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Verband liefert Know-how mit ‚MES in der Praxis‘ und ‚MES im Fokus‘

MES als fundamentaler Bestandteil von Industrie-4.0-Lösungen

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Der MES D.A.CH Verband wächst nicht nur hinsichtlich seiner Mitgliederzahl – inzwischen sind es 67 –, auch die Anzahl der Aktivitäten nimmt beständig zu. Damit wird eines der Hauptanliegen des Verbandes, MES als Lösungsoption für Effizienzsteigerungen in der Produktion zu etablieren, zielführend weiterverfolgt. Erkennbar ist zudem zunehmend die Rolle, die MES innerhalb der Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten spielen.

Der Autor: Ronald Heinze ist dritter Vorstand des MES D.A.CH Verband e.V.

Manufacturing Execution Systems (MES) unterstützen die fertigende Industrie nachhaltig bei der Erhöhung der Effizienz. Der MES D.A.CH Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vorteile, die durch den Einsatz von MES entstehen, einem breiten Fachpublikum bekannt zu machen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die im MES-Umfeld verwendete Terminologie einheitlich gebraucht und verstanden wird. Daher hat der Verband Ende letzten Jahres das weltweite erste, deutschsprachige MES-Lexikon beim VDE Verlag in einer hohen Auflage von 30.000 Exemplaren herausgeben. Es handelt sich um eine sorgfältig geprüfte MES-orientierte Begriffssammlung mit Bezug zu MES und den benötigten Grundlagen der Betriebswirtschaft, insbesondere des Produktionsmanagements und der Fertigungs- und Logistikorganisation.
Im Rahmen der Kongressveranstaltung Automatisierungstreff 2015 veranstaltete zudem der Verband Ende März in Böblingen wieder die Anwender-Workshops ‚MES in der Praxis‘ statt. Rund 100 Anwender und Experten nutzten diese Veranstaltungen, um sich über Einsatzmöglichkeiten von MES zur Effizienzsteigerung in der fertigenden Industrie zu informieren. Da bereits der kurz zuvor stattgefundene Anwenderkongress ‚MES im Fokus‘ (siehe dazu develop3 systems engineering 1/15, S. 61) überdurchschnittlich gut frequentiert war, zeigt die hohe Teilnehmerzahl deutlich, dass weiterhin ein hoher Informationsbedarf zum Thema MES besteht. Die Themen der Workshops spannten einen Bogen zwischen der wachsenden Bedeutung von MES für Industrie 4.0 und Anwendungen, in denen MES nachweislich die Effizienz in der Fertigung erhöht haben. Vor allem der unmittelbare Bezug zur Praxis ist eines der herausragenden Merkmale dieser Anwender-Workshops.
Mit MES Prozesse vereinfachen
In den Referaten der Workshops wurden unterschiedliche MES-Lösungen führender Anbieter wie Cosmino, CSM, IBS, Industrie Informatik, CeramTec, Membrain, MHP, MPDV, Nuveon, Opdenhoff, Proxia und Syncos mit hohem Praxisbezug sowie auch realisierte MES-Anwendungen vorgestellt. „Der Einsatz von Manufacturing Execution Systems in der Fertigung dient dem Ziel, die Kapazitäten in der Fertigung zu erhöhen, indem bisher unbekannte Potentiale aufgedeckt und genutzt sowie Prozesse vereinfacht werden“, betonte Frank Egersdörfer, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender der Cosmino AG: „Das MES wird damit zum Treiber für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, dem sich heute kein Unternehmen mehr verschließen kann.“ Angelo Bindi von der Continental-Division Chassis & Safety präsentierte eine MES-Anwendung in der Auto-Zulieferindustrie am Beispiel der Endmontage von Bremssystemen. Und Andreas Dürr von der Membrain GmbH berichtete über eine leistungsstarke Shopfloor-Integration mit SAP als führendem System. „Die Implementierung von BDE-Lösungen sowie die Integration der physikalischen Komponenten gestalten sich in der Praxis äußerst komplex und kostenintensiv, da häufig generische SAP-Schnittstellen nicht vorhanden sind“, so Dürr. Er zeigte eine Lösung für dieses Problem auf.
MES im Kontext zu Industrie 4.0
Bereits im Einführungsreferat des ersten Workshop-Tages berichtete Dr. Olaf Sauer vom Fraunhofer IOSB über MES auf dem Weg zu Industrie 4.0. „Die Aufgaben in der Produktion werden zunehmend komplex: Aufgrund permanenter Änderungen passen Unternehmen ihre Produktionssysteme laufend an Produkt- und Prozessinnovationen an“, erläuterte Sauer. „Für zukünftige Anforderungen werden MES deswegen fundamentale Bestandteile moderner Industrie 4.0-Lösungen.“ Das zeigte sich auch daran, dass ein Schwerpunkt vieler Vorträge auf der Rolle lag, die MES im Kontext zu Industrie 4.0 spielen.
So lautete etwa das Vortragsthema von Prof. Markus Glück von der Hochschule Augsburg ‚Mensch-Maschine-Interaktion in der Produktion 2020 – mit flexibler Automation, MES und intelligenten Produktionssystemen auf dem Weg in die Industrie 4.0.‘ Stefan Debelt und Ludwig Kreuzeder von der Industrie Informatik GmbH & Co. KG stellten vor, wie MES-Lösungen den Produktionsmitarbeiter auf dem Weg zu Industrie 4.0 schon heute unterstützen. ‚Industrie 4.0 – gestern, heute, morgen‘ lautete dann der Titel des Vortrags von Christian Erlinger von der Proxia AG, bevor sich Thomas Lantermann von Mitsubishi Electric mit der Frage und den Antworten zur vertikalen Integration von MES im Zusammenhang mit der Industrie-4.0-Thematik beschäftigte. Christoph Sauer, Mitbegründer und Geschäftsführer der Nuveon GmbH, stellte ein Integrationsframework für alle Applikationen im Automatisierungsnetzwerk vor: ‚inFuse dient als Betriebssystem für die Fabrik 4.0‘. „Für die neuen Trends in Richtung Industrie 4.0 und IoT ist eine MES-Plattform als Cloud-Service der erste Schritt in die richtige Richtung“, betonte anschließend Robert Schürch, CEO der CSM Systems AG.
In mehreren Vorträgen spielte zudem die Anbindung der MES- an die Produktionsebene eine wichtige Rolle. So stellte zum Beispiel Stefan Hoppe, Global Vice President der OPC Foundation, neue Entwicklungen rund um das industrielle Kommunikationsprotokoll OPC UA vor: ‚OPC UA entwickelt sich zum weltweiten Internet-of-Things-Standard‘. Eine Erkenntnis dahinter lautet: Das erhöhte Datenaufkommen für Nachverfolgbarkeit, Qualitätssicherung, vorbeugende Wartung und Energiemanagement, welches aufgrund der Anforderungen von Industrie 4.0 entstehen wird, lässt sich nur noch durch strukturierte und konsistente Daten über alle Programme in allen Ebenen erreichen. Als zweiter Vorstand des MES D.A.CH Verbands stellte deshalb Angelo Bindi auch die UMCM-Schnittstelle vor, die – einfach verständlich und einfach anwendbar – für die Verbindung von MES- und Maschinenwelt sorgt. Bei der sich jeweils anschließenden intensiven Diskussion der Teilnehmer mit den Referenten konnten dann viele Fragen geklärt werden. Die Resonanz der Teilnehmer war äußerst positiv. Ausdrücklich wurde eine Fortsetzung der Workshop-Reihe ‚MES in der Praxis‘ gewünscht.
Übrigens: Bereits zum vierten Mal nutzte der MES D.A.CH Verband die Hannover Messe, um sich Interessenten in Halle 7 innerhalb der Leitmesse Digital Factory zu präsentieren. In diesem Jahr war das Besucherinteresse besonders hoch und erfreute ebenfalls die sechs Mitaussteller CSM, IBH softec, Symestic, Syncos, TXT e-solutions und znt Zentrum für Neue Technologien. Genutzt wurde die Messe, um zu zeigen, dass MES ein essentieller Bestandteil von Industrie 4.0 sind – passend zum Motto der Messe: ‚Integrated Industry – Join the Network.‘ co
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