch die Produkte von Datalogic eingesetzt. Medikamente können in beliebiger Reihenfolge in den Automaten einsortiert, zuverlässig erkannt und automatisch eingelagert werden. Durch diese Software und die von Datalogic eingesetzte Kamera Matrix 410 werden Medikamente von vier Kameras abgesucht und der Bar- oder 2D-Datamatrixcode eingescannt.
Durch das große Lesefeld der 2-Megapixel- Matrix-Kamera müssen Medikamentenverpackungen nicht in einer bestimmten Position in die Kommissionierautomaten eingegeben werden. Die vier integrierten „Augen“ suchen die Packungen von allen Seiten ab und erkennen so die Codes – eine Vorgehensweise, die den Mitarbeitern in Apotheken und Krankenhäusern eine große Zeitersparnis bringt und Fehler von Anfang an vermeidet. Die 2D-Kamera Matrix 410 vereint Bilderfassung, Dekodierung und Kommunikation und erkennt dank der fotografischen Erfassung selbst beschädigte Codes. Trotz der hohen Lesegeschwindigkeit ist eine zuverlässige Erkennung speziell bei 2D-Codes und direkter Produkt-Markierung (DPM) sichergestellt. Die Kamera dekodiert neben den herkömmlichen Barcodes ebenso Postcodes, Stapelcodes und 2D-Datamatrixcodes und übermittelt die Bilder anschließend in Echtzeit an die Software.
Mehr Zeit und Platz für den Verkauf
„Die Entscheidung, die Codelesung in unseren Kommissionierautomaten gemeinsam mit Datalogic weiterzuentwickeln, war schnell getroffen“, erzählt Dirk Beils, Geschäftsführer der Mach4 Automatisierungstechnik. „Das effiziente Zusammenspiel und das hohe technische Know-how ermöglichen eine technisch anspruchsvolle und wirtschaftliche Lösung zu realisieren.“ Je nach Größe und Bedarf einer Apotheke oder eines Krankenhauses stehen verschiedene Automatenformen und -größen zur Verfügung, die 1200 bis 60.000 Medikamente fassen können. Die Einlagerung der Medikamente erfolgt über die sogenannte Fill-in-Door. Der Mitarbeiter muss dabei nicht darauf achten, wie groß die Verpackungen sind oder wo sich der Bar- oder 2D-DataMatrix-Code befindet. Die Kameras und die Software erledigen den Rest, scannen und ordnen ein. Durch diese Vollautomatisierung können bis zu 100 Packungen in nur drei Minuten eingelagert werden, gleichzeitig wird der manuelle Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert – und das bei einer Fehlerquote, die gegen Null geht.
Neben der großen Zeitersparnis ist der geringe Platzbedarf ein Vorteil der Kommissionierautomaten: Das kleinste Modulsystem ist nur 1,65 m hoch, 1,3 m breit und 3,5 m lang. Je nach Anforderungen kann der Automat noch erweitert werden, beispielsweise um sogenannte Speed-Boxen. Diese ermöglichen eine schnelle Medikamentenausgabe bei Anfragen, die von der Kasse kommen. Bisher wurden weltweit über 1200 der Pharma-Automaten installiert. ge
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