Wago-Reihenklemmen-Familie mit intuitiver Anschlusstechnik

Innovative Reihenklemmen

Mit Wago den Hebel ansetzen

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Hebel auf, Leiter rein, Hebel schließen – die intuitivste Anschlusstechnik der Welt, wird nun von Wago auf die Hutschiene gebracht. Sie ergänzt als aktuelle Variante die bekannte Reihenklemmen-Familie TopJob S. Damit können jetzt auch im Schaltschrank Leiter ohne jegliche Zuhilfenahme von Werkzeugen einfach mit der Hand angeschlossen und wieder gelöst werden.

Besonders in der Feldverdrahtung profitiert der Anwender von der intuitiven und komfortablen Handhabung: Durch den geöffneten Hebel ist die Klemmstelle eindeutig markiert und es sinkt die Gefahr, Klemmstellen beim Verdrahten zu vergessen oder Leiter falsch anzuschließen. Darüber hinaus bleiben beide Hände frei für die Verdrahtung der Leiter, weil die Klemmstelle nicht mit einem Betätigungswerkzeug offen gehalten werden muss. Das erleichtert insbesondere den Anschluss schwer biegsamer Leiter mit großen Querschnitten.

Die Reihenklemmen mit Hebel sind für alle Leiterarten geeignet: eindrähtige, mehrdrähtige und auch feindrähtige Leiter. Sie zeichnen sich durch die Push-in-Technik aus. Damit können neben starren auch feindrähtige Leiter ab einem Querschnitt von 0,75 mm² mit gasdicht aufgecrimpten Aderendhülsen direkt gestecktwerden. Und das auch bei den Reihenklemmen mit Hebel, wobei der Hebel einfach geschlossen bleibt. Durch ihre seitliche Leitereinführung erleichtern es die Reihenklemmen mit Hebel, auch schwer biegsame Leiter mit großen Querschnitten anzuschließen.

In zwei Varianten

Der Hersteller bietet im ersten Schritt die Reihenklemmen mit Hebel in den Nennquerschnitten 2,5 mm², 6 mm² und 16 mm² an – und damit primär für die Einspeisung sowie den gängigsten Leiterquerschnitt. Diese sind als 2-Leiter- und 3-Leiter-Varianten erhältlich. Während sich für die feldseitige Verdrahtung Reihenklemmen mit Hebel empfehlen, stehen für die interne Verdrahtung zwei Varianten mit Drücker oder mit Betätigungsöffnung zur Wahl. Perspektivisch soll der Hebelanschluss auf weitere Produktserien der Wago-Reihenklemmen TopJob S ausgeweitet werden.

Um ein vollständiges Portfolio zu bieten, hat das Unternehmen neben der Hebel-Variante gleichzeitig eine Version mit Drücker vorgestellt. Damit steht jetzt für jede Handhabung eine passende Lösung zur Verfügung. Die Klemmstelle der Reihenklemmen TopJob S mit Drücker wird mit einem frei wählbaren Betätigungswerkzeug geöffnet. Durch den orangefarbenen Drücker ist dabei das Betätigungselement eindeutig und schnell von der Leitereinführung zu unterscheiden. Die Durchgangsklemmen mit Drücker sind für einen Querschnittsbereich von 0,25 bis 25 mm² erhältlich. Sie stehen als 2-Leiter-, 3-Leiter- sowie je nach Größe auch als 4-Leiter-Variante zur Verfügung. Alle Reihenklemmen der Familie verfügen über Push-in-Technik. Überdies können auch das beliebte Beschriftungssystem und das multifunktionale Brückerprogramm der Reihenklemmen verwendet werden.

Einfach, schnell und sicher

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Wago zum Marktführer in der Federklemmtechnik entwickelt. Was 1951 mit der Idee begann, Leiter durch Federkraft zu klemmen, um damit die Nachteile der Schraubverbindung zu umgehen, hat sich mehr als ein halbes Jahrhundert später nicht nur zum internationalen Marktstandard entwickelt, sondern ist auch kopiert, adaptiert und immer wieder perfektioniert worden.

1977 hat das Unternehmen die erste Reihenklemme für den Schaltschrank mit Cage Clamp (Federklemmtechnik) auf den Markt gebracht; das Original des heute weit verbreiteten universellen Anschlusssystems von 0,08 bis 35 mm². 1998 mündeten die Entwicklungsarbeiten in der Erfindung des Power-Cage-Clamp-Anschlusses für Leiterquerschnitte bis zu 95 mm², ab 2014 bis zu 185 mm².

Mit der Push-in-Cage-Clamp-Anschlusstechnik perfektionierte das Unternehmen 2003 die bestehende Federklemmtechnik in der Betätigung. Seitdem ist das direkte und damit werkzeuglose Stecken von eindrähtigen und feindrähtigen Leitern mit Aderendhülse möglich. 2016 hat das Unternehmen außerdem einen Kontakt ohne Gehäuse entwickelt: Die SMD-Leiterplattenklemme für das Reflow-Löten ist nur noch 2,7 mm hoch.

Feldverdrahtung im Handumdrehen

Auch das Steckverbindersystem Multi Connection System (MCS) wurde erweitert. Die Steckverbinderfamilie MCS Maxi 6 eignet sich für Leiterquerschnitte bis 10 mm2 und hat nun ebenfalls einen integrierten Hebel, der eine schnelle und komfortable Verdrahtung in der Hand ermöglicht. MCS Maxi 6 ist mit einem Leiterquerschnittsbereich von 0,2 mm2 bis 10 mm2 ideal für höhere Ströme geeignet. Erhältlich sind die Steckverbinder als 2- bis 9-polige Variante im Rastermaß 7,62 mm jeweils in den Varianten Wire-to-Wire und Wire-to-Board. Mit einem Bemessungsstrom von 41 A eignet sich das System besonders für den Anschluss von Leistungselektronik. ge

www.wago.com

Weitere Informationen über das

Reihenklemmen-Programm:

http://hier.pro/DDBsQ


PLUS

Vom Verbindungstechnik- zum Automatisierungsanbieter

Mit den jetzt zur Hannover Messe vorgestellten Reihenklemmen hat Wago weitere Produkte für den Bereich Kontakttechnik vorgestellt. Die Mindener bieten neben der Verbindungstechnik auch Interface-Elektronik sowie Automatisierungslösungen. Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschafter, erläutert die Zielsetzung des Unternehmens.

elektro AUTOMATION: Herr Hohorst, wie positionieren Sie Ihr Unternehmen im Markt der Automatisierung?

Sven Hohorst: Die Verbindungstechnik ist historisch gesehen unsere Wurzel. Aber die Dinge entwickeln sich weiter. Wir haben Anfang der 80er Jahre Interface-Elektronik sowie Relaisbausteine in unser Programm aufgenommen und bieten heute auch Messwertwandler und Stromversorgungen an. Mitte der 90er Jahre kam die eigentliche Automatisierungstechnik dazu. Damit haben wir unser Produktportfolio für Schaltschränke weiter komplettiert und sind so auch zu einem Anbieter von Automatisierungstechnik geworden.

elektro AUTOMATION: Den Messeauftritt zur vergangenen SPS haben Sie unter das Motto Industrie 4.0 und die Digitalisierung gestellt. Wie sehen Sie die Rolle von Wago in diesem Themenumfeld?

Hohorst: Wir sind mit unserem Produktportfolio Enabler für zukünftige Technologien; wir nutzen aber andererseits die Möglichkeiten der Digitalisierung auch intern zur Optimierung der eignen Unternehmensprozesse. Marktseitig möchten wir unsere Kunden in die Lage versetzen, von den Errungenschaften der Digitalisierung zu profitieren. Unser Anspruch ist es, Lösungen zu entwickeln, die unseren Kunden eine stärkere Position im Markt verschaffen. Während der letzten SPS IPC Drives beispielsweise haben wir versucht, auf einer relativ großen Fläche darzustellen, wie wir uns das Thema Industrie 4.0 und Digitalisierung vorstellen, und wir haben in konkreten Applikationen gezeigt, wie wir das Thema Cloud-Anwendungen interpretieren.

elektro AUTOMATION: In der Industrieautomatisierung versuchen Unternehmen wie Amazon, IBM, Google oder SAP Fuß zu fassen – teilweise bis hinab in die Feldebene. Entstehen hier neue Wettbewerber?

Hohorst: In erster Linie bieten solche Softwareunternehmen eine Plattform, auf der man als Anwender seine Cloud-Lösungen hosten und seine Daten aufbereiten kann. Im Laufe der Zeit wird es jedoch dazu kommen, dass sich solche Plattformen zunehmend auch Prozesswissen aneignen, um daraus eigene Geschäftsmodelle abzuleiten. Das kann nicht in unserem Interesse sein, und wir werden versuchen, auf der Basis unseres Know-hows eigene Geschäftsmodelle zu entwickeln. Unser Ziel ist es, unsere eigenen Lösungen in den Vordergrund zu stellen. Langfristig sehen wir dort eine gewisse Wettbewerbssituation.

elektro AUTOMATION: Diese Unternehmen kommen aus der IT, Wago ist Spezialist für OT, wo sehen Sie für Wago die Schnittstellen zwischen der Automatisierung in der Feldebene und der Unternehmens-IT?

Hohorst: Wir sind als ein Lösungsanbieter zwischen der Cloud und der Feldebene positioniert, wir bieten Geräte von den dezentralen IOs bis hin zur Steuerungstechnik. Wir verstehen uns aber nicht als Anbieter von IoT-Plattformen, auf denen Cloud-Lösungen gehostet werden. Wir haben uns schon aus dem Feldbuskrieg herausgehalten und unseren Kunden weitgehende Unabhängigkeit geboten. Wer sich für Produkte von Wago entscheidet, hat die Möglichkeit, selbst festzulegen, welchen Feldbus er nutzen möchte. Das sehen wir in punkto Cloud genauso. Wir werden deshalb nicht auf einen einzelnen Partner setzen, um mit ihm Cloud-Lösungen anzubieten. Die Situation bei unseren Kunden ist ganz unterschiedlich. Jeder hat eigene Befindlichkeiten, mach einer wünscht Cloud-Lösungen, die in Deutschland gehostet werden, anderen wiederum ist das völlig egal, weitere möchten überhaupt keine Daten aus dem Unternehmen geben. Diese gesamte Bandbreite müssen wir mit unseren Lösungen abdecken. Das bekommen wir jedoch nicht hin, wenn wir uns einseitig auf Partner festlegen.

elektro AUTOMATION: Welche Lösungen werden Sie deshalb zukünftig entwickeln und welche Rolle spielt dabei eine eigene Softwareentwicklung?

Hohorst: Vom Grundsatz her muss man als Automatisierungsanbieter die Möglichkeit schaffen, die eigenen Produkte zu konfigurieren, zu parametrieren und in Betrieb zu nehmen. Dazu brauchen wir eine eigene Engineering-Umgebung, die wir in Zusammenarbeit mit unserem Partner M&M Software erstellt haben. Dabei ist zu beachten, dass eine solche offene Engineering-Umgebung die Möglichkeiten schafft, auch andere Systeme zu integrieren. Das ist ein grundsätzlicher Trend, den wir unterstützen wollen. So können wir sicherstellen, dass wir unsere Tools dauerhaft anbieten und unsere Unternehmensphilosophie der Offenheit auch nachhaltig umsetzen können. Unsere Kunden wünschen Konstanz, die stellen wir damit sicher.

elektro AUTOMATION: Mit DIMA haben Sie vor einiger Zeit einen Vorstoß Richtung Smart Factory in der Prozesstechnik gewagt. Ist das Konzept auch für die Fabrikautomation geeignet?

Hohorst: Wir haben uns von Anfang an vorgestellt, dass dieser Ansatz auch für die Fabrikautomation geeignet ist. In der Prozesstechnik haben wir jedoch erkannt, dass eine solche offene Lösung viel Zeit benötigt, um von einer hinreichend großen Anzahl von Herstellern unterstützt zu werden. In der Prozesstechnik dürften wir aktuell die kritische Masse erreicht haben. Mit DIMA haben wir einen offenen Standard definiert, der auch von der NAMUR empfohlen wird. In der Fabrikautomation sehen wir aktuell keine analoge Entwicklung. Im Prinzip geht es bei DIMA darum, die Struktur von Datenpaketen zu vereinheitlichen und von verschiedenen Herstellern aufeinander abzustimmen, um so die Interoperabilität sicherzustellen. Dieses grundsätzliche Konzept lässt sich in der Fabrikautomation ebenfalls nutzen und ist im Interesse vieler Anwender. Man muss dabei aber immer beachten, dass viele Unternehmen ihre installierte Basis und die meist proprietären Lösungen schützen möchten. Wir legen jedoch in Analogie zum Feldbusbereich und zum Thema Cloud Wert darauf, dass unsere Produkte offen und einfach zu integrieren sind. ge

Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschafter von Wago

Bild: wago

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