Servicelösungen für Maschinen und Anlagen

Sicherheit von Anfang an

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Herstellern, Inverkehrbringern und Betreibern ermöglichen die Safety-Servicelösungen von Sick eine sicherheitstechnisch fundierte Betrachtung und Ausrüstung von Maschinen und Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus. Mit dem Qualitätssiegel Verified Safety dokumentiert das Unternehmen das hohe Niveau der Consulting- und Engineering-Dienstleistungen auf dem Weg zur CE-konformen Maschine.

DER AUTOR Jochen Ost ist Business Unit Manager Safety Services & Solutions in der Division Industrial Safety Systems bei der Sick AG in Waldkirch.

Menschen beim Umgang mit Maschinen vor Gefahren zu schützen ist eine grundlegende, moralische Verpflichtung. Demzufolge ist dieser Grundsatz weltweit in Richtlinien oder Regularien gesetzlich verankert. Die Erfüllung dieser Verpflichtung betrifft keinesfalls nur den Hersteller von Maschinen. Betreiber, d. h. diejenigen, die Arbeits- bzw. Produktionsmittel bereitstellen, stehen ebenfalls in dieser Verantwortung, wie sie z. B. in Deutschland in der Betriebssicherheitsverordnung verankert ist. Darüber hinaus wird der Betreiber oft auch zum Hersteller – insbesondere dann, wenn er Einzelmaschinen zu Anlagen verkettet oder diese umbaut bzw. modifiziert.
Personenschutz wird heute leider noch allzu oft als notwendiges Übel betrachtet und erst nachträglich in die fertige Maschine integriert. Je später jedoch die Umsetzung insbesondere konstruktiver Schutzmaßnahmen erfolgt, umso aufwändiger und teurer ist dies. Darüber hinaus wird auch der Einfluss unterschätzt, den die optimale Integration von technischen Schutzmaßnahmen auf die Produktivität und die Bedienbarkeit von Maschinen bzw. Anlagen hat. Werden Bediener an der Erfüllung ihrer Aufgabe gehindert, muss man immer wieder feststellen, dass Schutzeinrichtungen vorsätzlich außer Kraft gesetzt werden und damit das Unfallpoten-zial sogar eher erhöht wird. Dementsprechend früh im bzw. vor dem Konstruktionsprozess müssen sicherheitstechnische Betrachtungen ansetzen, die sich an der Verwendung der Maschine sowie der Identifikation und Bewertung der Gefahren orientieren.
In sechs Schritten
Der Weg zur sicheren Maschine lässt sich einfach in sechs Schritten strukturieren. Er beginnt mit der Risikobeurteilung, d. h. der Definition der Maschinenfunktionen, der Identifizierung von Gefährdungen sowie der Einschätzung und Dokumentation von Risiken. Darauf aufbauend gilt es, die Maschine sicher zu gestalten – u. a. in der Konstruktion, bei der elektrischen Ausrüstung und hinsichtlich des Bedienkonzepts. Im dritten Schritt werden technische Schutzmaßnahmen definiert und Sicherheitsfunktionen umgesetzt, verifiziert und validiert. Dies stellt sicher, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen auch so umgesetzt wurden, dass die Schutzziele erreicht werden. Hier gehört nicht nur das Berechnen eines Performance Levels dazu, sondern u. a. auch die Überprüfung, ob die ausgesuchten Elemente entsprechend den Einsatzbedingungen geeignet sind, ob grundlegende- und bewährte Sicherheitsprinzipien erfüllt sind, ob Fehler zum Verlust der Sicherheit führen und ob diese entsprechend aufgedeckt werden. Sollten programmierbare bzw. konfigurierbare Systeme eingesetzt werden, werden auch hierfür bestimmte Überprüfungsmaßnahmen erforderlich. Danach werden Benutzerinformationen über Restrisiken zusammengestellt und z. B. als Warnhinweise, Vorgaben von Schutzausrüstungen oder Arbeitsanweisungen formuliert. Es folgt die Gesamtvalidierung des Sicherheitskonzepts einschließlich der Erstellung der Dokumentation, bevor im sechsten und letzten Schritt die CE-Konformitätserklärung erstellt wird und die Maschine in Verkehr gebracht werden kann. Experten bestätigen, dass die systematisierte Vorgehensweise mit entsprechender Dokumentation nicht nur Zeit und Ressourcen spart, sondern auch für rechtliche Sicherheit sorgt.
Safety-Services über den Maschinenlebenszyklus
Leider bieten Unfälle oder Beinahe-Unfälle Anlass, die Sicherheit von Produktionsanlagen zu überprüfen. Serviceleistungen von Sick aus dem Bereich Optimierung und Überprüfung setzen jedoch viel früher an, noch bevor ein Unfall passiert. Die Praxis beweist, wie wichtig die Bewertung des tatsächlichen Sicherheitsniveaus durch unabhängige Experten ist. So werden beispielsweise Produktionsprozesse im Laufe der Nutzung einer Anlage immer wieder angepasst bzw. verändert. Als Ergebnis einer Anlagenbegehung der Betreiber nicht nur einen Überblick über den aktuellen Stand, sondern auch Empfehlungen, wie die Anlage auf den neusten Stand der Sicherheit gebracht werden kann. Mit Inspektionen von Sick kann die Wirkung der jeweiligen Schutzeinrichtung im Hinblick auf die momentane Nutzung der Maschine gemäß Betriebssicherheitsverordnung überprüft und ggf. angepasst werden. Veränderte Einsatzbedingungen, Modifikationen an der Maschine oder der Schutzeinrichtungen, aber auch willentlich außer Kraft gesetzte Schutzmaßnahmen, werden aufgedeckt. Notwendige Justage- und Reinigungsarbeiten lassen sich gleich miterledigen. Das sorgt nicht nur für die Aufrechterhaltung der Sicherheit, sondern auch für die Verfügbarkeit der Anlage.
Gütesiegel verbürgt Qualität der Servicelösungen
Geht es um die Umsetzung sicherheitstechnischer Maßnahmen bei der Konstruktion von Maschinen, unterstützt das Unternehmen mit Consulting- und Engineeringleistungen. Der Hersteller wird auf dem Weg zur CE-Konformität begleitet und profitiert von der Expertise von Sick bei der Risikoanalyse, der Erarbeitung eines Sicherheitskonzepts, der Umsetzung einer konkreten Sicherheitslösung oder auch bei der Erbringung des erforderlichen Nachweises darüber, dass Sie die Sicherheitsfunktionen gemäß der Anforderungen der Maschinenrichtlinie entsprechend umgesetzt haben. Diese Compliance bietet ein Höchstmaß an rechtlicher Sicherheit. Mit dem Qualitätssiegel Verified Safety bestätigt Sick, dass diese Dienstleistungen von zertifizierten Mitarbeitern und nach definierten Prozessen erbracht und verifiziert werden. Die vollständige, datenbankgestützte Dokumentation ist jederzeit rückverfolgbar.
Und Vieles mehr
Mit einem breiten Angebot produktbezogener Anwenderschulungen vermittelt Sick das notwendige Wissen. Das Angebot aus dem Bereich Training und Education umfasst dabei auch Seminare zur CE-Kennzeichnung, zur Produkthaftung, zu Maschinenrichtlinien oder zur Erstellung haftungssicherer Betriebsanleitungen. Die Applikationsingenieure und Servicetechniker vermitteln als Trainer dabei nicht nur Theorie, sondern geben auch Hinweise aus der eigenen Praxis.
Mit Safexpert, dem Tool für den CE-Prozess, bietet das Unternehmen ein Werkzeug, um den gesamten CE-Prozess strukturiert zu bearbeiten. Von der Risikobeurteilung bis zur Normen- und Dokumentverwaltung profitieren nicht nur Konstrukteure, sondern auch das Management von den systematischen Abläufen, mit denen die TÜV-zertifizierte Software durch alle Phasen der CE-Kennzeichnung führt. Jedes Projekt berücksichtigt dabei immer den aktuellen Stand der Normen. So bleiben z. B. Wiederholprojekte konform, da sie automatisch auf mögliche Änderungen hin überprüft werden.
Gute Argumente für Safety-Services
Die Vorteile der Servicelösungen sprechen für sich. Die Sicherheitskompetenz gewährleistet das Unternehmen durch nachhaltige Qualifizierungsprogramme mit kontinuierlicher Überprüfung des Wissenstands der Mitarbeiter. Dies garantiert eine reproduzierbare Qualität der Ergebnisse. Festgelegte Prozesse, ein Vier-Augen-Prinzip sowie die rückverfolgbare Dokumentation schaffen Rechtssicherheit, denn sie bilden immer die neuesten Anforderungen an Prozesse und Sicherheitsbewertungen ab. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche Realisierung sicherer Maschinen und Anlagen, die durch Servicelösungen aus einer Hand über alle Lebensphasen hinweg begleitet werden können. ge
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