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Per Knopfdruck Spannungsfreiheit feststellen

Safety
Per Knopfdruck Spannungsfreiheit feststellen

Das System VeriSafe von Panduit minimiert das Risiko elektrischer Gefahren, indem es die Spannungsfreiheit des Schaltschranks überprüft. Im Vergleich zu dem Verfahren mit tragbaren Testinstrumenten prüfen Anlagenbetreiber und Maschinenbauer so deutlich schneller, ob ein elektrisch sicheres Umfeld vorliegt. Mit VeriSafe 2.0 hat das Unternehmen nun ein Update vorgestellt, das sich auch für Spannungen bis 1.000 V eignet und zusätzliche konstruktive Möglichkeiten bietet.

Inhaltsverzeichnis

1. Redundante Halbleiter-Signalausgänge
2. Einhaltung der Normen erleichtert
3. Single Pair Ethernet (SPE): Jetzt bereits die Infrastruktur schaffen
4. Neue Kabel für moderne Ethernet-Topologien

Stromschlag ist leider immer noch ein Grund für schwere Verletzungen oder sogar Tod am Arbeitsplatz. Eines der Probleme dabei: Das korrekte Prüfen auf Spannungsfreiheit erfordert entsprechendes Know-how und Zeit – im Mittel 10 bis 20 min. Dass es auch schneller geht, hat die Panduit GmbH, Schwalbach, mit dem System VeriSafe gezeigt: „Hier genügen durchschnittlich zehn Sekunden, um die die Spannungsfreiheit eines Schaltschranks zu überprüfen“, berichtet Frédéric Kalb, Business Development Manager bei Panduit.

Mit VeriSafe 2.0 hat das Unternehmen nun ein Update vorgestellt, das ohne Batterie auskommt, netzwerkfähig ist und für Spannungen bis 1000 V geeignet ist. „Mit VeriSafe 2.0 stellt man automatisch sicher, dass der vorgeschriebene gesamte Prüfprozess bei jeder einzelnen Prüfung eingehalten wird“, so Kalb weiter. „Mit praktisch einem Knopfdruck erreicht man geprüfte Sicherheit sowohl bei 3- als auch bei 1-phasigen Anwendungen im jetzt erweiterten Spannungsbereich bis zu 1000 V für Wechsel- und Gleichstrom-Anwendungen.“ Das ausfallsichere Design verwendet dazu aktive Anzeigen für den Anlagenstatus und erfüllt die Sicherheitsfunktionen gemäß SIL 3 (IEC 61508-1), was sich mehrfach nutzen lässt.

Redundante Halbleiter-Signalausgänge

So erhöhen sich mit dem erweiterten VeriSafe die Möglichkeiten, den gesamten elektrischen Bereich abzusichern. Das Isolationsmodul lässt sich auf Wunsch über redundante Halbleiter-Signalausgänge (SIL 3) einfach in Steuerungssysteme integrieren. Darüber hinaus erhält man auch ein Netzwerkmodul für Echtzeitdiagnose und Leistungsberichte. Somit lassen sich einerseits die Testergebnisse mit Zeitstempel oder Datenprotokollen aufzeichnen. Andererseits kann man damit auch ferngesteuert Fehler beheben, den Status der Sensor-Leitungen überwachen genauso wie die Batterielebensdauer oder die Temperaturentwicklung.

Elektrische Sicherheit per Schaltflächenklick erreichen

Über die Ethernet/IP- und Modbus-TCP-Verbindung lässt sich VeriSafe 2.0 zudem einfach in Scada-Systeme integrieren – oder man nutzt den integrierten Webserver. Darüber hinaus lässt sich das Testsystem einfach montieren und in EMV-gerechte Aufbauten integrieren.

Einhaltung der Normen erleichtert

Anwender können mit dem Gerät Gefahren und Risiken in Schaltanlagen wie gefordert unter allen Umständen vermeiden. Auch Anlagenbauer müssen ihre Konstruktion und die Einhaltung der Normen, die elektrische Sicherheit, den Brandschutz und die mechanische Sicherheit garantieren. Die entscheidende Grundlage ist der National Electrical Code (NEC) – in den USA gesetzlich als Stand der Technik akzeptiert. Die NEC ist mit VDE 0100 beziehungsweise IEC 60364 vergleichbar und wird von der National Fire Protection Association (NFPA) unter dem Arbeitstitel NFPA 70E veröffentlicht. Im Datenblatt weist Panduit auf alle weiteren internationalen und europäischen Normen hin, wonach VeriSafe geprüft ist. (co)

www.panduit.de

Ein Video zeigt die Funktion von VeriSafe 2.0


Single Pair Ethernet (SPE): Jetzt bereits die Infrastruktur schaffen

Vorausschauend zu handeln lohnt sich insbesondere bei der Kommunikations-Infrastruktur. Die Vorteile von Single Pair Ethernet (SPE) (siehe elektro AUTOMATION 04 (September)/2021, S. 42ff) liegen klar auf der Hand. Welche Steckverbinder sich durchsetzen, ist aber noch nicht ganz klar. „Das sollte aber nicht davon abhalten, bei jeglichen Netzwerk-Planungen jetzt schon eine SPE-fähige Infrastruktur in Betracht zu ziehen“, betont Mike Vermeer, Engineering Development Stratege bei Panduit. Häufig würden eh noch Schraubterminals zum Einsatz kommen, sodass die Wahl der richtigen Verkabelung viel wichtiger sei – Steckverbinder ließen sich bei Bedarf immer noch ergänzen.

Neue Kabel für moderne Ethernet-Topologien

Mit den neuen SPE-Kabeln von Panduit lassen sich bereits heute moderne Ethernet-Topologien aufbauen und auch verschiedene Legacy-Netzwerke später zu einer universellen physikalischen Schicht migrieren. „Bereits heute ist damit der Übergang zu einer zukunftsorientierten Infrastruktur möglich – langfristig werden die Komplexität in der Anlage reduziert sowie Inbetriebnahmen, Anwendungs- und Geräte-Upgrades vereinfacht“, so Vermeer weiter. Wichtig sei zudem zu wissen: „Klassische Feldbuskabel sind für geringere Frequenzen ausgelegt – ob sie also SPE-tauglich sind, muss im Einzelfall immer geprüft werden.“ Umso mehr ergebe es Sinn, bereits heute schon die Infrastruktur für die SPE-Kommunikation zu schaffen.

SPE bietet als Ethernet-Technologie eine Plattform für strukturierte Verkabelungen mit protokollunabhängiger physikalischer Schicht. Mögliche Datenübertragungs-Geschwindigkeiten von bis zu 10 Mbit/s bei einer Länge bis zu 1000 m und gleichzeitiger Power-over-Ethernet-Funktionalität mit einer Leistung bis 52 W über 100 m Entfernung sind entscheidende Vorteile einer Verkabelung für kommende Applikationen.

So gut kann Single Pair Ethernet (SPE) sein

Die Panduit-SPE-Kabel unterscheiden sich dabei grundsätzlich in den Ausführungen für unterschiedliche Anwendungsfelder wie Prozesstechnik (APL), industrielle Sensoren und Feldbussysteme oder die Gebäudetechnik. Darüber hinaus sind die Kabel spezifiziert in verschiedene Brandschutzklassen, zum Beispiel für feste Verlegung nach EuroClass Eca, Dca und Cca, oder auch generell halogenfreie und raucharme Varianten (LSZH – Low Smoke Zero Halogene) für flexible Verlegung. Mit SPE-Kabeln kann also die Infrastruktur aufgebaut werden, um Daten sowohl lokal als auch zentral für Analysen verfügbar zu machen.

Mit den neuen SPE-Kabeln von Panduit lassen sich auch verschiedene Legacy-Netzwerke später zu einer universellen physikalischen Schicht migrieren.
Bild: Panduit


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