Fujitsu Technology Solutions nutzt Software für komplexe Verpackungstests Hart im Nehmen? - wirautomatisierer

Fujitsu Technology Solutions nutzt Software für komplexe Verpackungstests

Hart im Nehmen?

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Wie wirken sich die Vollbremsung eines Lieferwagens, salzhaltige Meerluft, hohe Umgebungstemperaturen in Kombination mit Staubpartikeln, schwankender Luftdruck, unverhoffte Schwingungen oder einfach nur „Herunterfallen“ auf – beispielsweise – ein Notebook aus? Idealerweise gar nicht. Wenn es richtig verpackt ist. Im Augsburger Zentrum für Tests und Zulassungen der Fujitsu Technology Solutions GmbH wird getestet, wie viel Transport und Umwelt eine Produktverpackung im Extremfall aushält. Dabei greifen die Prüfer auf eine Software von dacore zurück, die u.a. die komplexen Vorschriften und Normen für mehr als 180 Länder transparent verwaltet und auf Knopfdruck in genau den richtigen Zusammenhängen zur Verfügung stellt.

Nach Informationen der dacore Datenbanksysteme AG in Heroldsberg ( www.dacore-dbs.com)

Die Fujitsu Technology Solutions GmbH vereint verschiedene globale Forschungs- und Entwicklungseinheiten in Deutschland. Dazu gehört auch das Zentrum für Tests und Zulassungen in Augsburg, d.h. ein unabhängiges, akkreditiertes Prüflabor mit EMV-Messhalle, Klima- und Akustikkammer, Shaker, Zweikammertemperaturschockschrank sowie mit weiteren Messeinrichtungen. Jährlich werden hier rd. 2500 Prüfungen durchgeführt. Etwa zwei Drittel der Prüflinge kommen aus der IT-Welt und überwiegend von Fujitsu. Die Produktpalette der externen Kunden reicht bis in die Medizintechnik, die Lampenindustrie, sie umfasst Roboter ebenso wie Kuvertieranlagen mit Druckern. Deren elektromagnetische Verträglichkeit, Produktsicherheit sowie Klima, Thermographie, Schall, Mechanik oder Verschleiß prüfen 28 Mitarbeiter an über 80 Testplätzen.
„Wir testen alles, was weniger als eine Tonne wiegt und nicht über die Größe einer Telefonzelle hinausgeht“, so Stefan Klein, Leiter des Umweltlabors, das sich insbesondere auf Prüfungen rund um die Verpackung, für Verpackungsmaterial- und -maschinenhersteller spezialisiert hat. Immer schnellere Entwicklungsschübe, die weltweite Arbeitsteilung, wechselnde Vertriebskonzepte und nicht zuletzt die zunehmende Empfindlichkeit von Produkten führen zu immer komplexeren Anforderungen an deren Schutz bei Fertigung, Lagerung und Versand. Stefan Klein sieht das Thema Verpackung immer im Zusammenspiel von Funktionalität, Transport und Ökobilanz. Was sich letztlich und in logischer Konse-quenz immer auch auf das Design – Format, Optik, Farbgebung, Haptik – von den Geräten wie auch von der Verpackung auswirkt.
Die meisten Einzelkomponenten und später die fertigen Produkte legen heute sehr weite Wege zurück. Wie sich die verschiedenen Belastungen während des Transports auf die Verpackung und das Gerät auswirken können und was dabei mit Schwachstellen passiert, zeigen Simulationen im Prüflabor auf, die unter Berücksichtigung internationaler Standards wie IEC 60721-3-x oder IEC 60068-2-x durchgeführt werden. Dazu erläutert Stefan Klein: „Wir prüfen alle Arten von Verpackungen und wir wissen, was am Ende beim Empfänger rauskommen sollte. Unser Knowhow umfasst auch die Schwachstellenanalyse, beispielsweise bei Verklebungen, Abrieb, Einfluss von Feuchtigkeit bis hin zu scharfen oder großen Knickkanten. Wir schauen auf Reißfestigkeiten und Faserrichtungen, aber auch darauf, wie Verarbeitungsmaschinen im Betrieb auf Umgebungseinflüsse wie Zugluft reagieren.“ Ziel sei es, aus einer großen Fülle von Verpackungs-, Ladungs-, Schutzprodukten und -systemen die optimal wirksame und wirtschaftliche Lösung zu entwickeln. Verpackungstests und die erforderlichen Prüfungen werden mit dem Auftraggeber definiert, von Vibrations- und/oder Schockprüfungen über Prellen, freien Fall sowie Temperatur- und Klimaprüfungen bis hin zur Sonnenlichtsimulation.
Transparenz im komplexen Normengeflecht
Ungefähr 300 Prüfungen rund um Verpa-ckungen führen die Mitarbeiter des Augsburger Umweltlabors jährlich durch. Daraus generieren sie über 150 Berichte, die lückenlos belegen, wie sich Transport und Umwelteinflüsse auf Verpackungen und Produkte auswirken. Im Hintergrund läuft ein Labor-Management-System, ohne das ein derart effizientes Handling des komplexen Normengeflechts und die transparente Auswertung des Datenbestands gar nicht möglich wären. Die Software von dacore Datenbanksysteme ist an ca. 65 Arbeitsplätzen installiert, mit Modulen wie Kundenmanagement, Angebotserstellung, Kalkulation, Prüfplanvorbe-reitung, Messplatz- und Kalibrierverwaltung, Qualitätsmanagement, Normenverwaltung und -hinterlegung bis hin zur kompletten Abrechnung und die Anbindung an die Buchhaltung. Das mehrsprachige System unterstützt die mobile Datenerfassung, das Erstellen von Standardprotokollen und Terminplänen sowie die Preisfindung. Auskünfte über den aktuellen Kostenstand bei einem Projekt oder auch Zwischenprotokolle sind jederzeit abrufbar.
Die Software optimiert und beschleunigt die gesamten Prüfabläufe spürbar. Nicht zuletzt, weil das Labor regelmäßig alle relevanten nationalen und internationalen Normen abgleicht und diese die verlässliche Basis für standardisierte oder individuelle Prüfpläne bilden. Soll beispielsweise ein rund 25 kg schwerer Primergy Server per Luftfracht und entsprechend verpackt nach Asien geschickt werden, stellt die Software den darauf exakt zugeschnittenen Prüfplan auf Knopfdruck zur Verfügung. Das Standardprozedere weist alle Tests wie Fall-, Prell-, Lagerungs- oder Schwingtest sofort aus. Sämtliche – in dem Fall neun – relevanten Normen sind im System hinterlegt und miteinander verknüpft: u.a. Falldurchführung, Luft-, Seefracht- und LKW-Transporteinteilung, die Feuchtigkeitseinteilung bis hin zum Schärfegrad für mechanische Tests. Hinterlegt ist hier auch, wann wo welches Gerät kalibriert werden muss, wann welches Messgerät (nicht) eingesetzt werden darf oder welche Messge-nauigkeiten die Geräte, z.B. im Fall von Grenzwerten, aufweisen müssen.
Protokolle über integriertes Webtool
Die Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Testlabor bildet ein integriertes Webtool. Es ermöglicht den Zugriff auf Protokolle – jederzeit und von jedem Ort der Welt aus. Die Augsburger wickeln ihr gesamtes Dokumenten- und Auftragsmanagement bis hin zur Produktablaufplanung darüber ab. „Wir finden alles“, so Stefan Klein. „Und es geht extrem schnell.“ Alle Daten und Informationen werden archiviert, sind kopierbar und bezogen auf ihre Historie für alle Beteiligten detailliert und transparent nachvollziehbar. Als Serviceleistung gibt es die Datensicherung nach ISO 9000 kostenfrei dazu. Vor der Einführung des Webtools waren oft mehrere Personen stunden- oder tagelang damit beschäftigt, die von Kunden, Partnern oder Vertrieb angeforderten Informationen über Produkte, Tests und Zertifikate ‚per Hand’ zu sammeln und per Mail zu verschicken. Heute kommen die Auftragsanfragen der Kunden und des Vertriebs – zunächst nur innerhalb von Fujitsu – ausschließlich über das Webtool. Die in Augsburg bearbeiteten Aufträge stehen online – jederzeit und sofort – in der jeweils aktuellen Version und an jedem Standort der Welt zur Verfügung, je nach vorab definiertem Zugriffsrecht. Jeder Laborbereich sieht genau seine Aufträge, deren Status und die entsprechenden Protokolle. Eine Filter- und Suchfunktion ermöglicht die gezielte Ergebnissuche, das gilt natürlich auch für den gesamten Bereich der Verpackungsprüfung. Hilfreich sei es allerdings immer, so Stefan Klein, „dass jeder Hersteller schon im Vorfeld für sich herausfindet, was er mit der Verpackung erreichen will.“ Vertiefendes Hintergrundwissen dazu vermittelt das Prüflabor seit Kurzem in speziellen Seminaren zum Thema Verpackung.
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