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„Freiheit“ für den Standard FDT

Definition der Schnittstelle zwischen DTM und dem Engineeringsystem
„Freiheit“ für den Standard FDT

Hersteller- und feldbusunabhängige Bedienung von Feldgeräten mit dem Tool Pactware (Bild: Pactware Consortium e.V.)
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Die „Field Device Tool“-Spezifikation könnte sich als Schnittstellenstandard zwischen Gerätesoftware und Engineeringsystem ähnlich schnell durchsetzen wie zuvor bereit OPC (s. auch S. 14). Dazu bei tragen sicherlich zwei aktuelle Entwicklungen: Die „Freigabe“ der Spezifikation durch die PNO sowie der – schon ein halbes Jahr zurück liegende – Start eines ersten Hersteller übergreifenden Vereins zur Förderung von FDT-Tool und -Standard.

Die große Anzahl verschiedener Gerätetypen und Lieferanten innerhalb einer Anlage machen die Konfiguration schwierig und aufwändig und stellen den Anlagenbauer bzw. -betreiber immer wieder vor ein Problem. Zur Lösung dieser Situation hat der ZVEI 1998 einen Arbeitskreis zur Definition eines herstellerneutralen Field-Device-Tool-Interface initiiert. Die Arbeiten an der Spezifikation wurden danach in einem Arbeitskreis der Profibus Nutzerorganisation (PNO) weitergeführt. Die Profibus-Technologie bot die Voraussetzungen, um Engineering-Themen wie Asset-Management, die durch das FDT-Konzept unterstützt werden, aufzunehmen. Inzwischen liegt die Spezifikation des FDT-Konzepts vor. Erste Produkte mit DTM (Device Type Manager) wurden auf der Messe Interkama 2001 vorgestellt.

Was ist FDT?
Das FDT-Konzept definiert die Schnittstelle zwischen gerätespezifischen Softwarekomponenten (DTM) der Gerätehersteller und dem Engineeringsystem der Leitsystemhersteller. Die DTM werden vom Gerätehersteller zusammen mit dem Gerät geliefert. Der Gerätehersteller ist verantwortlich für die Funktionalität und die Qualität der DTM, der über die FDT-Schnittstelle in Engineeringsysteme integriert wird. Bei FDT ist nicht die Gerätebeschreibungssprache selbst, sondern es sind die Schnittstellen innerhalb derjenigen Programme, die die Gerätebeschreibung aufnehmen, standardisiert. Dadurch können – losgelöst von den spezifischen Kommunikationstechnologien der verschiedenen Feldbusse und den spezifischen System-umgebungen – Geräte unterschiedlicher Hersteller in die Automatisierungssys-teme integriert werden. Für den Anlagenbetreiber bedeutet dies integrierte, konsistente Gerätekonfigurierung und Dokumentation (gerätespezifische Kennt-nisse sind nicht erforderlich), konsistente Konfigurierung des Prozessleitsystems der Feldbusse und Geräte, einfache und schnelle Integration von Gerätetypen in das Prozessleitsystem sowie zentrale Datenhaltung und -sicherung.
FDT-Rechte allgemein nutzbar
Um eine weitere Verbreitung der FDT-Spezifikation zu erleichtern, hat die PNO dem ZVEI vertraglich die Rechte der zuletzt in der PNO entwickelten Technologie zur allgemeinen Nutzung übertragen. Weitere Feldbusorganisationen haben damit die Möglichkeit, entsprechende Nutzungsrechte mit dem ZVEI zu vereinbaren.
Die technische Betreuung und Weiterentwicklung der FDT-Spezifikation findet weiterhin im entsprechenden Arbeitskreis der PNO statt. Weiterentwicklungen werden nach erfolgreichem Abschluss dem ZVEI zur Verfügung gestellt.
Verein unterstützt FDT-Tool
Pactware ist eines der ersten Tools, das auf dem FDT-Standard aufbaut. Um diese Software , in der Feldgerätehersteller die Bedienung ihrer Geräte integrieren können, zu fördern und weiter zu entwickeln, wurde auf der Interkama 2001 das Pactware Consortium e.V. gegründet. Explizit umfasst die Aufgabenstellung des Vereins die Finanzierung und Unterstütung der Weiterentwicklung der Open-Source-Software Pactware sowie des offenen Standards FDT; die Unternehmen auf der anderen Seite stellen für ihre Feldgeräte und die Kommunikationstechnik Treiber (Device Type Manager) zur Verfügung.
Weitere Informationen
Pactware Consortium E eA 580
Profibus Nutzerorganisation E eA 581
ZVEI E eA 582
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