Transparenz und Rückverfolgbarkeit bei der Verbrauchsmaterialherstellung

RFID-System sichert perfekte Produktion

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Um einen ausgelasteten Produktionsstandort zu entlasten, baut ein renommierter Hersteller von Verbrauchsmaterial für die Prozess- und Verfahrenstechnik derzeit ein neues Werk in den USA. Schon in wenigen Monaten sollen dort rund zehn Millionen Produkte jährlich vom Band gehen. Für Transparenz in der neuen Produktionsstraße und die FDA-konforme Rückverfolgbarkeit jedes Produktes sorgt dabei ein RFID-System.

An seinem deutschen Standort stellt ein renommierter Hersteller von Verbrauchsmaterial für die Prozess- und Verfahrenstechnik rund 20 Millionen Stück pro Jahr her. Ein Großteil der Produktion wird derzeit in die USA exportiert. Mt einem eigenen Werk in den USA will der Hersteller den ausgelasteten deutschen Produktionsstandort entlasten und in Zukunft auf einem seiner größten Absatzmärkte direkt vor Ort produzieren.

Geplant wird die US-Anlage in der hauseigenen Anlagenbauabteilung in Deutschland. Rund 40 Mitarbeiter kümmern sich hier um mechanische Konstruktion, Verfahrenstechnik, Sonderaufgaben und Automatisierung. Erfahrungen mit der RFID-Technologie konnte die Mannschaft bereits bei der letzten Produk- tionsanlage sammeln. Mit der funkbasierten Identifikationstechnologie sollten die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit erfüllt und die Produktionsabläufe optimiert werden.
Kostengünstige Alternative
Mit dem bislang eingesetzten RFID-System eines großen Automatisierungsanbieters war man allerdings nicht zufrieden. „Aufgrund der hohen Datenträgerkosten mussten wir uns nach einer Alternative umschauen“, beschreibt der verantwortliche Konstrukteur den Auswahlprozess des RFID-Lieferanten für die US-Anlage. „Hier sind wir dann schnell auf die Firma Turck gestoßen, die uns schon früher Datenträger geliefert hat, als der ursprüngliche Hersteller nicht mehr liefern konnte.“ Der günstige Datenträgerpreis war allerdings nur einer der Gründe, die letztlich die Entscheidung für Turck geprägt haben. „Das BL ident-System an sich ist einfach auch schlüssig. So war nicht unerheblich, dass die Schreibleseköpfe allesamt in standardisierten Sensorgehäusebau-formen zu haben waren. Das erleichtert die Montage und macht ungewöhnliche Montagehalterungen überflüssig.“ Ein weiteres Argument für das Turck-System BL ident war die Möglichkeit, die Schreibleseköpfe mit sehr geringen Abständen zueinander montieren zu können. Es gibt Strecken in der Anlage, wo auf engstem Raum mehrere Schreibleseköpfe montiert werden müssen. Hier sind die geringen Mindestabstände der Turck-Köpfe ideal.
Intelligente Werkstückträger
Eingesetzt wird das RFID-System aus rund 70 Gateways, 250 Schreibleseköpfen und etwa 1000 Datenträgern zur Verfolgung der Werkstückträger. Dazu hat man jeden Werkstückträger an der Unterseite mit einem RFID-Datenträger, dem so genannten Tag, versehen. Auf diesen Datenträger werden Informationen über die Werkstücke gespeichert, die auf dem Werkstückträger mitgeführt werden. So kann jederzeit nachvollzogen werden, aus welcher Produktionslinie das Werkstück stammt, aus welcher Spritzguss- und welcher Schneidmaschine, in welcher Schicht es gefertigt wurde und vieles mehr. All diese Informationen bleiben auf dem Datenträger gespeichert, bis sie an einem Übergabepunkt ausgelesen und an Datenbanken übergeben werden. Einige Daten laufen sogar von Anfang bis Ende durch die gesamte Produktionslinie mit, weil sie von bestimmten Bearbeitungszentren benötigt werden. Bei einem Bandwechsel oder Wechsel des Werkstückträgers werden diese Daten dann wieder auf den Tag zurückgeschrieben.
„Sehr guter Support“
Ein wichtiges Kriterium für die Turck-Lösung sei daher auch die hohe Schreiblesegeschwindigkeit gewesen, meint der Kunde: „Die Geschwindigkeit haben wir ganz genau mit dem Wettbewerbsgerät verglichen. Wir hatten mit dem bislang eingesetzten RFID-System teilweise Probleme bei der Datenübergabe an einen anderen Werkstückträger. Dort kam es manchmal vor, dass nur die Hälfte der Informationen auf dem Tag war, obwohl der Schreibvorgang als beendet gemeldet wurde und der Werkstückträger bereits weitergefahren war. Bei der Geschwindigkeit von BL ident haben wir diese Probleme nicht mehr.“
Wenn ein nicht unbedingt triviales Projekt wie eine RFID-Einführung ohne große Reibungsverluste über die Bühne geht, ist das schon aller Ehren wert. Das Turck-Konzept, bedienerfreundliche Technologie mit einem ebenso bedienerfreundlichen Support zu koppeln, ist aufgegangen, wie auch der Kunde betätigt: „Das System war mühelos in unsere Anlage zu implementieren, hier war in bisherigen Projekten jeweils mehr Aufwand erforderlich. Gerade in der Test- und Einlernphase ist zudem ein enger Kontakt zum Hersteller sehr hilfreich. Hier konnten wir uns immer auf den guten Support aus dem Turck-Produktmanagement verlassen“. Im Gegensatz zu manch anderem Hersteller steckt Turck auch viel Aufwand in die Dokumenta-tion seiner Lösungen. Das Resultat könne sich sehen lassen, sagt der Konstrukteur: „Wir haben in der Dokumentation jede Information schnell gefunden. Das klingt banal, ist aber längst nicht Standard bei Dokumentationen. Die Dokumentation ist lückenlos, ebenso wie die Betreuung und der Support.“
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PRAXIS PLUS
Mit der Hochtemperatur-RFID-Lösung BL ident bietet der Sensor-, Feldbus- und Interfacespezialist Turck ein Komplettpaket zur berührungslosen Identifikation im industriellen Umfeld. Die Produktfamilie basiert auf den modularen I/O-Systemen BL 67 (Feldmontage) und BL 20 (Schaltschrankmontage) und besteht aus Datenträgern, Schreibleseköpfen, Verbindungstechnik und Gateways. Das RFID-System lässt sich problemlos in bestehende BL 67- und BL 20-I/O-Systeme integrieren. Zur einfachen Implementierung bzw. zur Entlastung der übergeordneten Steuerung sind auch Gateways verfügbar, die sich mit Codesys nach IEC 61131 programmieren lassen und die Datenkommunikation mit den Schreibleseköpfen übernehmen. Neben Standarddatenträgern bis 120 °C sind auch Hochtemperatur-Tags bis 210 °C verfügbar. Damit können die Datenträger beispielsweise beim Einbrennen von Lacken in der Automobilproduktion zusammen mit dem Fahrzeugträger durch den Ofen wandern. Die Tags werden mit Eeprom- und Fram-Speichern angeboten, letztere erlauben ein fast unbegrenztes Lesen und Schreiben. BL ident kann modular mit zwei, vier, sechs oder acht Kanälen an die jeweilige Applikation angepasst werden. Feldbusschnittstellen stehen für Profibus DP, DeviceNet, Ethernet/IP, Profinet IO und Modbus-TCP zur Verfügung.

Mit der Hochtemperatur-RFID-Lösung BL ident bietet der Sensor-, Feldbus- und Interfacespezialist Turck ein Komplettpaket zur berührungslosen Identifikation im industriellen Umfeld. Die Produktfamilie basiert auf den modularen I/O-Systemen BL67 (Feldmontage) und BL20 (Schaltschrankmontage) und besteht aus Datenträgern, Schreibleseköpfen, Verbindungstechnik und Gateways.
Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) hat in den vergangenen Jahren Einzug in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Einrichtungen gehalten. Die Möglichkeit, Objekte berührungslos per Funk zu identifizieren, erhöht die Effizienz von Prozessen in den unterschiedlichsten Branchen.

eA-INFO-TIPP
Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) hat in den vergangenen Jahren Einzug in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Einrichtungen gehalten. Die Möglichkeit, Objekte berührungslos per Funk zu identifizieren, erhöht die Effizienz von Prozessen in den unterschiedlichsten Branchen. Auf den Internetseiten des Informationsforums RFID e. V. finden sich Fakten zu RFID und zur Arbeit des Verbands:
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