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Gehäusesystem ME-IO für Embedded-Systeme

Push-in-Technik für die Gebäudeautomation
Elektronikgehäuse von Phoenix Contact mit Frontanschluss-Technik

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Branchenspezifische Gehäuse-Lösungen stellen nicht nur neue Anforderungen an die Elektronik-Entwicklung, sondern auch an die Elektronikgehäuse selbst. Dabei treten Systemlösungen immer deutlicher in den Vordergrund. Der Gebäudeautomations-Spezialist Neuberger nutzt das modulare Elektronikgehäuse für I/O-Anwendungen von Phoenix Contact für seine neue Steuerung.

Dipl.-Ing. Joachim Gräfer, Product Marketing Electronics Enclosures; und M.Sc. Martin Kirchhoff, Product Manager Electronic Housings; Device Connector Solutions, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg

Die Neuberger Gebäudeautomation GmbH in Rothenburg ob der Tauber ist Anbieter von Systemen für die Gebäudeautomation. Raumautomation ist inzwischen für Planer und Betreiber von Bürogebäuden, Hotels, Schulen und Kliniken zu einem dominanten Thema geworden. Nicht nur der Komfort der Nutzer steht im Vordergrund, wenn Temperatur, Beleuchtung, Beschattung und viele weitere Funktionen individuell gesteuert und geregelt werden sollen. Auch Themen wie Energieeffizienz, Komfortsteigerung und Kostenoptimierung gewinnen für Betreiber und Nutzer zunehmend an Bedeutung.

Fruchtbare Zusammenarbeit

2015 hatte Neuberger mit der Entwicklung eines neuen Raumautomationssystems begonnen und hierzu ein neues Gehäusesystem gesucht. Hauptanforderung war, die zahlreichen Kabel mittels Frontanschluss verbinden zu können, und zwar mit der inzwischen weit verbreiteten Push-in-Anschlusstechnik. Weitere Anforderungen an das Gehäusesystem waren die hohe Modularität der Gehäuse-Varianten sowie ein Tragschienen-Busverbinder.

Da traf es sich gut, dass Phoenix Contact als Anbieter von Elektronik-Leergehäusen gerade eine Produktfamilie mit Frontanschlusstechnik vorgestellt hatte. Auf der Suche nach einem geeigneten Gehäusesystem informierten sich die Entwickler von Neuberger 2015 auch am Stand von Phoenix Contact – auf der Messe Embedded World in Nürnberg.

Dort wurden die von Neuberger bereits präzise definierten Anforderungen mit den Funktionen des Gehäusesystems abgeglichen. Als sich dabei schnell eine große Schnittmenge abzeichnete, wurde eine enge Zusammenarbeit beschlossen. Mit Neuberger als Leitkunden und den spezifizierten Anforderungen des neuen Raumautomationssystems Open.Room wurde das Frontanschlusstechnik-Gehäuse in dem gemeinsamen Projekt sukzessive an die Erfordernisse angepasst.

Zu den besonderen Merkmalen des Gehäusesystems ME-IO gehört die frontseitige Anschlusstechnik, die – wie zahlreiche andere Komponenten von Phoenix Contact – auf dem Push-in-Anschluss basiert. Mit dem Push-in-Federkraftstecker wird komfortabel und werkzeuglos verdrahtet – ein Vorteil gegenüber dem konventionellen Schraub- oder Zugfederanschluss. Denn beim Push-in-Anschluss sorgt eine spezielle Kontaktfeder für hohe Kontakt- und Leiterauszugskräfte sowie für eine dauerhafte und vibrationssichere Kontaktierung. Die Frontanschlusstechnik ermöglicht einen einfachen Zugang zu den Open.Room-Modulen.

Kodierbaren Leiterplatten-Steckverbinder

Die kodierbaren Leiterplatten-Steckverbinder lassen sich leicht über die etablierte Lock-and-Release-Technik lösen. Dazu werden die gesteckten Anschlussblöcke über die Betätigung eines einzigen Auslösehebels aus der Grundleiste gelöst und angehoben, sie können so leicht im spanungsfreien Zustand aus der Steckposition entnommen werden. Hierdurch ist ein fehlerfreier Geräteaustausch gegeben.

Für die Auswahl und Zusammenstellung der Anschlusstechnik stehen fünf Typen von Frontanschlusssteckern zur Verfügung, die beliebig miteinander kombinierbar sind. So können vierpolige und sechspolige Anschlussblöcke gemischt angeordnet werden. Bei Klemmen für höhere Spannungen ist eine Trennung von Anschlussblöcken mit niedrigeren Spannungsbereichen möglich. Die Anschlussblöcke und auch die Betätigungselemente für den Push-in-Anschluss sind in verschiedenen Farbausführungen verfügbar und können nach Kundenanforderung angeordnet werden. Mit den sechspoligen Anschlusselementen stehen bis zu 54 Anschlüsse in der Breite mit 18,8 mm zur Verfügung.

Nicht nur aufgrund des Baukastenprinzips bietet das Gehäusesystem ME-IO zahlreiche Anwendungs-möglichkeiten. Sind die Gehäusemodule erst nach den Wünschen des Gerätebauers konfiguriert, lässt sich die Kommunikation zwischen mehreren Modulen über einen Tragschienen-Busverbinder komfortabel realisieren. Der Tragschienen-Busverbinder wird in die genormte Hutschiene eingerastet, die einzelnen I/O-Module des ME-IO-Gehäusesystems lassen sich dann unverändert auf die Tragschiene mit den eingerasteten Busverbindern aufschwenken und sind sofort sicher miteinander verbunden.

Den Tragschienen-Busverbinder gibt es als fünf- und als achtpolige Variante – mit jeweils drei verschiedenen Anordnungen der Kontakte. Die achtpolige Ausführung steht in den Varianten mit 8 parallelen Kontakten, 7 parallelen und einem seriellen sowie 6 parallelen und 2 seriellen Kontakten zur Verfügung. Aufgrund dieser Merkmale wurde das Gehäusesystem ME-IO bei Neuberger für die Entwicklung des neuartigen Raumautomatisierungssystems näher in Betracht gezogen. Nach einer Reihe kundenspezifischer Anpassungen, die Phoenix Contact aufgrund seiner Expertise aus zahlreichen Kundenprojekten umsetzen konnte, wurde das Gehäuse ausgewählt.

Realisierung des Zielsystems

Komplexe Gebäude zu steuern und zu regeln erfordert ein flexibles, zukunftssicheres und intelligentes Raumautomationssystem. Das Neuberger Raumautomationssystem Open.Room erfüllt alle Funktionen der Raumautomation: Von Beleuchtung, Beschattung, Präsenz und Medientechnik bis hin zum Raumklima. Mit der neu entwickelten Raumautomation auf der Basis des ME-IO-Gehäuses steht den Betreibern ein System zur Verfügung, das sich aus einem CPU-Modul, Ein-/Ausgabemodulen sowie Kommunikationsmodulen zusammensetzt.

Neuberger hat sich bei der Suche nach einem geeigneten Gehäuse für sein neu entwickeltes Raumautomationssystem für das Gehäuse-System ME-IO entschieden. Anordnung und Anzahl der Module beim ME-IO-Gehäuse sind flexibel – so sind sämtliche Module von Open.Room miteinander kombinierbar. Mit der Push-in-Anschlusstechnik erfolgt die Verdrahtung schnell und einfach – ohne Werkzeug. Durch das einfache Verriegelungssystem werden die Module im Bedarfsfall rasch ausgetauscht, der Betrieb wird dabei problemlos fortgesetzt. Übersichtlich und mit einem Blick wird der aktuelle Status der Raumautomation über LEDs auf der Gehäusefront angezeigt. Die kompakte Bauform der im Gehäuse untergebrachten Open.Room-Module ermöglicht eine platzsparende Installation und Montage auf Tragschienen – was ideal ist für den Einsatz in Decken-, Wand- und Fußbodenwandverteilern. ge
www.phoenixcontact.de

Weitere Details zu den Gehäusen:
http://hier.pro/sGjHo

Kontakt:
Phoenix Contact Deutschland GmbH
Flachsmarktstraße 8
32825 Blomberg
Tel: +49 52 35/3-1 20 00
info@phoenixcontact.de
www.phoenixcontact.de

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