Ursula Ida Lapp: Ansichten einer Unternehmerin

Erfolgreich sein und dabei menschlich bleiben

Anzeige
Anlässlich ihres 75. Geburtstags hat Ursula Ida Lapp, Aufsichtsratsvorsitzende der Stuttgar- ter Lapp-Gruppe (www.lappgroup.com), ihr bisheriges unternehmerisches Leben Revue passieren lassen. Gemeinsam mit ihrem 1987 verstorbenen Mann Oskar Lapp hatte sie im Jahr 1957 den Grundstein für das heute international tätige Unternehmen mit 2500 Mitarbeitern, 50 eigenen Gesellschaften, 100 Vertretungen sowie weit über 40 000 Einzelprodukten gelegt. Dabei sei – so Ursula Ida Lapp – das mittlerweile konzernähnliche Familienunternehmen nach wie vor familiär und menschlich geblieben. Dies zeige sich auch in der eigenen Firmenkultur, die beispielsweise die Verleihung der Lapp-Anstecknadeln (für eine Betriebszugehörigkeit ab fünf Jahren) grundsätzlich und weltweit durch ein Familienmitglied vorsehe. Hinzu komme u.a. das soziale Engagement im Rahmen der 1992 ins Leben gerufenen Oskar-Lapp-Stiftung zur Erforschung von Herzkrankheiten.

Ein weiterer roter Faden von Beginn an liegt nach Ursula Ida Lapp in der Kundennähe: „Das Gefühl, was gebraucht wird, kam durch den guten Kontakt zu den Kunden. Sie waren für uns immer das Wesentliche“. Genau mit dieser Praxisnähe begann denn auch der Erfolg der Lapp-Geschäftsidee: Damals taten sich viele Kabelanwender schwer, Adern in Schläuche einzuzie-hen, zumal alle Komponenten schwarz waren und daher für das Erkennen der zusammengehörenden Kabelenden das umständliche und langwierige „Durchklingeln“ erforderlich war. Oskar Lapp entwickelte nun mit dem Farbkode für Einzeladern eine praxisgerechte Idee, die sich heute weltweit durchgesetzt hat. In einem weiteren Schritt wurde den Kunden mit dem Angebot fertig produzierter, später auch konfektionierter Kabelstränge zudem das mühevolle Einführen der Kabel in den Kabelschlauch erspart. Diese heute oft als Selbstverständlichkeit angesehene Kundenorientierung war damals in der Branche eine Ausnahmeerscheinung und mit entscheidend für den Unternehmenserfolg. Ebenso neu – so erläutert Ursula Ida Lapp – war der Markengedanke: „Um das Unternehmen bekannter machen zu können, benötigten wir einen Namen für unser Kabel. Aus den Eigenschaften ölbeständig und flexibel ergab sich dann die bis heute verwendete Bezeichnung Ölflex, die sich schnell als Synonym für Kabel etablierte“. Diese Markenstrategie führt Lapp auch heute noch fort, ergänzt durch ein weiteres Erfolgsgeheimnis aus den ersten Tagen: Die damals durchaus nicht selbstverständliche Überlegung, was man um das eigentliche Kernprodukt herum noch anbieten könnte. So hat sich Lapp Kabel sein Portfolio z.B. mit den Kabelverschraubungen Skintop, den Steckverbinder Epic und den jüngst aufgenommenen Schutz- und Führungssystemen Silvyn kontinuierlich – auch über Kooperationen u.a. mit Hirschmann bzw. Lumberg – erweitert und sich damit längst vom reinen Kabel- zum Systemlieferanten entwickelt. Entsprechend positiv und engagiert resümiert Ursula Ida Lapp denn auch ihr unternehmerisches Leben: „Lapp ist mein Lebensinhalt und wird es auch weiterhin sein.“
eA 402
Anzeige

Festo: Digitalisierung

Smartenance

Die Digitalstrategie von Festo im Überblick

Schlagzeilen

Video aktuell

Oliver Vogel, Team Leader Commercial Engineering bei Rockwell Automation GmbH erläutert das Besondere an Engineeringtools und welchen Vorteil Maschinenbauer davon haben

Aktuelle Ausgabe

Titelbild elektro AUTOMATION S2
Ausgabe
S2.2019
LESEN
ARCHIV
ABO

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Automation Award

Automation Award 2018
Die Besucher der SPS IPC Drives haben gewählt. And the winners are…

Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de