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Brückenschlag von PLM zu Automatisierung nimmt Gestalt an

Siemens: Erste Schritte auf dem Weg zu durchgängiger Digitalisierung erkennbar
Brückenschlag von PLM zu Automatisierung nimmt Gestalt an

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Siemens baut sein Angebot für das „Digital Enterprise“ – das durchgängig digital arbeitende Unternehmen – kontinuierlich weiter aus. Auf der Hannover Messe 2016 werden erstmals Lösungen für die CAD/CAM/CAE-Software NX gezeigt, die den Brückenschlag in die Automatisierungswelt erlauben. Fest im Blick stehen dabei aber immer die Vorteile, die der Anwender solcher Industrie-4.0-Szenarien hat: schnellere Time-to-Market, kurze Reaktionszeiten und das Eingehen auf individuelle Kundenwünsche.

Energieverteilung, Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Industriesoftware spielen Hand in Hand in Siemens‘ Stategie des „Digital Enterprise“. Dabei gibt es vier Eckpfeiler für eine erfolgreiche digitale Transformation:

  • durchgängige Software-Tools und -Systeme,
  • industrietaugliche Kommunikationslösungen,
  • industrietaugliche Sicherheitslösungen sowie
  • datenbasierte Services.
Im Vordergrund steht bei all dem: Die Wertschöpfungsprozesse sollen flexibler und schneller werden, um gezielter auf individuelle Wünsche der Kunden eingehen, schneller auf neue Marktanforderungen reagieren und auch einfacher komplett neue Geschäftsmodelle erschließen zu können.
Seit der Übernahme des PLM-Anbieters UGS 2007 ist Siemens ja mit starken Standbeinen in der PLM- und Automatisierungswelt eines der Unternehmen, das insbesondere angesichts der Industrie-4.0-Diskussionen die durchgängige Digitalisierung realisieren kann. Der europäische Marktführer für Automatisierungstechnik hat sein Angebot für das Product Lifecycle Management (PLM) durch weitere Übernahmen nach und nach gestärkt, seit Kurzem gehört auch der Simulationsspezialist für Strömungen, CD-adapco, zum Portfolio. Strategisch betont Siemens dabei die Wichtigkeit des ganzheitlichen Ansatzes, der startend beim Produktdesign über das Produktions-Engineering bis zum Service reicht. Eine Bruchstelle gab es aber nach wie vor: All die digitalen Daten aus der PLM-Welt konnten bislang nicht vollständig im Bereich der Automatisierung genutzt werden – Stand heute beginnen die Automatisierer mit ihren Programmiertools digital gesprochen auf der grünen Wiese.
Schließen der Mechatronic Engineering Chain
Dass es durchaus großer Anstrengung bedarf, diese Durchgängigkeit zu erreichen, machte jetzt im Vorfeld der Hannover Messe 2016 Anton S. Huber deutlich, CEO der Division Digital Factory von Siemens: „In den vergangenen Jahren haben wir mit großem Aufwand am Umbau der CAD/CAM/CAE-Lösung NX und des PLM-Systems Teamcenter gearbeitet, um die für die Automatisierung wichtigen logischen Zusammenhänge in den Datenstrukturen abbilden zu können.“ Ziel ist, alle (Software-)Produkte von Siemens auf eine gemeinsame Basis zu stellen, mit der der Bruch zwischen PLM- und Automatisierungswelt geschlossen werden kann. Schlagworte in diesem Zusammenhang sind ‚Closed Loop Manufacturing‘ und ‚Mechatronic Engineering Chain‘. PLM-Daten sollen über die Programmierung der Steuerungen bis hinein in Manufacturing Execution Systems (MES) genutzt werden können und zurück! Erste Produkte dazu wie einen Line Designer und einen Automation Designer für die NX-Welt will Siemens in Hannover vorstellen.
„Mit den von Siemens angebotenen Software-Tools, Kommunikationslösungen, Sicherheitskonzepten und -lösungen sowie einer offenen Plattform für datenbasierte Services können produzierende Unternehmen bereits heute in zukunftsfähige Automatisierungslösungen zur schrittweisen Realisierung von Industrie 4.0-Lösungen investieren“, so Huber weiter. Dabei bietet Siemens mit dem „Digital Enterprise“ auch in der Antriebstechnik sowie für alle Branchen der Prozessindustrie Lösungen, die auf deren spezifische Bedürfnisse abgestimmt sind. Dazu werden die Planungs- und Betriebswelt für ein ganzheitliches Anlagenmanagement über den gesamten Lebenszyklus einer Industrieanlage vereint. Grundlage sind integrierte Software-Produkte und -lösungen, die Erfassung, Austausch und Dokumentation aller relevanten Daten und somit die Digitalisierung der gesamten Anlage ermöglichen (Integrated Engineering). Alle Daten stehen dabei zentral und in Echtzeit zur Verfügung. Anwender können auf diese Weise das beim Engineering erzeugte virtuelle, identische Abbild einer Anlage – den digitalen Zwilling – nutzen, um die Inbetriebnahme, Betrieb und Instandhaltung zu simulieren und zu optimieren.
Um den Forderungen nach mehr Klimaschutz nachzukommen und die zunehmende Integration von erneuerbaren Energiequellen zu beherrschen, müssen auch Energiesysteme flexibler und intelligenter werden. Dies gilt besonders für energieintensive Industrieunternehmen. Eine Lösung bietet auch hier die Digitalisierung: So genannte „Microgrids“ vernetzen in industriellen Liegenschaften Energieverbraucher und -erzeuger und produzieren eine Vielzahl an Daten, die es zu messen, steuern, monitoren und regeln gilt. Aus dieser Digitalisierung ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle wie die Teilnahme am Energiemarkt oder ein intelligentes Lastspitzenmanagement, um eine wirtschaftliche Energieversorgung sicherzustellen. Zudem gilt es, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und mit modernen Schutzkonzepten die Anlagen und Systeme gegen Überlast oder Kurzschluss zu sichern. Die zunehmend dezentrale Energieerzeugung auch in der eigenen Anlage verändert darüber hinaus das Zusammenspiel von Industrieunternehmen und Stromanbietern. Dies erfordert neue Planungs- und Energiemanagementkonzepte für Netze und Anlagen, um eine robuste und kostenoptimierte Energieversorgung zu gewährleisten. In Totally Integrated Power (TIP) hat Siemens sein Portfolio für die Energieverteilung gebündelt und bietet ganzheitliche Lösungen an, mit denen sich Energiesysteme wirtschaftlich planen, steuern, schützen und optimieren lassen.
„Die Stromversorgung ist Teil des Digital Enterprise“, ergänzte Ralf Christian, CEO der Division Energy Management, auf der Hannover-Messe-Vorpressekonferenz. „Mit einem intelligenten Energiemanagement können Industrieunternehmen ihre Anlagen und Prozesse wirtschaftlich, effizient und sicher betreiben.“ Die fortschreitende Digitalisierung sei hierfür ein entscheidender Hebel. Bereits in den Planungs- und Engineering-Phasen ist ein digitales Abbild der Stromverteilung möglich: Verfügbare CAx-Daten ermöglichen zum Beispiel ein aufwandsarmes und fehlerfreies Schaltschrank-Engineering; außerdem sind ausgewählte Leistungsschalter und Messgeräte neben gängigen Planungs- und Projektierungstools nun auch im TIA Portal abrufbar. Im Betrieb können Anlagen und Maschinen in Energiemanagementsysteme eingebunden werden. co

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Siemens AG
Nürnberg
Tel. +49 911 895-0
www.siemens.com
Hannover Messe 2016: Halle 9, Stand D35
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