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Was beim Umstieg auf Windows 11 IoT zu beachten ist

Windows 10 IoT Enterprise oder Windows 11 IoT Enterprise?
Was beim Umstieg auf Windows 11 zu beachten ist

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Compmall bietet eine Reihe an Panel PC, Embedded PC, Mainboards und Embedded Boards, die Windows 11 unterstützen. Bild: Compmall
Im Oktober letzten Jahres wurde Windows 11 veröffentlicht. Diese Version setzt sich kontinuierlich, aber eher langsam durch. Das verwundert nicht, schlägt doch jeder neuen Windows-Version ein gewisses Misstrauen hinsichtlich nicht entdeckter Bugs entgegen, aber auch gestiegene Hardwareanforderungen müssen erfüllt werden. Weshalb es für den Industrieeinsatz ratsam ist, auf Windows 11 IoT Enterprise in der LTSC-Version zu warten oder Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 vorzuziehen. Compmall bietet eine Reihe von Panel-PCs, Embedded-PC, Mainboards und Embedded Boards, die Windows 11 unterstützen.


Inhaltsverzeichnis
1. Was leisten USB4 und Wi-Fi 6E
2. Nachteil Multi-App-Kiosk-Mode
3. LTSC-Version für Embedded Anwendungen
4. Warum also umsteigen?
5. Windows 10 IoT Enterprise 2021 LTSC
6. Für Geräte im 6-GHz-Band
7. Die USB4-Architektur basiert auf der Thunderbolt-Protokollspezifikation

Windows 11 verlangt einen kompatiblen Prozessor, UEFI Secure Boot und ein Trusted Platform Modul in der Version 2.0. Wobei es sich beim TPM-Modul nicht zwangsweise um einen physischen Chip handeln muss, es reicht auch ein Firmware-TPM (fTPM), das sich im BIOS-Setup aktivieren lässt. Windows 11 IoT Enterprise verfügt über alle Funktionen wie die Vorgängerversion. Darüber hinaus wurde das User Interface modernisiert. Funktions-Updates werden nun im jährlichen Turnus ausgespielt und nicht mehr halbjährlich und der Support beträgt 36 Monate. Zu den Funktionalitäten gehören USB4 und Wi-Fi 6E.

Was leisten USB4 und Wi-Fi 6E

USB4 oder USB 4.0 ist eine Hochgeschwindigkeitsschnittstelle mit einer Datenübertragungsrate bis 40 Gigabyte pro Sekunde. Da USB4 auf dem Thunderbolt-3-Standard basiert, ist USB4 kompatibel mit Thunderbolt-3 und den Vorgänger-USB-Standards. Unterstützt werden verschiedene Daten- und Display-Protokolle, sodass sich über den Typ-C-Port zum Beispiel externe Grafikkarten oder 4K-Monitore anschließen lassen.

Der WLAN-Standard Wi-Fi 6E erweitert das Frequenzband auf 6 GHz. Eine theoretische Geschwindigkeit von 2,3 Gbit/s ist möglich, sodass Echtzeitanwendungen ausgeführt werden können. Auch die Netzwerkverbindung wird zuverlässiger, da es kaum Störunglen bei 6 GHz gibt.

Nachteil Multi-App-Kiosk-Mode

Zahlreiche Anwendungen basieren auf dem Kiosk-Modus, also der Möglichkeit, Windows so einzurichten, dass die Funktionalität eines Geräts entweder auf eine einzelne oder auf mehrere Anwendungen beschränkt wird. Dazu bietet Windows verschiedene Varianten an – die Custom Shell, den Single App Kiosk Modus und den Multi App Kiosk Modus. In der neuen Windows 11 IoT Enterprise Version ist der Multi App Kiosk Modus noch nicht verfügbar, ist aber für künftige Updates geplant.

LTSC-Version für Embedded Anwendungen

Bei Embedded-Anwendungen kommt überwiegend die LTSC-Version zum Einsatz, die aber für Windows 11 IoT Enterprise noch nicht veröffentlicht ist. Und bislang gibt es auch kein Release-Datum. Was zeichnet die LTSC-Version aus? LTSC bedeutet Long-Term Servicing Channel, das heißt, diese Version ist 10 Jahre lang verfügbar. Darüber hinaus gibt es weitere entscheidende Vorteile: Die LTSC-Version erhält keine Funktions-, sondern nur Security-Updates und sogar diese Updates können deaktiviert werden. Andererseits bietet die LTSC-Version zusätzliche Funktionen durch die Lockdown Features. Dahinter verbergen sich Anwendungen, die vor allem im industriellen Umfeld sehr nützlich sind wie Shell Launcher, Unified Write Filter, AppLocker, USB Device Policy, Device Guard, BitLocker und Language Packs.

Warum also umsteigen?

Ein Umstieg auf Windows 11 macht dann Sinn, wenn WLAN6E oder USB4 benötigt werden. Compmall bietet eine Reihe von Panel PC, Embedded PC, Main-
boards und Embedded Boards, die Windows 11 unterstützen. Aber auch hier ist es in vielen Fällen ratsam, auf Windows 11 IoT Enterprise in der LTSC-Version zu warten. In allen anderen Fällen ist Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 vorzuziehen.

Windows 10 IoT Enterprise 2021 LTSC

Im letzten Jahr hat Microsoft eine letzte Version von Windows 10 IoT Enterprise LTSC herausgebracht, die einige Verbesserungen bietet. Die Funktion Dual Application Focus erlaubt es, dass zwei Nutzer an zwei verschiedenen Geräten simultan an der gleichen Anwendung arbeiten. Beispiel: Der Kunde kann schon seine Bezahlkarte einlesen, während der Kassierer noch die Waren scannt. Außerdem wird Soft Real Time unterstützt, das sich für Systeme eignet, die ihre Timing- Anforderungen zwar meistens erfüllen, aber nicht mit absoluter Sicherheit. Der Footprint des Betriebssystems kann verkleinert und somit die Mindestanforderung an die Hardware auf 2 GB RAM und 16 GB Arbeitsspeicher heruntergeschraubt werden. Azure IoT Edge für Linux on Windows verbindet die jeweiligen Vorteile der beiden Betriebssysteme. Linux kann neben Windows laufen und gleichzeitig werden die besseren Windows-Treiber genutzt. Für die 2021-LTSC-Version gilt ein 10 Jahre langer Support, der 2031 endet. Damit bleibt Anwendern noch eine lange Zeit, um sich in Ruhe auf Windows 11 IoT Enterprise LTSC vorzubereiten.

Weitere Details zum Umstieg:

hier.pro/PqUUO

Kontakt:
Compmall GmbH
Unterhachinger Str. 75
81737 München
Tel: +4989 8563150
info@compmall.de
www.comp-mall.de


Für Geräte im 6-GHz-Band

Mit Wi-Fi 6 bzw. WLAN 6 gemäß IEEE 802.11ax steht ein neuer Standard zur Verfügung, der die Leistung der etablierten Kommunikationstechnologie weiter steigern soll. Unter der Bezeichnung Wi-Fi 6E werden Geräte klassifiziert, die das 6-GHz-Band nutzen und diese Technologie einschließlich höherer Leistung, geringerer Latenz und schnellerer Datenraten unterstützen. WLAN ist als grundlegende Technologie für das Internet der Dinge anerkannt, auch als notwendige Ergänzung zu 5G. Der Frequenzbereich 6 GHz ist optimal geeignet, um das weitere Wachstum von Wi-Fi in vielen Gebieten zu erleichtern, da es an 5 GHz angrenzt, wo Wi-Fi bereits zuverlässig funktioniert. Mit der 6-GHz-Technologie wird es möglich sein, das bisher zur Verfügung stehende Frequenzspektrum auszuweiten.

WLAN 6 wird entscheidende Rolle spielen


Die USB4-Architektur basiert auf der Thunderbolt-Protokollspezifikation

Die USB4-Architektur basiert auf der Thunderbolt-Protokollspezifikation von Intel, sie verdoppelt die Bandbreite von USB und ermöglicht es so, mehrere Daten- und Displayprotokolle gleichzeitig zu übertragen. Die USB4-Architektur definiert eine Methode, um eine einzelne Hochgeschwindigkeitsverbindung mit mehreren Endgerätetypen dynamisch zu teilen, die der Übertragung von Daten nach Typ und Anwendung am besten dient. Da sich der USB-Type-C-Connector in die Rolle des externen Display-Ports vieler Host-Produkte entwickelt hat, bietet die USB4-Spezifikation dem Host die Möglichkeit, die Zuweisungen für den Display-Datenfluss optimal zu skalieren. Auch wenn die USB4-Spezifikation ein neues zugrundeliegendes Protokoll einführt, wird die Kompatibilität mit bestehenden USB 3.2-, USB-2.0- und Thunderbolt-3-Hosts und -Geräten unterstützt; die resultierende Verbindung skaliert auf die beste gegenseitige Fähigkeit der Geräte. Bei Thunderbolt handelt es sich um ein von Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickeltes Schnittstellen-Protokoll zwischen Computern, Monitoren und anderen Peripheriegeräten.

Promoter Group veröffentlicht USB4-Spezifikation

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