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Besonders robuste Verbindungssysteme von Lapp

Brand- und Reinigungsmittelbeständig
Besonders robuste Verbindungssysteme von Lapp

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Leitungen müssen zuverlässig funktionieren – möglichst auch dann, wenn es brennt oder wenn sie mit Reinigungsmitteln traktiert werden. Lapp bietet ein umfassendes Portfolio an Verbindungssystemen für den Einsatz unter besonders harten Bedingungen an. Dafür ist umfassendes Material-Know-how notwendig.

Bernd Müller, freier Journalist, i. A. der U.I. Lapp GmbH, Stuttgart

Inhaltsverzeichnis

1. Zwei Stunden feuerfest
2. Kampf den Keimen
3. Wasser und EMV-dicht

Es passiert zum Glück sehr selten: ein Brand in der Fabrikhalle. Aber wenn doch ein Feuer ausbricht, ist schnelles Handeln notwendig. Dabei müssen sich das Personal und die Feuerwehr darauf verlassen, dass Brandmelder, Überwachungskameras und Lüftungsanlagen weiter funktionieren. Wo erhöhte Brandgefahr herrscht und hohe Sachwerte gefährdet sind oder wo sich gar Menschen aufhalten – etwa in Bürogebäuden oder in Krankenhäusern –, dürfen Leitungen den Brand nicht fortleiten und auch keine toxischen Gase freisetzen. Und sie sollten ihre elektrischen Eigenschaften möglichst so lange beibehalten, bis das Feuer gelöscht ist.

Zwei Stunden feuerfest

Für solche Umgebungen eignet sich besonders die Etherline Fire von Lapp, eine flexible industrietaugliche Hochgeschwindigkeits-Datenleitung für die feste Verlegung in Gebäuden. Sie garantiert einen Funktionserhalt bei Brandeinwirkung für mindestens 120 Minuten gemäß der Norm EN50200. In der Cat.6-Version schafft sie zudem Datenübertragungsraten bis 10 Gigabit pro Sekunde bei einer hohen Signalgüte bis Leitungslängen von 100 Metern. Eine Aderisolation auf Basis von Polyolefin sowie eine Umwicklung der Adern mit einem Anti-Feuer-Spezialband stellen die elektrischen Eigenschaften sicher, auch wenn die Leitung zwei Stunden im Feuer liegt.

Predictive-Maintenance-Box von Lapp

Wichtig ist auch das Material des Mantels. Leitungen, die besondere Brandschutzanforderungen erfüllen sollen, bestehen oft aus Polyvinylchlorid (PVC). Neben Chlor enthalten sie als Brandhemmer weitere Halogene, also chemische Elemente der siebten Hauptgruppe des Periodensystems, zu denen neben Chlor auch Fluor und Brom gehören. Wo sich Menschen aufhalten sind PVC-Kabel allerdings tabu, denn die Halogene können bei einem Brand freigesetzt werden und sich mit Löschwasser zu Säuren verbinden, die die Atemwege verätzen. Die Etherline Fire enthält deshalb keine Halogene. Stattdessen verfügt sie über einen halogenfreien und schwerbrennbaren FRNC-Außenmantel.

Kampf den Keimen

Wo Lebensmittel verarbeitet werden, sind ganz andere Eigenschaften vonnöten. Hier ist die häufige Reinigung mit aggressiven Medien und mit heißem Dampf eine Tortur für jede Leitung. Hochwertige Industriekabel haben üblicherweise einen Mantel aus PUR, damit sind sie sehr robust. Allerdings ist PUR hydrophil, nimmt also Wasser auf, was langfristig zu Kurzschlüssen führen kann. Lapp hat deshalb ein neues Material für den Mantel entwickelt: Spezial-TPE. Das thermoplastische Elastomer besteht aus einer thermoplastischen Phase wie zum Beispiel Polypropylen (PP) sowie einem Elastomer wie zum Beispiel Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM). Es erfüllt die Anforderungen in der Lebensmittelindustrie schon recht gut und ist damit das ideale Ausgangsmaterial für die weitere Materialoptimierung.

Robuste Leitungen von Lapp

Dazu haben die Materialexperten bei Lapp einerseits das Mischungsverhältnis der Polymere verändert und andererseits Additive zugesetzt, die in die Compoundmatrix eingebaut werden, zum Beispiel Verarbeitungshilfen, die eine besonders glatte Oberfläche erzeugen. Die Matrix eines Polymers kann man sich als Geflecht langer Kettenmoleküle vorstellen. Die Additive sind chemische Verbindungen, die in die Lücken des Geflechts eingebettet sind und zwar so, dass sie genau in die Lücken passen und sich darin gut verankern, um nicht bei den intensiven Reinigungszyklen mit dem Hochdruckreiniger ausgewaschen zu werden. Das so erzeugte Spezial-TPE übertrifft PUR oder nicht-optimiertes TPE in vielen Eigenschaften, insbesondere ist es resistent gegen Bioöle, Fette, Lebensmittelsäuren und Wasser.

Lapp hat einige Leitungen mit diesen Eigenschaften für die Lebensmittelindustrie im Programm, darunter die Serien Ölflex Robust, Etherline Robust oder Unitronic Robust. Sie vereinfachen die Auslegung von Produktionsanlagen, die unmittelbar mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Auf spezielle Maßnahmen zum Schutz gegen Hochdruck- oder Dampfreiniger können Anwender dann weitestgehend verzichten. Diese Produkte, mit einem für die Lebensmittelindustrie optimierten Design und Spezialmaterialien, punkten darüber hinaus auch selbst bei der Hygiene: Sie weisen bei den Messverfahren bezüglich Keimbesatz hervorragende Eigenschaften auf.

Wasser und EMV-dicht

Das richtige Kabel allein gewährt aber noch nicht den optimalen Schutz, auch das Zubehör muss stimmen. Zu den Lapp-Produkten, die den besonders strengen Vorgaben des Hygienic Design entsprechen, gehört auch die Kabelverschraubung Skintop Hygienic, die mit Gewinden bis M40 für dicke Leitungen bis 27 Millimeter Außendurchmesser sowie als geschirmte Ausführung mit optimalem EMV-Schutz erhältlich ist. Sie lehnt sich an die allgemeinen Gestaltungsgrundsätze der DIN EN 1672-2 für die Nahrungsmittelindustrie an und ist nach aktueller EHEDG-Prüfung zertifiziert. Außerdem erfüllt die Kabeleinführung – ebenso wie auch der Kabelschlauch Silvyn FG NM oder die Ölflex-Robust-Kabel – die Ecolab-Vorgaben bezüglich der Beständigkeit gegen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Die Skintop Hygienic bietet keine Angriffsflächen für Verunreinigungen, alle Dichtungen schließen lückenlos in Richtung Kabel und Anschlussstelle ab. (ik)


Weitere Informationen zum Lapp-Portfolio für die Getränke- und Lebensmittelverarbeitung

Kontakt:

U.I. Lapp GmbH
Schulze-Delitzsch-Straße 25
D-70565 Stuttgart
Tel.: +49 (711) 78 38 – 01
E-Mail: info@lappkabel.de
Website: www.lappkabel.de

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