ZVEI stellt seine Initiative 5G-ACIA auf der SPS IPC Drives 2018 vor

Mobilfunk

ZVEI stellt seine Initiative 5G-ACIA auf der SPS IPC Drives 2018 vor

5G-ACIA
Ein Whitepaper – inzwischen als Second Edition erweitert – erklärt die Vorteile eines IoT-tauglichen 5G-Standards Bild: ZVEI/Christian Behrens
Anzeige

Auf der SPS IPC Drives 2018 stellte der ZVEI seine Initiative 5G-ACIA (Alliance for Connected Industries and Automation) vor: Verschiedene Firmen aus Automatisierung, E-Technik und IT wollen sich zusammen dafür einsetzen, beim künftigen Mobilfunkstandard 5G mitreden zu können. Zur SPS IPC Drives gab es nun schon konkrete Ergebnisse. Bisher war es beinahe immer so, dass sich industrielle Anwendungen auf eigentlich fachfremde Technologie wie WLAN, Bluetooth oder LTE aus dem Consumer-Bereich mit den entsprechenden Kompromissen verlassen musste, einfach weil diese gut entwickelt und etabliert waren. Bei 5G möchte man dem nun zuvorkommen und im neuen Standard quasi eine eigene Ecke für die Industrie einrichten, die deren speziellen Anforderungen so gut wie möglich nachkommt.

Als eine der Hauptneuerungen wird der neue Standard auch eigene, lokale 5G-Netzwerke unterstützen. So können auf einer Basisstation viele verschiedene Netze eingerichtet werden, je nachdem, was die angesprochenen Geräte benötigen. Auch der Netzausbau kann man so quasi selbst erledigen: Soll an einem Produktionsstandort ein 5G-Netz etabliert werden, benötigt man keinen Funkmast eines Netzbetreibers wie bei 3/4G, sondern kann selbst einen Industrie-5G-Knoten für das entsprechende Werk aufstellen. Dieser steht dem herkömmlichen Mobilfunknetz für das Smartphone des benachbarten Anwohners nicht zur Verfügung, sondern bedient exklusiv die eigenen Anwendungen.

Neben der höheren Geschwindigkeit und extrem niedrigen Latenzen soll auch die Verlässlichkeit beispiellos sein, ebenso soll die Konnektivität speziell auf IoT-Anwendungen zugeschnitten werden. Prinzipiell sollen drei Kommunikationstypen unterstützt werden: Enhanced mobile broadband (eMBB) liefert hohe Bandbreite, 10/20 Gb/s (up/downlink) sollen drin sein. Massive machine-type communication (mMTC) wird bis zu 1 Mio. IoT-Geräte pro km2 verbinden, bei extrem niedrigem Energieverbrauch, was auch den Batteriebetrieb über zehn Jahre möglich machen soll. Mit Ultra-reliable low-latency communications (URLLC) werden kritische Applikationen angesprochen, die Latenzen im Millisekundenbereich und einen hohen Sicherheitslevel benötigen sowie sehr zuverlässig erreichbar sein müssen. Durch ein Time-Sensitive-Network könnten kabellose Feldgeräte künftig direkt mit der Cloud kommunizieren, ohne weitere Gateway-Hardware.

Die Mitgliederliste der 5G-ACIA ist inzwischen auf ca. 40 Firmen angewachsen, darunter Automatisierer wie Beckhoff, Siemens und Festo, aber auch IT-Größen wie Intel und Sony oder Mobilfunkspezialisten wie Huawei, Nokia, die Telekom und Vodafone. Bis zur Hannovermesse 2019 will man auf 60 Mitglieder wachsen. tm

www.5g-acia.org

Anzeige

Video aktuell

VX25 - Michael Schell, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement bei Rittal, stellt das neue Großschranksystem vor.

Aktuelle Ausgabe

Titelbild elektro AUTOMATION 11
Ausgabe
11.2018
LESEN
ARCHIV
ABO

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Produkttester werden!

Sie möchten Differenzdrucksensoren testen. Jetzt bewerben!

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Automation Award

Automation Award 2018
Die Besucher der SPS IPC Drives haben gewählt. And the winners are…

Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

Alle Whitepaper

Hier finden Sie alle Whitepaper unserer Industrieseiten

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de