Leistungsfähige Sensoren als Basis für zukünftige Produktionskonzepte Sensoren, Sicherheitssysteme und RFID-Lösungen bei Contrinex - wirautomatisierer

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Leistungsfähige Sensoren als Basis für zukünftige Produktionskonzepte

Sensoren, Sicherheitssysteme und RFID-Lösungen bei Contrinex

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Contrinex ist ein führender Hersteller induktiver und optischer Sensoren sowie von RFID-Komponenten. Der Schweizer Spezialist verfügt über ein breites Produktspektrum, dessen Leistungsmerkmale weit über die von Standard-Sensoren hinausgehen. Mit der standardmäßigen Einführung von IO-Link schaffte das Unternehmen die Möglichkeit, Daten aus den Fertigungsprozessen einzusammeln und mit übergeordneten Steuerungssystemen zu kommunizieren. Oliver Schleicher, Geschäftsführer der Contrinex Sensor GmbH in Leinfelden-Echterdingen, erläutert die Ziele des Unternehmens.

elektro AUTOMATION: Herr Schleicher, Contrinex bietet ein breites Spektrum an optischen, induktiven und Ultraschallsensoren. Was zeichnet die Produkte des Unternehmens aus?

Schleicher: Contrinex steht für Spezialsensoren. Das international tätige Unternehmen mit Stammsitz in der Schweiz setzt als Visionär in Sachen Innovation und technischem Fortschritt permanent neue Maßstäbe in der Sensorwelt. Alle unsere Sensoren sowie die RFID-und Sicherheitssyteme werden ständig an die wachsenden Bedürfnisse der Fabrikautomation angepasst. Unsere Produkte überzeugen unter extremen Umweltbedingungen oder bei beengten Platzverhältnissen. Wir blicken auf eine über 40 jährige Firmengeschichte zurück; das Unternehmen ist nach wie vor im Familienbesitzt und wird mittlerweile von der zweiten Generation geführt. Wir haben vor einigen Jahren mit der Full-Inox-Serie Ganzmetallsensoren entwickelt, die dank des robusten einteiligen Edelstahl-Gehäuses praktisch unzerstörbar sind. In Schutzart IP68 und IP69K sind diese Sensoren korrosions- und seewasserbeständig sowie druckfest bis 80 bar. Zusammen mit der vergossenen Elektronik sorgt diese Gehäuse dauerhaft für eine optimale Zuverlässigkeit in anspruchsvollen Umgebungen. Dank patentierter Technik können wir bei unseren Sensoren hohe Stabilität bei großen Schaltabständen anbieten. Das integrierte ASIC erlaubt es zudem, dass wir auch extrem kleine induktive Sensoren, beginnend bei einem Durchmesser von 3 mm anbieten können. Dies sind die kleinsten induktiven Sensoren weltweit. Dank ihrer Subminiaturgröße, des robusten Gehäuses und ihres großen Schaltabstands eignen sich die Sensoren hervorragend für Anwendungen, die hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer auf engstem Raum verlangen. Sie tragen zur Reduzierung der Maschinenmasse bei, ohne an mechanischer Festigkeit einzubüßen.
elektro AUTOMATION: Bei den optischen Sensoren bieten Sie nun auch Komponenten auf der Basis von UV-Licht an. Worin liegen die Vorteile dieser Geräte?
Schleicher: Bei der Erfassung transparenter Objekte stoßen herkömmliche Optosensoren schnell an ihre Grenzen. Weil Glas oder Kunststoff polarisiertes UV-Licht großenteils absorbieren, lässt sich der Schwellenwert, an dem der Sensor schaltet, einfach setzen. Form und Dicke des gemessenen Objektes haben keinen Einfluss auf das Messergebnis. Auch Schmutz und Wassertropfen oder Alterung beeinflussen die Messung nicht. Fehlerhafte Mehrfachschaltungen am gleichen Objekt entfallen. Verschmutzungen durch Staub oder Feuchtigkeit auf der Linse, die sich in vielen Einsatzbereichen nicht vermeiden lassen, führen häufig zu Fehlern. Mit dem C23 Transparent Standard haben wir einen Sensor entwickelt, der UV-Licht zur Messung nutzt und mit dem bewährten Reflektor-Sytem arbeitet. Weil auch transparente Materialien wie Kunststoff oder Glas das polarisierte UV-Licht größtenteils absorbieren, lässt sich der Schwellenwert, zu dem der Sensor schaltet, einfach setzen. Das erleichtert die Inbetriebnahme deutlich. Grundlage für die Messung bildet eine LED, die polarisiertes UV-Licht aussendet, sowie ein Reflektor, der aus speziellen für UV-Licht geeigneten Materialien besteht. Der Sensor nutzt die sogenannte Autokollimation, d.h. die optische Achse des Sendekanals wird mit Hilfe eines speziellen durchlässigen Filters identisch zu der des Empfangskanals ausgerichtet. Damit lässt sich die oft störende Blindzone im Nahbereich vermeiden und die Erfassung kleiner Objekte in unmittelbarer Nähe ist gewährleistet. Der nach Ecolab zugelassene Sensor entspricht IP67 und hält den üblichen Reinigungsprozessen Stand. Einsatzbereiche sich in der Lebensmittel-, Pharma- und Verpackungsindustrie z.B. beim Abfüllen von Glas- oder Plastikflaschen, der Verpackung in Kunststoff oder beim Erkennen von klaren Verpackungsfolien.
elektro AUTOMATION: Welche Produkte bieten Sie für den Bereich Safety, was sind die Neuvorstellungen für die Maschinensicherheit?
Schleicher: Die Safetinex-Slim-Lichtvorhänge aus 26 x 26 mm messenden Aluminiumgehäusen sorgen für optimale Ergonomie. Die Lichtvorhänge, die mit verschiedenen Schutzfeldhöhen angeboten werden, vermeiden Blindzonen und Einbußen bei der Auflösung. Die Sicherheitsgitter vom Typ 2 für moderate Sicherheitszonen in IP65 beinhalten eine permanente Selbstüberwachung und spezielle Befestigungsklammern sowie eine integrierte Ausricht-LED vereinfachen die Installation der Lichtgitter; ein Merkmal, das in der Regel nicht in Typ-2-Sicherheitsvorrichtungen zu finden ist. Die Industriestandard-Konfiguration als PNP ermöglicht eine Verbindung zur Steuerung über den eingebauten 5-poligen M12-Anschlussstecker. Als messende Varianten eignen sie sich auch zur Dimensionskontrolle. Diese Lichtgitter werden eingesetzt, um Schüttgut zu vereinzeln oder Verpackungen zu trennen.
elektro AUTOMATION: Welche weitere Produkneuheiten bietet Contrinex in 2017 an?
Schleicher: Die optischen Sensoren stehen nun als komplette Familie mit Ecolab-Zertifikat zur Verfügung. Auch die RFID-Gerätefamilie wurde erweitert. Die Schreib-Leseköpfe verfügen nun über eine IO-Link- sowie eine USB-Schnittstelle. Damit bieten sie die Möglichkeit, direkt am PC ausgelesen zu werden. Wir bieten Hochtemperatur-Tags bis 250 °C für Lackier- oder andere thermische Prozesse. Ein weiterer Sensor ist speziell für den Einsatz in der spanenden Fertigung, ein anderer für die Doppelblecherkennung entwickelt worden. Die Full-Inox-Sensoren sind um eine Miniaturen-Serie erweitert worden (M4, M5) und unsere photoelektrischen Sensoren mit IO-Link bieten Vorteile für Industrie 4.0.
elektro AUTOMATION: Industrie 4.0 ist als Thema sehr aktuell. Welche Bedeutung messen Sie dem Thema in Ihrer Rolle als Sensorhersteller bei?
Schleicher: Industrie 4.0 ist auch für uns ein wichtiges Thema. Wir haben deshalb beschlossen, alle Sensoren und RFID-Komponenten standardmäßig mit der IO-Link-Schnittstelle auszustatten und sie damit für Industrie 4.0 vorzubereiten. Diese Schnittstelle integriert die Sensorik in das ganze Kommunikationssystem. So können die Sensoren direkt mit dem IO-Link Master kommunizieren. Geräte werden erkannt, parametrisiert und diagnostiziert. Dazu zählt auch die Abfrage des zyklischen Gerätesstatus mithilfe der Prozessdaten. Informationen wie die Seriennummer oder Prozessparameter sind über das IO-Link-Protokoll les-und schreibbar. Damit lassen sich Parameterdaten über die SPS noch im laufenden Betrieb anpassen.
elektro AUTOMATION: IO-Link ist ein Enabler für I4.0. Es bietet den Zugriff auf die Daten eines Sensors im Sinne von Industrie 4.0. Worin liegen die besonderen Stärken dieser Kommunikationstechnik?
Schleicher: IO-Link ist eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung der Industrie 4.0. Denn mit IO-Link ausgestattete Sensoren erlauben das Sammeln und Übertragen von daten sowie die Kommunikation mit der Prozesssteuerung bis hinunter ins letzte Glied der Fabrik. Mittels IO-Link lässt sich das Ansprechverhalten vom Sensor einstellen, und man kann den Stretch oder das Delay des Sensors beeinflussen. IO-Link erlaubt es, ein elektronisches Datenblatt zu hinterlegen. Sensoren lassen sich konfigurieren; ein Schließer lässt sich in einen Öffner umwandeln. So hat sich IO-Link z.B. in der Getränke- und Verpackungstechnik zur Fernparametrierung etabliert. Dort, wo der Zugang zu den Sensoren erschwert oder kaum ein Zugriff möglich ist, lassen sich mittels IO-Link Stillstandszeiten reduzieren. Der Betreiber wird direkt über den Verschmutzungsgrad informiert. Wir verzeichnen zurzeit eine wachsende Zahl von Maschinenbauern, die aufgrund der Industrie-4.0-Thematik durchgängig auf IO-Link setzen.
elektro AUTOMATION: Ein weiterer Standard ist OPC UA. Viele Unternehmen integrieren diesen Kommunikationsstandard in ihre Geräte bzw. Sensoren. Kommt die Technologie auch bei Ihnen zum Einsatz?
Schleicher: Auch in unserer Entwicklung laufen Projekte, die sich mit dem Thema beschäftigen. Wir haben mit dem ASIC die Möglichkeit, diese Kommunikationstechnik zu integrieren. Im ersten Schritt haben wir unsere Sensoren für IO-Link ertüchtigt, im zweiten Schritt werden wir alternative Kommunikationstechniken anbieten. Wir sind mit Partnern bzgl. OPC in Kontakt, denken aber beispielsweise auch über die Nutzung von Wireless Verbindungen via Bluetooth nach.
elektro AUTOMATION: Der Automatisierungstreff in Böblingen hat sein Konzept angepasst. Ziel ist es in diesem Jahr erstmals, in Form eines Marktplatzes nicht einzelne Produkte, Geräte, Systeme zu zeigen, sondern Use Cases für Industrie 4.0.
Schleicher: Auch wir unterstützen das Marktplatz-Konzept des Automatisierungstreffs, das dem Thema Industrie 4.0 gerecht wird. Der Besucher der Veranstaltung hat eine ganz konkrete Aufgabe und sucht nach einer geeigneten Lösung, einem Use Case entsprechend seiner Aufgabe. Als Sensorhersteller sind wir ein Teil des kompletten Automatisierungsspektrums. Wir kooperieren mit anderen Unternehmen, um das Thema Industrie 4.0 in seiner ganzen Komplexität und Durchgängigkeit darstellen zu können. Die teilnehmenden Unternehmen des Automatisierungstreffs möchten den Besuchern zeigen, wie die einzelnen Komponenten zusammen spielen können. Industrie 4.0 basiert auf der Durchgängigkeit des Datenflusses, aber es gibt nur wenige Unternehmen, die diese Durchgängigkeit in vollem Umfang anbieten können. Zeigen aber die Mittelständler, die sich meist spezialisiert durch besondere Stärken auszeichnen, wie sich Ideen gemeinsam realisieren lassen, dann bekommt der Kunde einen guten Eindruck seiner umfassenden Möglichkeiten. Er sieht, wie die Daten verarbeitet werden und welche Informationen sich daraus gewinnen lassen. Das sind die Faktoren, die für den Besucher interessant sind, da spielt das Marktplatz-Konzept seine Stärken aus.
elektro AUTOMATION: Wo sehen Sie die Aufgaben für dieZukunft?
Schleicher: Während der Mittelstand hardwaremäßig gut gerüstet ist, wird das Thema Software noch immer weitgehend von Unternehmen aus den USA bestimmt. Oft sind es nicht nur Produkt- sondern vielmehr Vermarktungsideen, die die Geschäftsmodelle der Zukunft ausmachen. Wir sollten intensiv darüber nachdenken, wie sich mit Software ein Mehrwert für unsere Kunden generieren lässt, wie auch ein Sensorhersteller seinen Kunden mittels der Daten einen Zusatznutzen bieten kann. Viele Unternehmen sind heute noch nicht optimal aufgestellt, um auf der Basis heutiger rechtlicher Regelungen die Vielzahl der Daten in unterschiedlichen neuen Geschäftsmodellen nutzen zu können. Frage ist letztendlich, welche Informationen aus dem Prozess Maschinenbauern einen Mehrwert bieten können, um beispielsweise Produktionsprozesse weiter zu verschlanken oder die Los-größe 1 zu fertigen. Das Konzept des Marktplatzes Industrie 4.0, dass im Zusammenspiel kleiner und mitteständischer Unternehmen das enorme Potenzial dieser Unternehmen verdeutlichen soll, bietet eine Plattform zur Diskussion. Gerade die vielen kreativen und innovativen Start-Ups in den USA machen deutlich, dass auch in Europa an die Zukunftsthemen auf andere Weise herangegangen werden muss. Die Darstellung anwenderorientierter Applikationen als Use Cases in Kombination mit einem Kongress bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen praxisbezogen zu erörtern.
Die Fragen stellte Andreas Gees, stellvertretender Chefredakteur
elektro AUTOMATION
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