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Igus bietet Leitungen für Single Pair Ethernet

Umsatz geht zurück, Auftragseingang bisher fast stabil
Igus bietet Leitungen für Single Pair Ethernet

igus Single Pair Ethernet
Der Umsatz von Igus geht im laufenden Geschäftsjahr zurück, der Auftragseingang ist bisher fast stabil
Bild: Igus
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Nach zwei Prozent Umsatzzuwachs im vergangenen Jahr verzeichnet Igus aktuell unterschiedliche Signale aus dem Markt. Während der Umsatz in den ersten vier Monaten aufgrund der Corona-Lage zurückging, blieb der Auftragseingang bisher nahezu stabil. Das Interesse an Motion Plastics steigt weiterhin. Mit einem digitalen Messestand möchte die Igus GmbH in Köln den Kunden die aktuellen Entwicklungen vorstellen. Eines der Themen ist auch Single Pair Ethernet.

Inhaltsverzeichnis

1. Digitale Besuche auf realer Messe
2. Kosten sparen, Technik verbessern
3. SPE als aktuelles Thema
4. Schlüssel zur smarten Industrie-Automatisierung

Im vergangenen Jahr konnte Igus seinen Umsatz trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes um zwei Prozent auf 764 Millionen Euro steigern. Mit der aktuellen Corona-Krise haben sich die Rahmenbedingungen weiter verschärft. So ging der Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent zurück. Der Auftragseingang ist nahezu stabil und derzeit nur bei minus zwei Prozent.

„Wir erhalten momentan viele Anfragen und vereinbaren zahlreiche virtuelle Besuchstermine“, erklärt Frank Blase, Geschäftsführer der Igus GmbH. „Das Interesse von Kunden an Lösungen, die die Technik verbessern und dabei Kosten senken, steigt spürbar. Aufgrund von über 50 Jahren Erfahrung in Forschung und Praxis sind wir in der Lage, sichere Lösungen aus Kunststoffen anzubieten.“

Digitale Besuche auf realer Messe

Da derzeit weder Messen noch persönliche Besuche bei den Kunden möglich sind, setzt Igus ganz auf die Vorteile der Digitalisierung: Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Messestand als Teil des digitalen Supportangebots. Der reale Stand ist virtuell begehbar, auch persönliche Führungen, Einzel- und Gruppengespräche am Stand können direkt mit den Experten von Igus vereinbart werden. Unter dem Thema „Tech up, Cost down. It’s our job.“ präsentiert das Unternehmen dort auf 400 Quadratmeter über 100 Kunststoff-Innovationen.

Wie Kunden Kosten sparen und ihre Technik verbessern können zeigt beispielweise die Energiekette autoglide 5 mit Seil-Bodenführung, durch die sich in der Intralogistik und bei Krananlagen 88 Prozent Montagezeit sparen lassen. Neu ist auch die drylin Polymer-Teleskopschiene, mit der sich unter anderem Schubladen, Sitz- und Kopfverstellung einfach verstellen und ausziehen lassen. Außerdem ist sie 64 Prozent leichter als metallische Führungen.

Zentral für die Produktentwicklung sind die Versuche im hauseigenen 3800 Quadratmeter großen Testlabor. Dadurch ist Igus in der Lage auf das Standard-e-ketten-Programm wie auch chainflex Leitungen eine einzigartige 36-monatige Garantie zu vergeben. Das Markenversprechen „igus 36-month chainflex cable guarantee and service life calculator based on 2 billion test cycles per year” wurde jetzt erfolgreich von der Testorganisation UL zertifiziert. Igus setzt dabei verstärkt auf die Einbindung seiner motion plastics in eine Circular Economy.

Mit Initiativen wie „chainge Recycling“, „plastics2oil“ und der Zertifizierung nach ISO 14001. Im Chainge-Recycling-Programm nimmt Igus ausrangierte Kunststoff-Energieketten herstellerunabhängig zurück und recycelt sie. Einen Schritt weiter geht die 4,7 Millionen Euro Investition in Mura Technology. Die Firma will Anlagen errichten, in denen Kunststoffabfälle energieschonend in Öl umgewandelt werden. Das Umweltzertifikat ISO 14001:25 wurde Mitte April an Igus Deutschland vergeben, im Mai an Igus Korea. Energiesparziele von mindestens zehn Prozent sind der nächste Schritt.

Kosten sparen, Technik verbessern

Auch wenn Igus sich bewusst ist, dass Planungen derzeit schwierig sind, hält das Unternehmen an langfristigen Investitionen weiter fest, wie Frank Blase betont: „Die Umsatzeinbußen und Kosten bei der Bewältigung der Krise sind heftig. Eine generelle Wende zum Besseren ist derzeit schwer vorher zu sagen. Allerdings haben wir ein hohes Eigenkapital für solche Ausnahmezeiten angespart. Und wir packen alle Kosten an.“

Kurzarbeit wurde in einigen Ländern angemeldet, in Deutschland nicht. „Wir möchten die Auswirkung auf unsere Mitarbeiter soweit wie möglich minimieren. Und wir müssen entscheidende Zukunftsinvestitionen weitertreiben.“ Dazu zählen beispielweise der derzeitige Tunnelbau und die Erschließung des neuen Geländes für einen zusätzlichen Neubau am Kölner Standort.

Und auch die hohen Investitionen in die Digitalisierung gehen weiter. Acht zusätzliche Lebensdauer-Simulatoren und Online-Tools brachte das Unternehmen allein 2019 ins Web, beispielsweise für Zahnräder, Rollen und Wellen, sowie die Plattform RBTX für Low-Cost-Robotik. Inzwischen sind 38 Online-Tools registrierungs- und kostenfrei nutzbar. Frank Blase stellt heraus: „Beide Beispiel-Projekte, Neubau wie Digitalisierung, haben einen gemeinsamen Fokus: der Kunde soll schnell, einfach und zuverlässig an seine Motion-Plastics-Lösungen kommen. Gerade jetzt ist das ein wichtiges Ziel, das wir in unseren täglichen Krisenmeetings immer wieder hervorheben.“

SPE als aktuelles Thema

Tagtäglich generieren Sensoren weltweit Milliarden an Daten, steigender Tendenz. Das Single Pair Ethernet bietet hier neue Möglichkeiten, die Datenströme selbst im engsten Bereich der Maschine zuverlässig und schnell zu übertragen. Für die Bewegung in der Energiekette hat Igus mit der Chainflex CFBUS.PUR.042 eine spezielle Leitung vorgestellt. Die Verwendung von nur einem Adernpaar reduziert den Außendurchmesser um 25 Prozent. Dank der Versuchsreihen im Testlabor garantiert Igus eine Lebensdauer von zehn Millionen Doppelhüben und 36 Monaten.

War vor Jahren noch CAT5 das Maß aller Dinge und mit CAT5e ein Quantensprung erreicht, sind heute zunehmend CAT6A und CAT7 gefragt. Alle Entwicklungen endeten jedoch bisher am letzten, intelligenten Bauteil der Maschine. Bedingt durch die Größe der Leitung und der Steckerlösungen ließen sich Verbindungen bis zum kleinsten Sensor bisher nicht umsetzen. Eine Lösung bieten Leitungen, die die Adernpaare auf Eins reduzieren.

Schlüssel zur smarten Industrie-Automatisierung

Single Pair Ethernet nutzt nur ein Adernpaar. Das reduziert die Datenrate zwar auf Übertragungsraten von zehn Megabit pro Sekunde bis ein Gigabit pro Sekunde Eine höhere Geschwindigkeit ist in vielen Anwendungen jedoch nicht notwendig. Die neue Leitung ist passgenau für die T1-Steckerschnittstelle konstruiert, die eigens für SPE neu entwickelt wurde. Dies führt dazu, dass der haltbare Schirm zuverlässig übergeben wird und dadurch eine hohe Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) vorhanden ist. Die Kombination aus Leitung und Stecker ist dabei äußerst robust. (ge)


Kontakt:

Igus GmbH
Spicher Str. 1a
D-51147 Köln
Tel.: +49 2203 9649 0
E-Mail: info@igus.de
Website: www.igus.de

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