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75 Newton auf der Hand

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Auch während der Hannover Messe wurde der Einsatz kollaborierender Roboter als Trend intensiv diskutiert. In der Fabrik der Zukunft sollen sie flexible Arbeitsabläufe ermöglichen und den Werkern unzumutbare Arbeiten abnehmen. Waren in der Vergangenheit Arbeitskräfte und Roboter durch Schutzzäune getrennt, die den Zugang in den Aktionsbereich der Maschine nur unter besonderen Bedingungen zuließen, so werden sich in nicht allzu ferner Zukunft Menschen und Maschinen den Arbeitsbereich teilen. Doch auch kollaborierende Roboter sind nicht per se sicher, so wird ihr Einsatz besondere Bemühungen erfordern und trotz aller Sicherheitstechnik wird auch zukünftig ein Unfallrisiko bestehen.
Auch für kollaborierende Roboter gilt die Maschinenrichtlinie, sie müssen mit einer Konformitätserklärung ausgestattet und mit einem CE-Kennzeichen versehen sein. Zu berücksichtigen sind vor allem die EN ISO 10218-1 und -2, die die sogenannte Vermutungswirkung auslösen. Damit kann der Anwender davon ausgehen, dass alle Anforderungen der Maschinenrichtlinie erfüllt wurden. Da es sich aber um eine neue und zukunftsorientierte Technologie handelt, sind die Anforderungen bisher nur unvollständig definiert. Die EN ISO 10218-1 und -2 befinden sich in der Überarbeitung und sollen zu einem späteren Zeitpunkt die Anforderungen beinhalten sowie entsprechende Lösungsansätze empfehlen. Die sich aus der Risikobeurteilung ergebenden Schutzmaßnahmen können dabei durchaus auf bewährten Methoden beruhen, wie dem Einsatz von Lichtgittern und Laserscannern. Aber auch Sensoren für die Begrenzung von Drehmomenten sowie Bewegungsbereichen oder intelligente Kamerasysteme bieten sich dafür an.
Eine wesentliche Änderung besteht allerdings darin, dass nun eine Bestimmung der biomechanischen Belastungen erforderlich wird. Entsprechend definierter Kontaktszenarien sind die Kräfte zu ermitteln, die der Roboter im Fall einer Berührung des Werkers auf dessen Körperteile ausübt. Zum Einsatz muss dabei ein Messgerät kommen, das ebenfalls bestimmte normative Anforderungen erfüllt. Selbstverständlich sollten sich kollaborierende Roboter auch durch eine besonders ergonomische Gestaltung auszeichnen, Ecken und Kanten möglichst vermeiden und auf gefederten Elemente beruhen. Kollisionen werden aber auch zukünftig nicht zu vermeiden sein. Unabhängige Untersuchungen haben deshalb Grenzwerte (http://t1p.de/8833) für Schmerzempfindungen ermittelt, die nicht überschritten werden dürfen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Kontakten mit einem Roboter durchaus mit Kräften bis zu 75 N oder mehr beispielsweise auf der Hand zu rechnen ist.
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