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Kompakte Switches von Lapp decken verschiedene Betriebsmodi ab

Industrielle Kommunikation
Kompakte Switches von Lapp decken verschiedene Betriebsmodi ab

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Switches sorgen dafür, dass Daten an die richtigen Empfänger gelangen – auch bei der Kommunikation zwischen Maschinen und Netzwerken in Betrieben. Dabei sollen sie, wie die Etherline Access Switches von Lapp, möglichst wenig Platz benötigen, flexibles NAT (Network Address Translation) beherrschen und nach Möglichkeit Made in Germany sein.

Bernd Müller, freier Journalist, i. A. der U.I. Lapp GmbH, Stuttgart

Inhaltsverzeichnis

1. Neue Etherline Access Switches für Profinet
2. Gerüstet für alle Betriebsmodi
3. Switches inklusive Router und Firewall

In vielen Schaltschränken drängen sich Elektronikkomponenten, Kabel und Steckverbinder auf beschränktem Raum. Besonders kritisch kann die Situation in kleinen dezentralen Schaltschränken aussehen, die direkt an den Maschinen platziert werden. Und dann sollen darin auch noch die Switches untergebracht werden, die den Datenverkehr organisieren. Dafür werden sie auf die DIN-Hutschiene gesteckt, mit der Schaltschränke üblicherweise ausgerüstet sind. Dann ragen sie allerdings so weit nach vorne, dass die Tür des Schaltschranks mitunter nicht mehr schließt – erst recht, wenn in die Tür noch ein Bedienpanel eingelassen ist. Die Monteure müssen dann mit Tricks arbeiten, um alles unterzubringen.

Neue Etherline Access Switches für Profinet

Eine mitunter aufwändige Möglichkeit ist etwa, ein Winkelblech zu montieren, sodass die Hutschiene und damit auch der Switch nach unten zeigen. Dass dieses Problem auch eleganter lösbar ist, zeigt Lapp mit seinen neuen Etherline Access Switches für Profinet. Sie gehören zu den kleinsten auf dem Markt und sind so kompakt, dass sie ohne Tricks auch in besonders kleine Maschinenschaltschränke passen.

„Das Interesse der Kunden ist bereits riesengroß“, berichtet Jürgen Greger, Produktmanager für Industrial Communication bei Lapp. „Offenbar haben wir damit einen Nerv getroffen.“ Die Switches sind in den verschiedenen Versionen Managed mit vier, acht und 16 Ports sowie Unmanaged mit fünf, acht und 16 Ports erhältlich. Sie sind außerdem alle Made in Germany und für den Einsatz im rauen Industrieumfeld ausgelegt – etwa für den weiten Temperaturbereich von -40 bis +75 Grad Celsius.

Gerüstet für alle Betriebsmodi

Mit Industrie 4.0 werden zunehmend Maschinen vernetzt, sowohl untereinander als auch über die Ebenen der Automatisierungspyramide hinweg. Der Teufel steckt allerdings oft im Detail: Hersteller von Serienmaschinen, die in größeren Stückzahlen produziert werden, liefern diese mit identischen IP-Adressbereichen aus. Möchte ein Betrieb mehrere dieser Maschinen vernetzen, kommt es unweigerlich zu Konflikten, weshalb es eines Maklers zwischen den IP-Netzwerken bedarf.

Dies leistet beispielsweise der Etherline Access NF04T NAT/Firewall. Er vereint die Funktion eines Routers (Layer 3 des ISO-OSI-Modells) und eines Switches (Layer 2). Zudem verfügt er über vier RJ45-Ports – einen WAN-Port für das übergeordnete Unternehmensnetzwerk sowie drei LAN-Ports für Netzwerke auf Maschinenebene. Dadurch ermöglicht der Etherline Access NF04T NAT/Firewall eine einfache Vernetzung in Betrieben, wie diese drei Betriebsmodi zeigen:

  • Basic NAT: Hier ordnet der Switch mittels NAT (Network Address Translation) jeder IP-Adresse im internen LAN eine eindeutige IP-Adresse im freien Adressbereich eines externen WAN zu. So lassen sich viele Maschinen und Rechner zu einem Produktionsnetz zusammenschließen und dennoch aus einem externen Netzwerk eindeutig ansprechen.
  • Machine-to-Machine-NAT: Bei dieser Variante organisieren mehrere Switches den Datenverkehr zwischen mehreren internen IPv4-Netzwerken in ein übergeordnetes Netz. Dabei dürfen die internen Netze/Rechner/Maschinen die gleiche IP-Adresse haben und jeder Switch übersetzt die IP-Adressen mittels NAT so, dass Maschinen oder Rechner mit gleichen IP-Adressen eindeutig aus dem Unternehmensnetzwerk angesprochen werden können.
  • Portforwarding: Hier weist der Switch einer externen IP-Adresse mehrere interne zu, allerdings auf Portbasis. Das ist nützlich, wenn der Anwender keine weiteren IP-Adressen freigeben möchte.

Switches inklusive Router und Firewall

Diese Anwendungsfälle konnte man selbstverständlich auch schon bisher lösen, wofür allerdings industrielle Router notwendig waren. Beim Etherline Access NF04T NAT/Firewall kann man sich den zusätzlichen Router sparen, da er im Switch bereits enthalten ist. Dies ermöglicht Kosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent im Vergleich zu Lösungen mit Produkten von Wettbewerbern.

Des Weiteren blockt die eingebaute, einstellbare Firewall des Etherline Access NF04T NAT/Firewall Hackerangriffe auf die IT und Produktionsanlagen in Industriebetrieben ab. Wie notwendig das ist, zeigen diese Zahlen: Laut dem IT-Branchenverband Bitkom richteten Hacker in Deutschland 2018 Schäden in Höhe von 43 Millarden Euro an. Zunehmend in ihrem Fokus steht dabei das Internet der Dinge, wie Attacken mit Malware von Stuxnet über WannaCry bis Petya gezeigt haben.

Darüber hinaus hat Lapp sein Portfolio mit Switches zur industriellen Datenkommunikation deutlich erweitert: Für Geräte ohne eigene Stromversorgung eignet sich besonders der Unmanaged Switch Etherline Access U04TP01T. Seine vier RJ45-Ports bieten Power over Ethernet, können also zum Beispiel Kameras in der Qualitätssicherung oder Wifi-Access-Points mit Strom und Daten versorgen.

Und wer hohe Übertragungsraten über große Distanzen benötigt, greift zum Etherline Access M08T02GSFP. Der Managed Switch verfügt neben den acht RJ45-Ports auch noch über zwei SFP-Ports zum Anschluss von Lichtwellenleitern für schnelles Gigabit-Ethernet. Dies ist besonders in Umgebungen nützlich, in denen es aufgrund hoher Ströme zu EMV-Problemen kommen kann. Dazu bietet Lapp die passenden SFP-Standardmodule zur Umwandlung des Lichtsignals in ein elektrisches Signal bis ein Gigabit pro Sekunde an. (ik)

Weitere Informationen zu industriellen Netzwerklösungen für die Smart Factory von Lapp:


Kontakt:

U.I. Lapp GmbH
Schulze-Delitzsch-Straße 25
D-70565 Stuttgart
Tel.: +49 (711) 78 38 – 01
E-Mail: info@lappkabel.de
Website: www.lappkabel.de

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