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Embedded World 2020 fokussiert KI

Fachmesse zu Embedded Systems
Embedded World 2020 fokussiert KI

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Auch 2020 überschreitet die Embedded World wieder die gebuchte Ausstellungsfläche des Vorjahres. Der Veranstalter, die Nürnberg Messe GmbH, Nürnberg, erwartet mehr als 1100 Aussteller Bild: Nürnberg Messe
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Embedded-System-Technologien, verteilte Intelligenz, das Internet der Dinge und Systems Engineering stehen erneut im Mittelpunkt der internationalen Leitmesse Embedded World 2020. Das Angebotsspektrum reicht dabei von Hardware, Tools, System- und Anwendungssoftware über Systeme und Dienstleistungen. Das Rahmenprogramm wartet mit den Konferenzen Embedded World Conference und Electronic Displays Conference auf.

Inhaltsverzeichnis

1. Edge und Fog Computing
2. Software- und Systems-Engineering

Mit ihrer Kombination aus Fachmesse und Konferenz zeigt die Embedded World in Nürnberg, welche neuen Bereiche die mit Hochgeschwindigkeit voranschreitende Technologie erschließt. Embedded Intelligence prägt immer mehr Systeme: von autonomen Fahrzeugen über Bilderkennungs- und Embedded-Vision-Systemen bis hin zu präventiver und bedarfsgerechter Wartung in Industrie-4.0-Systemen, vom Kleinrechner bis zum Hochleistungs-Cloud-Server. Künstliche Intelligenz (KI) wird 2020 eines der dominierenden Themen der Messe sein, sowohl auf Messeständen als auch in den begleitenden Konferenzen. Dort wird diskutiert, was KI im Zusammenhang mit „Embedded“ bedeutet, was die Embedded-Technologie von den KI-Angeboten der Cloud- und Internet-Giganten unterscheidet, was KI leistet und wie die Technologie in Geräte für Industrie und Endanwender integriert wird.

Edge und Fog Computing

Für den industriellen Bereich sind Anwendungen besonders interessant, bei denen Verhalten, Eigenschaften, Zustände, Wartungsintervalle oder Restlaufzeiten analysiert oder vorhergesagt werden müssen. Solche Edge-Anwendungen basieren oft auf eingebetteten Systemen, die über viel weniger Rechenleistung verfügen als die Cloud-Server, die normalerweise KI- und ML-Probleme rechnen. Trotz der beschränkten Speicher- und Rechenressourcen von eingebetteten Mikrocontrollern boomt dieser Bereich ganz massiv, erklärt Prof. Axel Sikora, Chairman der Embedded World Conference. Hintergrund sei die Möglichkeit, kleine, kostengünstige, autonome und adaptive Systeme zu bauen, die deutlich über den Funktionsumfang herkömmlicher statischer, modellbasierter Steuer- und Regelalgorithmen hinausgehen. Autonome Fahrzeuge, selbständige Roboter oder interaktive Assistenten sind nur einige bekannte Beispiele. Dabei stehen die eingebetteten Systeme meist nicht im Sinne von Edge Computing allein, sondern agieren oft im Zusammenspiel mit weiteren Ressourcen in der Cloud (Cloud Computing) oder auf Zwischensystemen und Gateways. Hier wird das sogenannte Fog Computing immer wichtiger, bei dem Rechenleistung und Intelligenz an den Rand der Cloud verlagert werden. Durch diese Dezentralisierung müssen nicht mehr alle Daten den kompletten Weg zum zentralen Rechenzentren zurücklegen. Latenz- und Verarbeitungszeiten sinken.

In klassischen, eingebetteten KI-Systemen wird in der Cloud gelernt und im Edge entschieden. Immer mehr finden sich aber auch Architekturen, in denen Lösungen für Probleme begrenzter Komplexität auf dem eingebetten Endknoten (Edge System) gelernt werden. Zudem lernen immer mehr Anwendungen mehrstufig. Dies verspricht, laut Sikora, nicht nur Vorteile in Bezug auf die Lastverteilung, sondern ebenfalls für die Vertraulichkeit von Informationen, da nur vorgelernte, also abstrahierte Modell auf die nächste Ebene weitergegeben werden.

Software- und Systems-Engineering

Aussteller und Vorträge auf den parallelen Konferenzen widmen sich auch dem Software- und Systems-Engineering, die beide als Kernkompetenz für die Entwicklung eingebetteter Systeme Bedeutung gewinnen. So präsentieren einige Anbieter Entwicklungs-Software, um die Prozessoren intelligenter Geräte zum Leben zu erwecken. Da immer mehr Systemfunktionen durch Software realisiert werden, erhöht sich neben deren Umfang aber auch die Komplexität drastisch, gibt Prof. Sikora zu bedenken. Darüber hinaus werden viele Systemfunktionen nicht mehr nur durch einzelne Komponenten, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten realisiert. Dabei ist die Sicht auf das gesamte System unabdingbar, die das Zusammenspiel der verschiedenen Steuergeräte im Fokus hat. Hier kommt die Disziplin des Systems-Engineerings zum Tragen.

Da eingebettete Systeme in zunehmendem Maß auch in Bereichen und Anwendungen zum Einsatz kommen, bei denen die Funktion Leib und Leben von Menschen schützen soll oder ein Fehlverhalten des Systems entsprechende Risiken birgt, spielt beim Systems-Engineering die funktionale Sicherheit des Systems eine entscheidende Rolle. Neben dieser kommt der Security eine deutlich zunehmende Bedeutung zu. Hier geht es insbesondere um den Schutz des Systems und seiner Komponenten vor unzulässigen Eingriffen, die die Daten und damit die Funktionalität des Systems beeinträchtigen und im Extremfall durch Manipulation von Daten, etwa in einem elektronischen Bremssystems, eine Gefahr für Leib und Leben bewirken können. Sikora weist darauf hin, dass die immer häufigere Verwendung von Multicore-Prozessoren eine zusätzliche Herausforderung darstellt, die durch die echte Nebenläufigkeit von Prozessen neue Anforderungen insbesondere an den Software- und Systementwurf stellt.

Um den Überblick über die Themenvielfalt zu erleichtern, erwarten die Besucher auf der Messe mehrere Sonderschauen:

  • In der Electronic Displays Area in Halle 1 präsentieren Unternehmen Neuheiten rund um Display-Technologien, flexible Displays, grafische Benutzerschnittstellen, Human-Machine-Interfaces, Touch-Screens und 3D-Displays.
  • Bilderkennungs- und Verarbeitungssysteme mit günstigen, effizienten und zuverlässigen Embedded-Systemen werden erstmals in der Embedded Vision Area in Halle 2 gezeigt.
  • Aufgrund steigender Mobilität und weltweiter Vernetzung dreht sich die Innovationsspirale der Machine-to-Machine-Branche immer schneller. Produkte und Applikationen finden die Besucher in der M2M-Area in Halle 3.
  • Ob Sicherheit für Hard- und Software, Schutz vor äußeren Angriffen oder Schutz vor Piraterie – in der Safety & Security Area (Halle 5) wird gezeigt, wie angriffssichere Hard- und Software gestaltet werden muss oder Unternehmen ihre Embedded-Systeme vor Angriffen schützen können.
  • In der Start-up-Landschaft in Halle 3A sind Präsentation von Geschäftsmodellen im Bereich Embedded-Systeme von Unternehmen zu sehen, die jünger als 5 Jahre sind und weniger als 20 Mitarbeiter beschäftigen. Hier können Besucher an von Experten geführten Touren teilnehmen.

Die Embedded World Conference steht dieses Jahr unter dem Motto „Connecting Embedded Intelligence“ und wartet mit den Themenclustern Internet of Things, Connected Systems, Embedded OS, Functional Safety & Security, Hardware, Software Engineering, Embedded Vision, Intelligent Systems, Embedded HMI & GUI und System-on-Chip auf.

Im Zentrum der Electronic Displays Conference am 26. und 27. Februar stehen wieder Themen wie LCD, Micro-LEDs, Touch, Optical Bonding, Display-Systeme und automotive Displays sowie die Lieferkette, Display-Komponenten und Marktübersichten. mc

Messe-Info

Embedded World Fachmesse & Konferenz

25. – 27. Februar 2020

Messezentrum Nürnberg

Direkt zum Programm der Embedded World Conference 2020:

http://hier.pro/Nh0wT

Direkt zum Programm der Electronic Displays Conference 2020:

http://hier.pro/SAJyJ

Kontakt
Nürnberg Messe GmbH
Besucher Service
Messezentrum
90471 Nürnberg
Tel.: 0911/8606-4912
Website: www.embedded-world.de

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